Berufsunfähigkeitsversicherung

Wir helfen Ihnen, Ihr Risiko der Berufsunfähigkeit optimal abzusichern.

Warum ist eine Berufsunfähigkeits­versicherung sinnvoll?

Jeder vierte deutsche Erwerbstätige wird im Laufe seiner Karriere aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls berufsunfähig. Oft werden dann die Finanzen knapp. Zwar gibt es in der Regel eine gestaffelte Erwerbsminderungsrente, doch diese liegt häufig unter dem Grundsicherungsniveau.

Außerdem zahlt der Staat nur eine volle Erwerbsminderungsrente, wenn man in keinem Beruf länger als drei Stunden tätig sein kann und man mindestens 60 Monate in die deutsche Rentenversicherung eingezahlt hat. Könnte z.B. eine leitende Ingenieurin weiterhin als Putzfrau tätig sein, erhielte sie keine Leistungen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gleicht Lücke aus

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kann diese Lücken ausgleichen. Sie leistet bei Arbeitsunfähigkeit meist ab dem 6. Monat mit einer vorher vertraglich festgehaltenen monatlichen Berufsunfähigkeitsrente, bis der Beruf wieder ausgeübt werden kann oder bis zum Erreichen des regulären Rentenalters.

In der Regel auch dann, wenn der Versicherte noch in einem anderen Beruf arbeiten könnte – das nennt sich Verzicht auf abstrakte Verweisung. Im besten Fall kann er dann seinen gewohnten Lebensstandard fortführen.

Ursachen der Berufsunfähigkeit

  • 32 %: Psychische und Nervenkrankheiten
  • 21 %: Erkrankungen am Skelett/Bewegungsapparat
  • 16 %: Sonstige Erkrankungen
  • 15 %: Krebs
  • 9 %: Unfälle
  • 7 %: Herz/Gefäße

Quelle MORGEN & MORGEN

Was leistet die Berufsunfähigkeits­versicherung?

Wenn nachweislich durch Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall eine 50-prozentige Minderung der zuletzt ausgeübten, beruflichen Tätigkeit vorliegt, leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung die vereinbarten Rentenbeiträge. Dafür braucht es ein ärztliches Attest sowie die Prüfung durch die Versicherung. Je nach Anbieter sind die Leistungen unterschiedlich.

So wird Berufsunfähigkeit definiert

Die Voraussetzung für den Versicherten zum Erhalt einer BU-Rente ist wie folgt definiert: Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall voraussichtlich dauernd oder mindestens sechs Monate außerstande ist, ihren Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.

Das sollte eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung bieten:

Wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann, sollte eine Rente erhalten – auch wenn während der Vertragslaufzeit der Beruf gewechselt wurde. Wer z.B. mal als Bauarbeiter tätig war und nun als Kaufmann arbeitet, sollte nur für die Tätigkeit als Kaufmann geprüft werden.

Wenn der Versicherte voraussichtlich sechs Monate lang zu mehr als 50 Prozent berufsunfähig oder dieser Zeitraum schon vorbei ist, springt die Versicherung ein. Sie sollte auch rückwirkend ab dem ersten Tag des Sechs-Monats-Zeitraums Leistungen gewähren. Trifft die Meldung verspätet ein, zahlt die Versicherung die Rente im Minimum drei Jahre lang rückwirkend.

Manchmal werden Leistungen befristet anerkannt. Falls sich aber später herausstellt, dass diese nicht gerechtfertigt waren, verlangt der Versicherer keine Rückzahlung der bereits gezahlten Rente.

Die Versicherung verzichtet darauf, zu prüfen, ob der Berufsunfähige mit seinen Fähigkeiten und Kenntnissen auch noch in einem anderen Beruf arbeiten könnte – im Fachjargon heißt dies abstrakte Verweisung.

