Altersvorsorge

Wir helfen Ihnen gerne, die passende Altersvorsorge zu finden.

Wie funktioniert die Altersvorsorge in Deutschland?

Drei Säulen oder drei Schichten: Darauf beruht die Altersvorsorge in Deutschland. Jede Säule wird steuerlich anders behandelt. Dabei gehören zur ersten Säule die gesetzliche Rentenversicherung, die Versorgungswerke sowie die Rürup-Rente. Die zweite stellt die Riester-Rente sowie die betriebliche Altersvorsorge dar. Zur dritten Säule zählt die private Vorsorge wie klassische oder fondsgebundene private Lebensversicherungen. Weiter gibt es die Möglichkeit, alternativ für das Alter vorzusorgen – etwa mit Aktienfonds oder Immobilien.

Die erste Säule soll im Alter eine Basisversorgung sicherstellen. Dazu zahlen Arbeitnehmer und manche Selbstständige verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Andere Berufsgruppen wie Apotheker, Architekten oder Beamte sorgen über eigene Versorgungswerke vor.

Zur ersten Säule gehört auch die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt. Ursprünglich sollten diese gutverdienende Selbstständige abschließen – nun steht sie aber jedem offen. Dabei gibt es klassische Rürup-Renten oder solche mit einem höheren Aktienanteil.

Sparer können die Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung sowie an die Versorgungswerke prozentual zum selben Satz wie die Basisrente steuerlich absetzen. 2020 sind bei der Rürup-Rente 90 Prozent steuerlich absetzbar, wobei sich der Prozentsatz jedes Jahr um 2 Prozent erhöht. Bis 2025 werden es 100 Prozent sein. Die spätere Rente muss allerdings versteuert werden.

Diese Vorsorge wird staatlich gefördert. Die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge zählen hauptsächlich dazu, die vor allem Angestellte abschließen können.

  • Riester-Rente: Riester-Verträge sind häufig private Rentenversicherungen, es kann auch in Fonds investiert werden. Dabei profitieren die Sparer von staatlichen Zulagen und können die Beiträge steuerlich absetzen. In der Rentenphase müssen sie die Einnahmen allerdings versteuern.
  • Betriebliche Altersvorsorge: Bei der betrieblichen Altersvorsorge oder Altersversorgung zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der Regel in eine klassische Rentenversicherung ein, die das Unternehmen auswählt. Bis zu einer gewissen Grenze sind die Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei. Die späteren Renten werden aber voll versteuert und es werden die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fällig.

Diese private Vorsorge wird nicht besonders staatlich gefördert. Klassische oder fondsgebundene Lebensversicherungen sowie Rentenversicherungen zählen dazu. Während der Ansparphase fallen auf die Dividenden und Zinserträge keine Steuern an. Geringfügig versteuert wird auch die spätere Rente.

Sparer haben auch die Möglichkeit ohne Lebens- oder Rentenversicherungen fürs Alter vorzusorgen. Dies wird auch Säule 0 genannt. Möglich ist dies etwa mit einem Aktienfonds oder mit einem Aktien-Indexfonds (ETF) – am besten Sie lassen sich bei der Vermögensverwaltung von uns ausführlich beraten. Diese Form der Altersvorsorge ist flexibel, dafür gibt es keine steuerlichen Vorteile.

Auch mit Immobilien lässt es sich fürs Alter vorsorgen. Wenn Sie das Gebäude selbst nutzen, profitieren Sie von Steuervorteilen und können im Alter allenfalls mietfrei leben. Außerdem haben Sie mit einer Immobilie als Kapitalanlage im Alter die Möglichkeit, Mieteinnahmen zu generieren. Allerdings ist die Beschaffung von Immobilien mit hohen Investitionskosten verbunden. Es gilt also immer abzuwägen, ob sich diese Investition auch rechnet. Unsere Immobilienspezialisten beraten Sie gerne.

Wie sorgt man fürs Alter vor?

