Riester-Rente

Beim Riestern profitieren Sie von staatlichen Zulagen und Steuervorteilen.

Was ist die Riester-Rente?

Die Riester-Rente ist eine Form der privaten Altersvorsorge. Sparer können damit ihre gesetzliche Rente aufstocken und profitieren von staatlichen Zulagen sowie Steuervorteilen.

Um die vollen Zulagen zu erhalten, müssen sie mindestens vier Prozent ihres Bruttojahreseinkommens in ihren Riester-Vertrag investieren – maximal sind dies 2.100 Euro, abzüglich Zulagen. Für Geringverdiener beträgt der Mindestbetrag 60 Euro im Jahr. Weiter wird bei der Riester-Rente je nach Ausgestaltung des Vertrages eine garantierte Mindestverzinsung sowie eine garantierte Auszahlung zugesichert.

Wer darf Riestern?

Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, kann von der Riester-Förderung profitieren – meistens sind dies Angestellte. Unter anderem haben zudem folgende Personengruppen Anspruch auf Förderung:

  • Pflichtversicherte Selbständige
  • Studenten und Auszubildende
  • Beamte, Soldaten und Richter
  • Bezieher von Arbeitslosengeld oder Krankengeld
  • Erwerbsgeminderte, erwerbsunfähige und dienstunfähige Personen
  • Kindererziehende und Menschen, die pflegebedürftige Personen nicht erwerbsmäßig pflegen.
  • Ehepartner, die nicht zum berechtigten Personenkreis gehören. Der andere Ehepartner muss dazu aber eine Riester-Rente haben.

Für wen lohnt sich die Riester-Rente

Wer staatliche Zulagen erhält, kann von der Riester-Rente profitieren. Investieren Sie mindestens den geforderten Beitrag in diese Form der Altersvorsorge, erhalten Sie eine jährliche Grundzulage von 175 Euro pro Person.

Profitabel für Familien

Eltern von kindergeldberechtigten Kindern erhalten weitere Zulagen. Diese betragen 185 Euro pro Kind, das vor Ende 2007 geboren wurde. Für jedes ab 2008 geborenes Kind gibt es 300 Euro pro Jahr. Kinderreiche Familien profitieren also besonders von den Zulagen.

Lohnenswert für Gutverdiener

Doch auch für gutverdienende Singles kann sich das Riestern lohnen und zwar vor allem in Form von Steuervorteilen. 2.100 Euro Riester-Beiträge sind im Maximum steuerlich absetzbar, die Zulagen sind in diesem Betrag mit einberechnet. Deshalb sind bei kinderreichen Familien die Zulagen oft höher als der Steuervorteil.

Attraktiv für Berufseinsteiger

Für junge Berufseinsteiger ist das Riestern besonders attraktiv. Sind sie unter 25, erhalten sie neben den Zulagen einen einmaligen Bonus von 200 Euro.

Geeignet für Geringverdiener

Geringverdiener müssen lediglich 60 Euro pro Jahr in die Riester-Rente investieren, um von den Förderungen zu profitieren. Seit 2018 wird diese Form der Vorsorge zudem im Alter nicht mehr auf die staatliche Grundsicherung angerechnet. Bis 200 Euro davon können Bezieher der Riester-Rente und der betrieblichen Altersvorsorge behalten.

Unser Service und unsere Empfehlungen für Sie

Unsere Berater von von Buddenbrock helfen Ihnen gerne, den passenden Riester-Vertrag für Sie zu finden. Kontaktieren Sie uns dazu telefonisch oder per Mail.

Welche Riester-Form kommt in Frage?

Gemäß unserem Riester-Spezialisten Veit Novotny gilt es bei Neuabschlüssen in einem ersten Schritt, zu ermitteln, welche Form der Riester-Rente überhaupt für Sie in Frage kommt.

Meistens empfiehlt er eine fondsgebundene Riester-Rente: “Hier sind die Renditechancen höher als bei der klassischen Riester-Rente.” Und es ist sichergestellt, dass mindestens die gezahlten Beiträge und erhaltenen Zulagen verrentet werden. Und dies auf Basis eines heute schon feststehenden garantierten Rentenfaktors. Diesen gibt es bei einem reinen Riester-Fondssparplan nicht. Bei diesem muss im Alter dann dennoch eine Rentenversicherung abgeschlossen werden.