Während der Vertragslaufzeit können sich die Lebensumstände z.B. durch eine Familiengründung oder einen Hausbau ändern und es wird eine höhere Absicherung nötig. Mit einer Nachversicherungsgarantie können die Versicherten die Leistungen ohne erneute Gesundheitsprüfung nachträglich aufstocken. Alternativ kann auch am Anfang der Vertragslaufzeit eine Beitragsdynamik vereinbart werden. Damit steigt die Rente automatisch jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz. Der Versicherte kann dies jedes Jahr selbst entscheiden. So kann eine Einkommenssteigerung oder Inflation abgesichert werden.

Außerdem sollte der Vertrag weltweit gelten und für Ärzte eine Infektionsklausel enthalten. Sinnvoll ist es auch, wenn eine Versicherung bei einer Berufsunfähigkeit die Zahlung der Beiträge übernimmt und bis zum Erreichen des regulären Rentenalters die Berufsunfähigkeitsrente zahlt.

Unser Service für Ihre maßgeschneiderte Berufsunfähigkeits­versicherung

Die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden, ist nicht leicht: Denn es gibt zahlreiche Anbieter, die ein unterschiedliches Leistungsspektrum zu verschiedenen Preisen offerieren. Hinzu kommt, dass die Absicherung der Arbeitskraft eine individuelle Sache ist: Was für den einen passt, ist für den nächsten falsch.

Genau da setzt unsere Versicherungsberatung an. Wir möchten unseren Kunden nicht irgendein BU-Produkt verkaufen, sondern in einem ausführlichen Gespräch seine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse herausspüren.

Gemäß unserem Spezialisten für Einkommensabsicherung Achim Wehrmann nutzen wir dazu einen eigens entwickelten Fragebogen: “Damit ermitteln wir das Sicherungsbedürfnis, den gesundheitlichen Zustand sowie die berufliche Tätigkeit unseres Kunden.” Durch die anschließende Auswertung dieses Fragebogens finden wir das perfekte Versicherungsprodukt für den einzelnen Kunden – er muss sich also nicht zwischen mehreren Angeboten entscheiden.

Ebenfalls haben unsere Berater viele Tricks auf Lager, wie unsere Kunden ihre BU optimieren können und dadurch geringere Beiträge zahlen. So können wir bis zu 70 Prozent Ihres letzten Bruttolohnes absichern. Kontaktieren Sie uns dafür gerne. Wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch.

Wer sollte sich versichern lassen?

Angestellte: Wer auf sein Einkommen angewiesen ist, sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Dies kann auch für Gutverdiener sinnvoll sein, z.B. für Geschäftsführer oder leitende Angestellte.
Selbstständige: Häufig ist diese Berufsgruppe nicht gesetzlich rentenversichert. Eine zusätzliche Absicherung ist also empfehlenswert.
Berufsanfänger: Da sie meistens jung und gesund sind, zahlen Berufsanfänger vergleichsweise günstige Prämien.
Beamte: Nach fünfjähriger Dienstzeit erhält ein Beamter bei Berufsunfähigkeit ein Ruhegehalt, das höher als die Erwerbsminderungsrente für Angestellte ist. Zusätzlich kann er seinen Lebensstandard bei Invalidität mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung absichern.

Berufsunfähigkeits­versicherung wechseln?

Der Wechsel der Berufsunfähigkeitsversicherung ist mit Risiken verbunden. Jedenfalls ist eine Kündigung erst empfehlenswert, wenn die neue Versicherung bereits zugesagt hat. Denn die neue Versicherung verlangt wieder eine Gesundheitsprüfung. Es ist also möglich, dass bei hinzugekommenen Vorerkrankungen gewisse Leistungen ausgeschlossen oder dafür höhere Beiträge verlangt werden. Mehr kosten kann die BU auch aufgrund des gestiegenen Alters.

Was kostet eine Berufsunfähigkeits­versicherung?