Im vorangehenden Kapitel wurde klar: In Deutschland gibt es viele Möglichkeiten, für den Lebensabend vorzusorgen. Sicher ist, dass die gesetzliche Rente kaum ausreicht, um den Lebensstandard im Alter erhalten zu können. Deshalb ist eine zusätzliche Absicherung ratsam, allerdings ist es individuell sehr verschieden, welche die beste ist. Vor dem Abschluss einer Altersvorsorge gilt es, folgende Punkte zu berücksichtigen:

  1. Bestandesaufnahme: Ermitteln Sie zuerst, wie viel Rente sie nach derzeitigem Stand einst erhalten werden. Auf dem Renteninformationsblatt, das jährlich verschickt wird, ist etwa die Höhe der staatlichen Rente ersichtlich.
  2. Gewünschte Rentenhöhe: Nun überlegen Sie, wie viel Sie im Alter benötigen, um ihren Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Als Faustregel gilt, dass 80 Prozent des bisherigen Nettogehalts dafür ausreichen. Denn im Rentenalter sind die Lebensunterhaltskosten oft niedriger als im Erwerbsleben.
  3. Rentenlücke: Ziehen Sie nun von Ihrer gewünschten Rentenhöhe den jetzigen Stand Ihrer Rente ab. Daraus ergibt sich die Rentenlücke, die es zu schließen gilt.
  4. Individuelle Voraussetzungen: Sind Sie angestellt oder selbstständig? Möchten Sie Ihr Geld lieber konservativ oder renditeorientiert anlegen? Ist Ihnen Flexibilität bei der Anlage wichtig? Wie lange dauert es noch bis zu Ihrer Rente? Kann es sein, dass Sie noch vor der Rente arbeitslos oder berufsunfähig werden? Solche persönlichen Fragen gilt es zu klären, bevor Sie sich für eine Altersvorsorge entscheiden. Denn welche Formen sich eigenen, ist individuell sehr verschieden.

Rechenbeispiel: So ermitteln Sie Ihre Absicherung

 

Gewünschte monatliche Rente 1.500 Euro
Alter beim Abschluss 35 Jahre
Alter bei Rentenbeginn 67 Jahre
Variante fondsgebunden mit Beitragsgarantie
Monatliche Einzahlung 500 Euro

*Bei den Werten handelt es sich nur um Prognosen. Die genaue Rentenhöhe kann im Voraus nur schwer ermittelt werden.

Warum sollten Sie sich bei Ihrer Altersvorsorge persönlich beraten lassen?

Es ist nicht einfach, die richtige Form der Altersvorsorge zu finden. Deshalb ist es sinnvoll, sich ausführlich beraten zu lassen. Schließlich geht es um eine langfristige Finanzierung. Unsere Spezialisten für Altersvorsorge helfen Ihnen dabei gerne. Dabei können Sie sich auf unsere langjährige Erfahrung und unser großes Netzwerk verlassen.

Für unsere Beratungen nehmen wir uns viel Zeit und ermitteln in einem ersten Schritt den aktuellen Stand Ihrer Altersvorsorge und Ihre persönlichen Wünsche. So geht es etwa darum, ob Sie mit Ihrer Vorsorge von Steuervorteilen oder Flexibilität profitieren möchten und ob Sie eine lebenslange Rente oder lieber eine Kapitalauszahlung wünschen.

Wir kombinieren verschiedene Bausteine

Für Ihre maßgeschneiderte Altersvorsorge hilft uns eine spezielle Software. Damit berechnen wir, wie viel Investitionen in die Altersvorsorge nötig sind, um einen angenehmen Lebensabend führen zu können. Grundlage dafür ist Ihre aktuelle Altersvorsorge. So ermitteln wir, was Sie noch optimieren können – den Schwerpunkt bestimmen dabei Sie.

Für Ihre optimale Altersvorsorge kombinieren wir verschiedene Bausteine. Damit profitieren Sie von den maximalen Vorzügen. Denn oft bringen gewisse Vorteile der einen Altersvorsorge auch Nachteile mit sich, die wir so weit wie möglich verhindern möchten.

Wichtige Fragen zur Altersvorsorge

Optimal ist es, wenn Sie möglichst früh mit der privaten Altersvorsorge anfangen – am besten schon in Ihren Zwanzigern. Auch wenn Sie in jungen Jahren noch nicht so einen großen Betrag zur Seite legen können, lohnt die Investition. Denn wer über einen längeren Zeitraum spart, generiert in der Regel mehr Rendite.