Ebenfalls findet Novotny den Riester-Bausparplan nur in bestimmten Fällen empfehlenswert: “Zum Beispiel dann, wenn man ohne keinen Immobilienkredit erhält.” Sonst werfe diese Riester-Art kaum Rendite ab.

Anlagestrategie festlegen und Versicherung aussuchen

In einem zweiten Schritt legen wir mit Ihnen die Anlagestrategie fest. Dabei richten wir uns ganz nach Ihren Bedürfnissen und Ihrer Risikobereitschaft. “Ein hoher Aktienanteil bringt zum Beispiel nichts, wenn einem Kunden die Sicherheit sehr wichtig ist”, sagt Novotny.

Erst dann suche man einen Versicherer, der diese Strategie am besten umsetzen kann und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Nach Vertragsabschluss überprüfen wir auch regelmäßig gemeinsam mit Ihnen den Riester-Vertrag und die Anlagestrategie. So ist sicher, dass Sie stets das Beste aus Ihrer Riester-Rente herausholen. Das Resultat sind zufriedene Kunden, sagt Novotny: “Wir erhalten viel positives Feedback.”

Wählen Sie den Vertrag von Anfang an sorgfältig aus

Häufig beraten wir bei von Buddenbrock auch Kunden, die bereits einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben und nicht damit zufrieden sind. “Hier analysieren wir, was man optimieren kann”, sagt unser Spezialist Veit Novotny. Oft werde das Kapital auf einen neuen Vertrag übertragen, um mehr herauszuholen. Allerdings ist auch dies mit Kosten verbunden. Deshalb rät Novotny, den passenden Vertrag mit fachkundiger Beratung von Anfang an sorgfältig auszuwählen.

Welche Vorteile hat die Riester-Rente?

Die Versicherten haben das Anrecht auf eine lebenslange, garantierte Rente. Diese darf nicht sinken.

Egal in welche Form die Riester-Rente-Sparer investieren: Es ist garantiert, dass sie mindestens ihre eingezahlten Beiträge zurückbekommen.

Der Staat fördert die Riester-Rente mit Zulagen für Familien und Steuervorteilen. Unter 25-Jährige profitieren von einem einmaligen Berufseinsteiger-Bonus und im Alter werden bis 200 Euro nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Das angesparte Kapital ist bei Pfändung und Insolvenz gesichert.

Welche Nachteile hat die Riester-Rente?

Im Alter wird die ausgezahlte Riester-Rente in voller Höhe versteuert. Allerdings ist der Steuersatz im Alter in der Regel niedriger als während dem Erwerbsleben. 

Je älter man wird, umso lukrativer ist die Riester-Rente. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Rentengarantiezeit zu vereinbaren, falls der Versicherungsnehmer kurz nach Rentenbeginn stirbt. So erhalten die Hinterbliebenen bis zum Ablauf des vereinbarten Zeitpunktes eine Rente.

Nicht selten sind die Vertragsbedingungen der Anbieter so intransparent, dass es für Laien schwierig zu sehen ist, ob diese nun gut oder schlecht sind. Es lohnt sich deshalb, diese von einem Experten begutachten zu lassen.

Die Riester-Rente lässt sich zwar im Gegensatz zu anderen Formen der Altersvorsorge relativ einfach kündigen, allerdings ist dies mit Kosten verbunden. So müssen Zulagen und Steuererleichterungen zurückerstattet werden. Zudem verlangen die Versicherer oft hohe Gebühren. Besser ist es deshalb, den Vertrag auf beitragsfrei zu stellen. 

Formen der Riester-Rente

Hier ist bei Vertragsabschluss sicher, wie hoch die garantierte Rente im Alter ist. Allerdings haben die Versicherungen wenig Möglichkeiten, das Geld in renditereiche Anlagen zu investieren. In Zeiten der Niedrigszinsphase gibt es also kaum Zinsgewinne.

Bei dieser Form steht keine Versicherung, sondern meistens eine Investmentgesellschaft dahinter. Die eingezahlten Beiträge werden in Fonds investiert. Die Renditechancen sind bei dieser Form der Riester-Rente am höchsten. Falls aber die Fonds an Wert verlieren, erhalten die Anleger am Ende allenfalls nur ihre einbezahlten Beiträge garantiert zurück.