Bei der Prämienberechnung der Berufsunfähigkeitsversicherung spielen viele Faktoren eine Rolle. Zuerst kommt es auf den gewünschten Leistungsumfang an. Je höher die spätere Rente ausfallen soll, desto höher sind z.B. die Beiträge. Ebenfalls variieren Preise und Leistungen zwischen den Versicherungen enorm – ein Vergleich mit einem Berater lohnt sich also. Wichtig sind auch persönliche Eigenschaften. Das sind beispielsweise:

Wer in jungen Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, zahlt in der Regel geringere Beiträge als eine bereits ältere Person.
Wer einen riskanten Beruf ausübt, zahlt häufig massiv mehr für die BU. Das sind Menschen, die schwer körperlich arbeiten wie z.B. Bauarbeiter, Bäcker oder Handwerker. Auch soziale Berufe sind häufig im Nachteil. Als weniger riskant werden Tätigkeiten ohne körperlichen Einsatz eingestuft wie z.B. Rechtsanwalt oder Kaufmann.
Nicht selten verlangen Anbieter für riskantere Hobbys eine höhere Prämie. Das sind z.B. Reiten, Klettern oder Tauchen. Trotzdem muss die Freizeitbeschäftigung deshalb nicht gleich aufgegeben werden, denn die Versicherungen bewerten die Risiken sehr verschieden.
Wer bei Vertragsabschluss gesund ist, kann sich in der Regel über niedrigere Beiträge freuen. Anders sieht dies bei Vorerkrankungen aus. Diese können die Prämie erhöhen oder aus dem Versicherungsschutz ausgeschlossen werden. Mit einigen Erkrankungen wie Krebs oder psychischen Leiden ist es sogar schwer, überhaupt einen Vertrag zu bekommen.

Rechenbeispiel: So viel kann die Berufsunfähigkeits­versicherung kosten

Personendaten: Angestellter ohne Personalverantwortung und körperliche Tätigkeit, studierter Informatiker
Gewünschte BU-Rente: 2000 Euro
Rente bis: 67 Jahre
Alter bei Vertragsabschluss: 35 Jahre
Vorerkrankungen: Nein
Riskante Hobbys: Nein
Raucher: Nein
Monatliche Prämie: 68 bis 76 Euro

Zum Vergleich: Hätte unser Modellkunde eine Ausbildung als Schlosser absolviert, müsste er bei einer Bürotätigkeit von 20 Prozent eine monatliche Prämie von 200 bis 389 Euro zahlen. Als Bauarbeiter würde ihn der BU-Beitrag gar 311 bis 394 Euro kosten.

Tipps für den Abschluss und Hinweise zum Vergleich der BU

Allgemein gilt es, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung die verschiedenen Tarife der Anbieter sorgfältig zu vergleichen. Es ist individuell immer sehr unterschiedlich, welcher Anbieter das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Beispielsweise schließen gewisse Versicherungen bestimmte Vorerkrankungen oder gefährliche Freizeitbeschäftigungen aus und andere wiederum nicht. Dank unseres Beratungsverfahrens können wir Ihnen den Schutz offerieren, der am besten zu Ihnen passt. Des Weiteren ist es sinnvoll, auf folgende Punkte bei der Auswahl zu achten.

Bevor die Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden kann, gilt es, einen Gesundheitsfragebogen auszufüllen. Da mag es verlockend erscheinen, gewisse Dinge zu verschweigen, um von einer geringeren Prämie zu profitieren. Allerdings ist dies keine gute Idee. Denn erfährt die Versicherung nachträglich von verschwiegenen Vorerkrankungen, kann sie den Vertrag rückgängig machen oder im Schadensfall die Zahlungen verweigern. Die bereits eingezahlten Beiträge erhalten die Versicherten dann nicht zurück.

Allerdings kann es auch passieren, dass sich später herausstellt, dass der Versicherte ohne sein Verschulden Vorerkrankungen nicht angegeben hat. In einem solchen Fall sollte die Versicherung von einer Vertragskündigung oder einer Anhebung der Prämie absehen.

