Private Krankenversicherung (PKV)

So lohnt sich die private Krankenversicherung für Sie: Unsere Tipps für Ihren Schutz

Was ist eine private Krankenversicherung?

In Deutschland gibt es die gesetzliche Krankenkasse (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV). Bei der PKV versorgt sich jeder Versicherte mit seinen Beiträgen selbst – hier greift das Prinzip des Kapitaldeckungsverfahrens.

Privatversicherte haben in der Regel Zugriff auf weitere medizinische Leistungen, die Versorgung als Privatpatient kann individualisierter und damit umfassender sein als in der GKV. Folgende Personengruppen können in die private Krankenversicherung eintreten:

  • Arbeitnehmer mit einem Bruttoeinkommen ab 5.212,50 Euro im Monat, respektive 62.550 Euro im Jahr (Versicherungspflichtgrenze 2020).
  • Unabhängig vom Gehalt können sich Selbstständige,
  • Freiberufler,
  • Beamte und Beamtenanwärter sowie
  • Studenten bei der ersten Einschreibung, bei Ende der Familienversicherung oder Ende der Krankenversicherung der Studenten privat versichern lassen.

Bei Angestellten übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Prämie, aber nur maximal bis zum Höchstsatz der gesetzlich Versicherten. Das sind 2020 inklusive Pflegepflichtversicherung 439 Euro. Beamte und Beamtenanwärter haben einen Beihilfeanspruch, der quasi den Arbeitgeberanteil ersetzt. Sie benötigen deshalb nur eine quotierte PKV. Selbständige und Freiberufler tragen ihre Prämie komplett selbst.

Können Familienmitglieder mitversichert werden?

In der privaten Krankenversicherung können auch Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen mitversichert werden. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind sie aber nicht kostenlos mitversichert – jedes Familienmitglied zahlt also eigene Beiträge. Die Prämien für Kinder sind aber vergleichsweise günstig. Familienmitglieder von Beamten haben einen Beihilfeanspruch und der Angestellte erhält in der Regel auch für die PKV der Familienmitglieder einen Arbeitgeberzuschuss.

Was leistet die private Krankenversicherung?

Die Versicherten bestimmen selbst über die Leistungen ihrer privaten Krankenversicherung. Der Basisschutz ist einer gesetzlichen Krankenversicherung ähnlich. Mehr Leistungen bieten Komfort- oder Premiumtarife.

Neben der Grundversorgung zählen je nach Tarif folgende Leistungsmerkmale zur PKV:

  • Ambulante Leistungen: Kostenübernahme von Behandlungen bei Allgemeinärzten, Fachärzten, Psychotherapeuten und Heilpraktikern. Ebenso kommt die PKV für verschreibungspflichtige Medikamente, Hilfs- und Heilmittel auf – insbesondere auch für solche, die außerhalb des Leistungskataloges der GKV liegen.
  • Stationäre Leistungen: Freie Krankenhauswahl. Auf Wunsch sind die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer möglich oder die privatärztliche Behandlung – allgemeiner unter dem Marketingbegriff „Chefarztbehandlungen“ bekannt.
  • Zahnärztliche Leistungen: Kostenübernahme von zahnärztlichen Behandlungen und abhängig vom Tarif für den Zahnersatz. Bei Zahnersatz in der PKV gilt eine prozentuale Absicherung des Rechnungsbetrages, nicht beschränkt auf die Regelversorgung der GKV.
  • Krankentagegeld: Bei längerer Krankheit kann das volle Nettogehalt ohne zeitliche Begrenzung abgesichert werden.
  • Behandlungen im Ausland: Je nach Tarif gilt europa- oder weltweit ein uneingeschränkter Krankenschutz.
  • Kuren: Eine PKV übernimmt die Kosten für ambulante und stationäre Kuren bis zu einer festgelegten Höchstsumme.

