Stephan Seidenfad
Geschäftsführung und bAV-Experte

Die beste betriebliche Altersvorsorge 2026

Die beste bAV ist die, die zu Ihrer Belegschaft passt, nicht die mit der besten Testnote. Erst Altlasten analysieren. Dann neu bauen.

4,89 / 5 · Sehr gut · 1.082 Bewertungen auf ProvenExpert

Persönlich, vernetzt, auf Augenhöhe. Kein Callcenter. Kein Vertreterwechsel. Sondern ein fester Ansprechpartner, der Ihre Situation kennt, heute und in zehn Jahren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die eine beste bAV gibt es nicht: Welche Lösung passt, hängt von Belegschaft, Unternehmensgröße, bestehenden Verträgen und Ihren Zielen als Arbeitgeber ab.
  • Vergleichbare Tarifratings gibt es vor allem für die Direkt­versicherung: Das IVFP hat 2026 insgesamt 76 Tarife von 34 Anbietern untersucht, 29 davon erhielten die Bestnote „exzellent“.
  • Die ServiceValue-Studie 2026 ist kein Produkttest, sondern ein Kundenurteil zur Fairness von bAV-Versicherern, erhoben in Kooperation mit FOCUS MONEY.
  • Allianz, LV 1871, LVM und Württembergische erhalten 2026 in beiden Untersuchungen die jeweilige Bestnote. Über die Passung zu Ihrem Unternehmen sagt das nichts aus.
  • Für Arbeitgeber zählt neben der Testnote der Pflichtzuschuss von 15 % bei Entgeltumwandlung in Direkt­versicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds, dazu Haftung, Verwaltung und die Kommunikation an die Belegschaft.

Viele Bestnoten, keine beste bAV für alle

Die eine beste betriebliche Altersvorsorge gibt es nicht. Es gibt die passende für Ihr Unternehmen. Allein im Rating 2026 des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) tragen 29 Direkt­versicherungstarife die Bestnote „exzellent“ (Quelle: IVFP bAV-Direkt­versicherungsrating 2026). Für Sie als Arbeitgeber zählt deshalb, was zu Belegschaft, Größe und Bestand passt. Diese Seite fasst die Testergebnisse 2026 neutral zusammen und zeigt, was sie nicht messen. Auf Wunsch begleiten wir Sie von der Bestandsanalyse bis zur Umsetzung.

1.000+ Firmenkunden beraten · 55.000 Mitarbeiter im größten Kundenunternehmen · Ø 80 Mitarbeiter je Kundenunternehmen · seit 2002 Finanzen, Recht und Steuern aus einer Hand


Neu in 2026

  • ServiceValue hat am 30.07.2026 das Kundenurteil zur Fairness von bAV-Versicherern 2026 vorgelegt, neu mit „sehr gut“ bewertet sind LV 1871 und Swiss Life. → Mehr dazu im Abschnitt „ServiceValue 2026“
  • Für Beiträge nach § 3 Nr. 63 EStG gilt ein Deckel von rund 8.000 Euro im Jahr (2026 genau 8.112 Euro). → Mehr dazu im Abschnitt „Worauf achten Arbeitgeber?“

Welche bAV ist die beste? Die, die zu Ihrem Unternehmen passt

Welche betriebliche Altersversorgung (bAV) die beste ist, entscheidet sich an Ihrer Belegschaft, Ihrer Unternehmensgröße und Ihren bestehenden Verträgen. Selbst das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) vergibt 2026 die Bestnote „exzellent“ an 29 von 76 untersuchten Direkt­versicherungstarifen (Quelle: IVFP bAV-Direkt­versicherungsrating 2026). Für Sie als Arbeitgeber zählt deshalb nicht der Testsieger, sondern die Lösung, die zu Belegschaft und Bestand passt.

Eine bAV, die in einem Betrieb mit 30 Mitarbeitern gut funktioniert, kann in einem tarifgebundenen Konzern die falsche sein. Branche, Altersstruktur, Gehaltsniveau und Ziele des Arbeitgebers verändern die Rahmenbedingungen deutlich. Es gibt nicht den einen Durchführungsweg, also die rechtliche Form, über die die Versorgung läuft, der für alle Beschäftigten funktioniert. Und es gibt nicht das eine Anlageprodukt, das jeder Belegschaft die besten Chancen eröffnet.