Wer jung und gesund ist, hat gute Chancen, günstig und zu guten Konditionen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Auch gibt es von den Versicherungen seltener eine Ablehnung. Es lohnt sich also, über eine BU nachzudenken, sobald man ein erstes Einkommen erhält.
Sinnvoll ist, wenn eine BU-Rente etwa 80 Prozent des letzten Nettolohnes abdeckt. Jedenfalls sollten damit die laufenden Lebenshaltungskosten (Wohnen, Familie oder Lebensmittel) bezahlt werden können – es gilt beim Abschluss also darauf zu achten, dass die Versicherungssumme nicht zu niedrig ist. Eine Rente von unter 1000 Euro pro Monat ist meistens nicht empfehlenswert. Denn die BU-Rente wird mit der staatlichen Grundsicherung verrechnet, sofern diese in Anspruch genommen wird.

Außerdem sollte die BU-Rente hoch genug sein, um weiterhin in eine private Altersvorsorge investieren zu können. Denn bei einer Berufsunfähigkeit wird nicht mehr in die gesetzliche Rente eingezahlt.

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, möchte, dass diese die Rente im Ernstfall auch zahlt. Deshalb ist es wichtig, auf einen finanziell soliden Anbieter zu setzen, den es noch möglichst lange geben wird. Wir beraten Sie gerne zur Finanzkraft des Versicherers.
Jeder BU-Tarif hat zwei Preise: Den Brutto- und Nettobeitrag. Kurz nach dem Vertragsabschluss verlangt der Versicherer den Nettobeitrag. Wenn er die Risiken oder Anlagegewinne falsch berechnet hat, darf er diese Prämie aber zum Bruttobeitrag anheben. Versicherte sollten also beim Vertragsabschluss darauf achten, dass die Spannweite zwischen Brutto- und Nettoprämie nicht allzu groß ist. Sonst besteht die Gefahr, dass die Beiträge mit der Zeit stark ansteigen.

Sind Kombi-Angebote sinnvoll?

Teilweise kann man die Berufsunfähigkeit auch im Rahmen einer Lebensversicherung oder privaten Rentenversicherung versichern. Diese Kombination kann sinnvoll sein, wenn z.B. noch Angehörige abgesichert werden müssen. Manchmal sind auch die Hürden bei der Gesundheitsprüfung bei der sogenannten Berufsunfähigkeitszusatzversicherung niedriger als bei einer regulären BU. Auch steuerliche Aspekte können hier von Vorteil sein. Es gilt allerdings, die Tarife getrennt von der normalen BU miteinander zu vergleichen.

Aktuelle Testergebnisse

Bei der Wahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung können auch aktuelle Testergebnisse ein Anhaltspunkt sein. 2019 hat etwa die Ratingagentur Softfair 49 Leistungsbereiche aus den Bedingungswerken von selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen und BU-Zusatzprodukten unter die Lupe genommen. Es wurden die Tarife für folgende sieben Berufsgruppen einzeln bewertet:

  • Angestellte
  • Selbstständige
  • Berufseinsteiger
  • Schüler
  • Beamte
  • Ärzte
  • Sonstige

Diese Tarife schnitten besonders gut ab

Hier ist eine Auswahl von Tarifen, die über alle Berufsgruppen hinweg (ausschließlich Schüler und Beamte) besonders gut abschnitten und überall die Bewertung von 4 oder 5 Punkten erhielten (Quelle).

 

Versicherer Tarifname
HDI Lebensversicherung AG  Bedingungen SBU (EGO TOP)
Nürnberger Lebensversicherung AG BUZ2017C
Stuttgarter Lebensversicherung a.G  SBU Bedingungen 91 
uniVersa Lebensversicherung a.G. ExklusivSBU18
Alte Leipziger Lebensversicherung a.G BUZ (Tarife BZ10 und BZ11)
Swiss Life Lebensversicherung AG  BUZ 
Continentale Lebensversicherung AG Bedingungen BUZ Premium 

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