Unser Service für Sie

Wer in die private Krankenversicherung wechseln will, hat eine große Auswahl zwischen verschiedenen Tarifen und Leistungen. Die richtige Entscheidung zu treffen ist da nicht leicht. Unsere erfahrenen Spezialisten helfen Ihnen gerne dabei. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme per Telefon (0201 10 22 77-0) oder E-Mail (info@vonbuddenbrock.de).

Dabei geht es uns nicht darum, Sie zu einem Kauf zu animieren. Wir beraten und betreuen Sie, denn schließlich treffen Sie eventuell eine lebenslange Entscheidung.

Persönliche Situation ist entscheidend

Gemäß unserem Spezialisten für Krankenversicherungen Robert Böhrk erklären wir bei unserer umfassenden Beratung in einem ersten Schritt die Unterschiede zwischen der gesetzlichen Krankenkasse und privaten Krankenversicherung so objektiv und einfach wie möglich:

“Nur wenn man etwas wirklich verstanden hat, kann man sich entscheiden und fühlt sich auch langfristig gut mit dieser Wahl.” Ihre persönliche Situation ist dabei entscheidend.

Haben Sie sich für ein Modell entschieden, werten wir gemeinsam mit Ihnen Ihre persönlichen Absicherungswünsche aus. Sie bestimmen, was Sie versichern möchten. Erst am Ende empfehlen wir das maßgeschneiderte Produkt für Sie.

Unsere Beratung für Unternehmen

Wir bieten nicht nur für Privatleute Beratungen an, sondern auch und besonders für Unternehmen. Beispielsweise erstellen wir Konzepte zum betrieblichen Gesundheitsmanagement und der betrieblichen Altersvorsorge. Nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf!

Mehr zu unserem Service für Unternehmen

Was sind die Vor- und Nachteile der privaten Kranken­versicherung?

Vorteile der PKV

  • Individuelle Leistungen: Sie können den Umfang der Leistungen nach Ihren individuellen Bedürfnissen wählen.
  • Garantierte Leistungen: Die Leistungen sind in der PKV vertraglich garantiert. Bei der GKV können hingegen Leistungen reduziert oder gestrichen werden.
  • Schnellere Terminvergabe: Privatpatienten erhalten bei Fachärzten in der Regel schneller Termine.
  • Freie Arztwahl: Versicherte können bei den meisten Tarifen den Arzt selbst wählen – auch Ärzte, die keine Kassenzulassung haben. Die freie Arztwahl gilt auch bei Spezialisten. Ebenfalls profitieren sie von Behandlungsmethoden, die dem neuesten Stand der Wissenschaft entsprechen.
  • Günstige Einstiegstarife: Junge und Gesunde, die in die PKV wechseln, profitieren von günstigen Einstiegstarifen sowie niedrigeren Kosten. Unter Umständen zahlen junge Gutverdiener sogar geringere Beiträge als in der GKV.
  • Kostenreduktion: Je nach Selbstbehalt können die Versicherten ihre Prämien zusätzlich reduzieren. Zudem erstatten viele PKV-Tarife Beiträge zurück, wenn über einen bestimmten Zeitraum keine Leistungen bezogen werden.

Nachteile der PKV:

