Berufs­unfähigkeits­versicherung für Anwälte

Das Wichtigste in Kürze

Berufs­unfähigkeits­versicherung für Anwälte

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Ist eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Anwälte sinnvoll?

Egal ob angestellt, selbstständig oder verbeamtet: Für Anwälte ist es sinnvoll, ihr Arbeitseinkommen zusätzlich durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern. So können sie die finanzielle Lücke zur staatlichen Absicherung oder der Absicherung der Versorgungswerke schließen. Denn auch bei Tätigkeiten, die vorwiegend am Schreibtisch ausgeübt werden, kann eine Berufsunfähigkeit eintreten: Gerade der Beruf des Anwalts bringt viel Verantwortung mit sich und psychische Erkrankungen wie Burnout gehören zu den häufigsten Ursachen einer Berufsunfähigkeit.

Reicht die gesetzliche Absicherung im Falle einer Berufs­unfähigkeit aus?

Die Absicherung von Anwälten kann unterschiedlich ausfallen. Abhängig davon, ob sie angestellt, selbstständig oder verbeamtet sind. In der Regel reichen die Absicherungen der gesetzlichen Rentenversicherung oder des Versorgungswerks jedoch nicht aus oder greifen erst ab einer Berufsunfähigkeit von 100 Prozent.

zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein und haben somit einen Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente. Diese zahlt der Staat jedoch erst ab einem Berufsunfähigkeitsgrad von 100 Prozent, also einer Arbeitsfähigkeit von unter drei Stunden am Tag, voll aus. Dabei spielen die Qualifikationen des Betroffenen keine Rolle. Zudem liegt die durchschnittliche Höhe der Erwerbsminderungsrente gerade einmal bei rund 700 Euro.

sind durch die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert. Es sei denn, es bestehen Ansprüche aus einer vorherigen rentenversicherungspflichtigen Tätigkeit. Sie haben allerdings die Pflicht, sich über das für sie zuständige Versorgungswerk abzusichern. Diese Absicherung ist jedoch ebenfalls gering und greift erst bei einer vollständigen Berufsunfähigkeit.

also Staatsanwälte, sind in der Regel besser abgesichert. Im Falle einer Dienstunfähigkeit erhalten sie ein sogenanntes Ruhegehalt. Da sich dieses jedoch nach der Dienstzeit berechnet, kann dies vor allem für Beamte auf Probe und auf Widerruf sehr gering ausfallen oder unter Umständen gar nicht weiter ausgezahlt werden.

Welche Leistungen bietet eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für Anwälte?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert durch eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente den Lebensunterhalt ab. Es genügt, wenn eine Berufsunfähigkeit von 50 Prozent vorliegt. Kann ein Anwalt also nur noch weniger als die Hälfte der Zeit in seinem Beruf tätig sein und wird dies von einem Arzt festgestellt, springt die Berufsunfähigkeitsversicherung ein. Er kann die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente durch die Höhe der monatlichen Beiträge bis zu einem bestimmten Grad selbst wählen.

Besonderheiten bei selbstständigen Anwälten: Versorgungs­werk und Umorganisationsklausel

Selbstständige Anwälte sind in dem für Sie zuständigen berufsständischen Versorgungswerk pflichtversichert. Dadurch sind sie zwar vorteilhafter abgesichert als durch die staatliche Erwerbsminderungsrente. Dennoch greift die Absicherung erst ab einer 100-prozentigen Berufsunfähigkeit. Das heißt in der Regel, wenn eine anwaltliche Tätigkeit nicht mehr möglich ist und die Zulassung zurückgegeben wurde. Das kann es jedoch problematisch werden, wenn die Berufsunfähigkeit nicht dauerhaft besteht und sie eine Wiedererteilung der anwaltlichen Zulassung beantragen müssen.

Zudem sollten Anwälte Tarife der Berufsunfähigkeitsversicherung vermeiden, die eine Umorganisationsklausel enthalten. Eine solche Klausel ermöglicht es dem Versicherer, die Rentenzahlung zu vermeiden. Nämlich, wenn die Kanzlei so umorganisiert werden kann, dass für sie ein dortiges Arbeiten weiterhin möglich ist. Die einzige Einschränkung wäre in diesem Fall, dass die Einkünfte der Kanzlei um nicht mehr als 20 Prozent zurückgehen dürfen.

Kosten einer Berufs­unfähigkeits­versicherung für Anwälte

Einen Einfluss auf die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben unter anderem: das Alter, mögliche Vorerkrankungen, der ausgeübte Beruf, mögliche gefährliche Hobbys und die Höhe der späteren Rente. Versicherte können maximal bis zu 80 Prozent des Nettoeinkommens absichern. Anwälte profitieren bei den Versicherern in der Regel von günstigen Tarifen, da ihr ausgeübter Beruf von den Anbietern der Berufsunfähigkeitsversicherung als weniger risikoreich eingestuft wird.

Beispielrechnung:

  • gewünschte BU-Rente: 2.500 Euro monatlich
  • Alter: 40 Jahre
  • Renteneintrittsalter: 67 Jahre
  • Beruf: Rechtsanwalt
  • 80 Prozent Büroarbeit, 20 Prozent Reisetätigkeit
  • keine risikoreichen Hobbys
  • keine Vorerkrankungen
  • Nichtraucher

Versicherer

Monatsbeitrag

Basler

107,80 Euro

Alte Leipziger

122,82 Euro

HDI

127,36 Euro

Swiss Life

 

Diese Beispielrechnung kann Ihnen als erste Orientierung dienen. Für eine unverbindliche Anfrage, was eine Berufsunfähigkeitsversicherung individuell für Sie kosten würde, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Unsere Experten auf dem Gebiet der Berufsunfähigkeitsversicherung beraten Sie gerne, um den für Sie optimalen Tarif zu finden.

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Basler

Alte Leipziger

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Berufs­unfähigkeits­versicherungen im Vergleich: Darauf sollten Anwälte achten

  • Durch eine lange Ausbildung in Form eines Studiums sind Anwälte hoch spezialisiert. Deswegen sollten sie ihr Einkommen durch eine ausreichend hohe BU-Rente absichern.
  • Es lohnt sich, bereits während des Studiums eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Sie können Ihren angestrebten Beruf bereits mitversichern. Zudem fällt die staatliche Erwerbsminderungsrente in den ersten Berufsjahren besonders gering aus.
  • Hat sich das Nettoeinkommen erhöht, dann können sie durch die Nachversicherungsgarantie die Absicherung durch die Berufsunfähigkeitsversicherung ebenfalls erhöhen.

Mit unserer Beratung zur passenden Berufs­unfähigkeits­versicherung

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Achim Wehrmann