Zunächst ist das BRSG ein Gesetz und damit verpflichtend. Als Arbeitgeber können Sie aber Entscheidungen treffen und Wege gehen, die am Ende dazu führen, dass das Betriebsrentenstärkungsgesetz für Sie keine Rolle spielt. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Varianten und Möglichkeiten:  

  1. In Ihrem Unternehmen gilt ein Tarifvertrag, der die betriebliche Altersvorsorge regelt. Dann müssen Sie sich an die Spielregeln halten, die in diesem Tarifvertrag definiert sind. Ihr Gestaltungsspielraum ist dabei ohnehin stark begrenzt. 
  2. Sie nehmen als Arbeitgeber zunächst selbst Geld in die Hand und schaffen für Ihre Mitarbeitenden eine eigene Förderung. Diese muss allerdings mindestens das vorgeschriebene Maß der betrieblichen Altersvorsorge erreichen oder darüber hinaus gehen. 

 

Die betriebliche Altersvorsorge ist eine arbeitgeberfinanzierte Entgeltumwandlung. Der Arbeitgeber zahlt die Beiträge in die bAV ein, nicht der Arbeitnehmer. Da die arbeitgeberfinanzierte Entgeltumwandlung vor der arbeitnehmerfinanzierten immer Vorrang hat, werden zunächst die Arbeitgeberbeiträge berücksichtigt. 

Vier Prozent des Bruttolohnes unterhalb der Bemessungsgrundlage zur gesetzlichen Rentenversicherung darf Ihr Arbeitnehmer sozialversicherungsfrei und steuerfrei als betriebliche Altersvorsorge umwandeln. Wenn Sie als Arbeitgeber Ihre Mitarbeitenden also mit denselben vier Prozent fördern, die durch die betriebliche Altersvorsorge möglich sind, kommt das Betriebsrentenstärkungsgesetz in Ihrer Firma gar nicht zum Tragen. Denn Sie fördern Ihre Mitarbeitenden ja am Ende genauso stark und investieren dafür sogar deutlich mehr als die im BRSG geforderten 15 Prozent auf das, was der Arbeitnehmer an Entgelt umwandelt.