  • Gesundheitsprüfung: Wer in die PKV will, muss eine Gesundheitsprüfung ausfüllen. Gibt es gesundheitliche Risiken wie Vorerkrankungen, können die Versicherungen höhere Beiträge verlangen, gewisse Leistungen streichen oder den Antragsteller ganz ablehnen.
  • Erhöhung der Beiträge: Die Versicherer können ihre Beiträge aus wirtschaftlichen Gründen regelmäßig erhöhen. Allerdings bildet eine PKV Altersrückstellungen, damit diese Anpassungen im Alter abgefedert werden. Betrachtet man die Entwicklung der GKV, steigen auch dort die monatlichen Beiträge in einem ähnlichen Umfang.
  • Wechsel in die GKV: Oft ist es gar nicht so einfach, zurück in die GKV zu wechseln, wenn Sie sich für die private Krankenversicherung entschieden haben. Ab dem Alter von 55 Jahren ist der Wechsel nur in Ausnahmefällen eine Option.
  • Vorstreckung von Rechnungen: Privatpatienten müssen Arztbehandlungen zunächst selbst bezahlen, bevor sie die Belege bei der Versicherung einreichen können – mit fortschreitender Digitalisierung werden diese Abläufe jedoch immer einfacher.
  • Elternzeit und Mutterschutz: Verdienen Sie in Elternzeit oder in Mutterschutz weniger, müssen Sie dennoch die gleichen Beiträge wie bei vollem Verdienst weiterzahlen. Auch wenn Sie länger als sechs Wochen krank sind, gibt es keine Beitragsbefreiung – teilweise gibt es bereits PKV-Tarife, die kundenfreundlicher gestaltet sind.
  • Keine Familienversicherung: Im Gegensatz zur GKV gibt es bei der PKV keine kostenlose Familienversicherung. Für jedes Familienmitglied muss eine eigene Prämie bezahlt werden.

Für wen lohnt sich die private Krankenversicherung?

Ob sich der Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt, hängt ganz von Ihrer individuellen Situation ab und wie wichtig Ihnen eine optimale medizinische Versorgung ist. Beispielsweise kann er sinnvoll sein, wenn Sie als Angestellter gut verdienen. Nicht selten zahlen Sie eine geringere Prämie als in der gesetzlichen Krankenversicherung und profitieren von besseren medizinischen Leistungen.

Sinnvoll ist der Wechsel meistens für Beamte. Denn durch die Beihilfe-Tarife ist die PKV für sie viel günstiger als die GKV. Der Dienstherr übernimmt zwischen 50 und 80 Prozent der Kosten.

In jungen Jahren ist der Wechsel besonders sinnvoll

Für Selbstständige kann die private Krankenversicherung ebenfalls eine Option sein. Insbesondere wenn sie gut verdienen fallen die Beiträge teilweise sogar günstiger aus als in der PKV.

Von günstigen Einstiegstarifen in der PKV profitieren auch Studenten. Grundsätzlich ist der Wechsel in die PKV für junge Menschen besonders sinnvoll und kostengünstig – am besten bis zum Alter von 35 Jahren. Nach dem 50. Lebensjahr lohnt es sich aus finanzieller Sicht kaum noch, eine private Krankenversicherung abzuschließen.

Familienplanung berücksichtigen

Ist Ihre Familienplanung schon abgeschlossen? Dies ist ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für eine private Krankenversicherung. Denn beim Wechsel müssen Sie sich bewusst sein, dass für jedes Kind eine Prämie anfällt. Unabhängig von der Familienplanung sollten Sie sich auch Gedanken darüber machen, ob Ihr Einkommen langfristig hoch genug ist, um die Beiträge zahlen zu können.

Kann ich die PKV kündigen?

Sind Sie mit den Leistungen der privaten Krankenversicherung nicht zufrieden, ist die Kündigung eine Option. In der Regel ist dies zum Ablauf eines Kalender- oder Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten möglich. Allerdings müssen Sie dabei eine Mindestlaufzeit beachten.

Wechsel zu einer anderen PKV?

Bei der Kündigung ist zum einen der Wechsel in eine andere PKV möglich. Allerdings müssen Sie dabei beachten, dass die Prämien aufgrund Ihres gestiegenen Alters oft höher ausfallen und eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich wird.

Wechsel in die GKV?

Die andere Option ist der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung. Dies geht aber nur unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen. So muss bei Angestellten das Gehalt für einen nicht absehbaren Zeitraum unter der Versicherungspflichtgrenze liegen.

Selbstständige können in der Regel nur wechseln, wenn sie ein Angestelltenverhältnis eingehen und aufgrund des Gehaltes versicherungspflichtig werden. Sind Sie älter als 55, ist der Wechsel meistens gar nicht mehr möglich.