Trotzdem ist es nie zu spät, um Ihre geringe gesetzliche Rente zu erhöhen. Wenn Sie schon über 40 sind, können Sie beispielsweise durch eine höhere, aber dafür kürzere Dynamisierung der Beiträge viel erreichen.

Selbstständige können sich unter bestimmten Bedingungen in der gesetzlichen Rentenversicherung freiwillig versichern. Die vorteilhafteste Altersvorsorge ist dies aber nicht unbedingt. Als Alternative oder Ergänzung eignet sich die Rürup-Rente – auch hier können sie von Steuervorteilen profitieren. Eine weitere Option sind private Rentenversicherungen. Die Verträge bieten oft eine hohe Flexibilität und steuerliche Vorteile. Unter bestimmten Umständen ist auch die Riester-Rente für Selbstständige möglich. Als alternative Altersvorsorge bieten sich zudem die Investition in Aktien oder Immobilien an.

Angestellte haben viele Möglichkeiten, um ihre gesetzliche Rente aufzustocken – empfehlenswert ist es oft, diese zu kombinieren. Weit verbreitet ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Sie lohnt sich vor allem dann, wenn der Chef diese mitfinanziert.

Wie auch bei der bAV profitieren Arbeitnehmer bei der Riester– oder Rürup-Rente von steuerlichen Vorteilen. Die dritte Säule kommt für die Altersvorsorge ebenfalls in Frage. Hier muss allerdings darauf geachtet werden, dass die klassische Renten oder Lebensversicherung während Niedrigzinsphasen kaum Rendite abwirft. Sinnvoller sind fondsgebundene Lebensversicherungen oder Fondssparpläne. Eine weitere Option ist die Absicherung mit der alternativen Altersvorsorge.

Es kann immer mal passieren, dass Sie aus finanziellen Gründen keine Beiträge in die Altersvorsorge zahlen können. Bei den meisten Formen können Sie Ihre Zahlungen reduzieren oder den Vertrag auf beitragsfrei stellen. Später besteht die Möglichkeit, die Beitragszahlungen wieder aufzunehmen.

Wie schneidet die Altersvorsorge in aktuellen Tests ab?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat sich 2019 mit Anbietern von privaten Rentenversicherungen beschäftigt. Im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv hat es 28 Versicherer getestet. Im Gesamtergebnis wurden aber nur 19 Anbieter berücksichtigt, da die restlichen ihre Produktdaten nicht freigaben. Folgende drei Anbieter gingen dabei als Testsieger hervor (Quelle):

 

Rang Anbieter Punkte Qualitätsurteil
1. Alte Leipziger 74,3 gut
2.  Hannoversche 73,8 gut
3.  Continentale 72,9 gut 

Gute Rentenleistung, schlechter Service

Ins Gesamtergebnis flossen die Teilkategorien Leistungsanalyse und Serviceanalyse mit ein. Die Rentenleistungen überzeugten bei den klassischen als auch bei den fondsgebundenen Altersvorsorgeprodukten bei vielen Anbietern – sechs davon erhielten gar die Note “sehr gut”. Bei der Teilkategorie Serviceanalayse wurde hingegen nur die Höchstnote “befriedigend” vergeben – dazu zählt etwa Service des Versicherers am Telefon, per E-Mail oder im Internet.

Fazit und Hinweise zum Vergleich

Auch wenn das Rentenalter noch weit weg ist – es lohnt sich, sich über seine spätere Absicherung Gedanken zu machen. Denn die gesetzliche Rente reicht selten, um einen angenehmen Lebensabend führen zu können.

Beim Vergleich der verschiedenen Anbieter können Testergebnisse eine Orientierung sein. Viel wichtiger ist es aber, dass Sie sich mit Ihrer aktuellen finanziellen Situation und Ihren ganz persönlichen Wünschen befassen. Dabei helfen wir Ihnen gerne mit einer persönlichen Beratung. Dank unserer langjährigen Erfahrung finden wir die perfekte Altersvorsorge für Sie.

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