Diese Riester-Rentenversicherung vereint die klassische Riester-Rentenversicherung und den Riester-Fondssparplan. Ein Teil des Geldes kann in Fonds investiert werden, was die Rente erhöhen kann. Allerdings hängt der Gewinn von der Entwicklung des Aktienmarktes ab. Viele Anbieter garantieren nur die Rückerstattung der eingezahlten Beiträge.

Bei dieser Form zahlen Anleger in einen Sparvertrag bei einer Bank ein. Der Riester-Banksparplan gilt als flexibel, sicher und kostengünstig. Die Rendite ist allerdings eher niedrig und die Verzinsung schwankt. Die Zahl der Anbieter ist deshalb auch nur sehr gering.

Bei dem Wohn-Riester können Sparer von der staatlichen Förderung von Bausparverträgen und Baudarlehen profitieren. Dies gilt aber nur für selbstgenutzte Immobilien. Außerdem darf das Wohneigentum innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nicht verkauft werden.

Wie viel muss man in die Riester-Rente einzahlen?

Um von den vollen Zulagen zu profitieren, muss man mindestens vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulagen in den Vertrag investieren. Am besten Sie überprüfen regelmäßig, ob Ihr Beitrag noch hoch genug ist – insbesondere nach einem Jobwechsel oder einer Gehaltserhöhung. Mindestens müssen übrigens 60 Euro in den Vertrag eingezahlt werden – somit können auch Geringverdiener riestern. Die Obergrenze der Beiträge beträgt abzüglich der gewährten Zusagen 2.100 Euro.

Rechenbeispiel Familienvater mit einem Kind: So setzt sich der Mindestbeitrag zur Riester-Rente zusammen

 

Vorjahresbruttoeinkommen 40.000 Euro
Davon 4 Prozent 1.600 Euro
Minus Grundzulage  175 Euro
Minus Kinderzulage 300 Euro
Jährlicher Mindestbeitrag 1.125 Euro 

Was kostet die Riester-Rente?

Für den Abschluss der Riester-Rente verlangen die Versicherer Geld. Hinzu kommen Vertriebs- und Verwaltungskosten. Es lohnt sich also, genau zu vergleichen, was die Anbieter genau fordern. Am besten mit professioneller Unterstützung, da die Informationen doch sehr unübersichtlich sind. Sinnvoll ist es auch, von Anfang an den richtigen Anbieter auszuwählen. Denn ein Wechsel ist immer mit neuen Abschlusskosten verbunden.

Wie wird die Riester-Rente ausbezahlt?

Wenn Sie in Rente gehen, fängt in der Regel die Auszahlung an. Frühestens ist dies im Alter von 62 Jahren möglich. Egal welche Form der Riester-Rente Sie haben: Sie erhalten per Gesetz mindestens Ihre eingezahlten Beiträge und die gewährten Zulagen.

Die Auszahlung ist als lebenslange Rente möglich, die voll versteuert werden muss. Allerdings ist der Satz im Alter üblicherweise niedriger als im Berufsleben. Alternativ können Sie sich auch 30 Prozent des Kapitals zu Beginn der Auszahlungsphase einmalig auszahlen lassen.

Die Riester-Rente im Test

Anstatt die Resultate von großen Testinstituten zu veröffentlichen, beschränken wir dieses Kapitel auf unsere eigenen Empfehlungen. Aus unserer Sicht ist es vor allem sinnvoll, eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung abzuschließen. Diese drei Versicherer haben sich in der Vergangenheit als gute Partner erwiesen:

  • Die Continentale
  • Die Alte Leipziger
  • Die LV 1871

Fazit und Hinweise zum Vergleich

Dank staatlichen Zulagen und Förderungen kann die Riester-Rente eine sinnvolle Möglichkeit der Altersvorsorge sein. Allerdings gilt es darauf zu achten, dass man diese auch in voller Höhe ausschöpft und die richtige Anlagestrategie wählt. Vor dem Abschluss ist es außerdem wichtig, die Kosten der Versicherungen genau miteinander zu vergleichen und die Tarifbedingungen zu studieren.

Sonst sind die Gebühren möglicherweise höher als die Rendite und Zulagen. Unsere Spezialisten helfen Ihnen gerne dabei, den besten Anbieter für Ihre Riester-Rente zu finden. Gerne unterstützen wir Sie auch dabei, eine andere private Rentenversicherung oder die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

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