Was kostet eine private Krankenversicherung?

Es ist schwierig pauschal zu sagen, wie viel eine private Krankenversicherung kostet. Grundsätzlich sind die Beiträge von folgenden Faktoren abhängig:

  • versicherte Leistungen
  • Alter
  • Gesundheitszustand
  • Beruf

So reduzieren Sie Ihre Kosten

Je höher der Selbstbehalt ist, desto günstiger fällt Ihre Prämie aus. Weiter lassen sich die Kosten durch Beitragsrückerstattungen reduzieren, wenn Sie über einen gewissen Zeitraum keine medizinische Leistungen bezogen haben. Auch sind die Beiträge zum größten Teil von der Steuer absetzbar.

Rechenbeispiele: So viel könnte die PKV kosten

Die Beiträge der privaten Krankenversicherung können für den Premienschutz folgendermaßen aussehen, wie diese unverbindlichen Beispiele zeigen:

  • Ein 43-jähriger Beamter zahlt für einen Topschutz ohne Selbstbehalt pro Monat rund 330 Euro*.
  • Ein 43-jähriger Angestellter zahlt für den Premiumschutz rund 350 Euro* pro Monat.
  • Der Premiumschutz kosten einen 43-jährigen Selbstständigen rund 700 Euro pro Monat.

Zum Vergleich: Der Beitrag für den Angestellten in der gesetzlichen Krankenversicherung liegt bei rund 439 EUR* und für den oben genannten Selbständigen bei rund 878 EUR monatlich.

* Inklusive Pflegepflicht– und Krankentagegeldversicherung. Die Arbeitgeberanteile respektive Beihilfe sind bei diesen Zahlen schon abgezogen.

Wie schneiden private Krankenversicherungen bei aktuellen Tests ab?

Auf aktuelle Resultate von Testinstituten haben wir in diesem Beitrag bewusst verzichtet, da private Krankenversicherungen ein sehr individuelles Produkt sind. Unser Spezialist für Krankenversicherung Robert Böhrk gibt aber fünf Tarife an, die er für einen Angestellten (35) besonders empfehlen kann. Inbegriffen sind auch Pflege- und ein Krankentagegeld von 135 Euro ab dem 43. Tag. Der jährliche Selbstbehalt beträgt 400 bis 600 Euro.

Anbieter Tarif Beitrag p. M.
ARAG MedExtra 530 €
Hallesche NK.2 610 €
UKV/BKK Varioxxx 644 €
Inter QualiMed Exklusiv 677 €
Süddeutsche Am1x 727 €

Fazit: Was gilt es, beim Vergleich von privaten Kranken­versicherungen zu beachten?

Im PKV-Verband sind rund 40 Versicherungen Mitglied. Doch es gilt nicht nur die richtige Versicherung auszuwählen, sondern auch die Tarife und Leistungen miteinander zu vergleichen. Wir unterstützen Sie gerne beim Vergleich der privaten Krankenversicherungen, damit Sie am Ende auch mit Ihrer Lösung rundum zufrieden und vor allem langfristig gut abgesichert sind. Schließlich begleitet Sie die private Krankenversicherung meistens fürs ganze Leben.

Sie entscheiden, welche Leistungen Ihnen wichtig sind. Nicht immer ist das günstigste Angebot auch das beste. Fachleute nehmen bei der Versicherungswahl folgende Aspekte unter die Lupe:

  • Unternehmen: Wie ist die finanzielle Stärke der privaten Krankenversicherung? Sind stabile Beiträge zu erwarten und wie hoch sind die Kosten der Verwaltung?
  • Leistungen: Wie hoch ist der Beitrag? Wie sind der Leistungsumfang und die Vertragsbedingungen? Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis?
  • Tarifbedingungen: Wie transparent und verständlich sind die Versicherungsbedingungen, worauf muss geachtet werden?

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