Unser Weg: erst der Bestand, dann der Markt

Deshalb arbeiten wir in einer festen Reihenfolge: Erst Altlasten analysieren. Dann neu bauen. Bestehende Verträge, Zusagen und Versorgungsordnungen kommen zuerst auf den Tisch, erst danach wählen wir aus dem gesamten Markt neu aus. von Buddenbrock ist Versicherungsexperte für bAV, bKV und Geschäftsführerversorgung mit Sitz in Essen. Wir beraten Unternehmen vom kleinen Betrieb bis zum Konzern und sind dabei nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden.

Testergebnisse unabhängiger Institute zeigen, welche Tarife und Versicherer in ihrer Kategorie vorn liegen. Ob einer davon zu Ihrem Unternehmen passt, beantworten sie nicht. Dafür braucht es den Blick auf Ihre Belegschaft, Ihre Ziele und die Verträge, die Sie heute schon haben.

Welche bAV passt zu Ihrem Unternehmen?

Die Antwort steht in keiner Rangliste, sondern in Ihren Unterlagen. Im bAV-Gespräch analysieren wir zuerst, was in Ihrem Unternehmen schon besteht. Dann wählen wir aus dem gesamten Markt, was zu Belegschaft und Zielen passt.

Foto von Stephan Seidenfad
Geschäftsführung und bAV-Experte

Kostenfrei · Unverbindlich · Mit Stephan Seidenfad oder seinem Team


Gibt es einen Test für die bAV? Vergleichbar ist vor allem die Direkt­versicherung

Vergleichbare Tarifratings unabhängiger Institute gibt es in der bAV vor allem für die Direkt­versicherung. Bei ihr schließt der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter eine Lebens- oder Renten­versicherung ab, und die Lebens­versicherer bieten sehr ähnliche Leistungen an. Deshalb lassen sich die Tarife nach einheitlichen Kriterien nebeneinanderlegen.

Die bAV kennt insgesamt fünf Durchführungswege: Direkt­versicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungs­kasse und Direktzusage. Bei Unterstützungs­kasse und Direktzusage richtet sich die Gestaltung stark nach dem einzelnen Unternehmen, oft mit eigener Versorgungsordnung und individuellen Leistungsplänen. Ein Tarifvergleich wie bei der Direkt­versicherung ist dort kaum möglich.

Drei Untersuchungen, drei Blickwinkel

Drei Untersuchungen des Jahres 2026 messen jeweils etwas anderes. Die Übersicht zeigt, wer was untersucht:

UntersuchungWas gemessen wirdDatenbasisBlickwinkel
IVFP bAV-Direkt­versicherungsrating 2026Qualität von Direkt­versicherungstarifen in 5 KategorienÖffentlich zugängliche TarifunterlagenVerbraucher, also die Arbeitnehmer
ServiceValue Kundenurteil Fairness 2026Wie fair Kunden ihren bAV-Versicherer erlebenOnline-Befragung von KundenKunden
DISQ Bester Arbeitgeber-Service bAV 2026Service der Anbieter für ArbeitgeberSelbstauskunft der AnbieterArbeitgeber

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat 2026 den Service für Arbeitgeber untersucht. Von 44 angeschriebenen Anbietern lieferten zwölf die nötigen Angaben, bewertet wurde per Selbstauskunft in den Bereichen Beratung, Verwaltung, Verträge, Service und Produkte. Vorn liegen WWK, ERGO und Stuttgarter (Quelle: DISQ).

Keine dieser Untersuchungen prüft, ob ein Tarif zu Ihrer Belegschaft passt, wie Ihre bestehenden Verträge abschneiden oder welcher Durchführungsweg für Ihr Unternehmen der richtige ist. Testergebnisse sind deshalb ein guter Ausgangspunkt, aber keine fertige Antwort auf die Frage nach der besten bAV.

Jede dieser Untersuchungen beantwortet eine andere Frage. Welche davon für Ihre Entscheidung zählt, hängt davon ab, was Sie mit Ihrer bAV erreichen wollen. Genau damit beginnt jedes bAV-Gespräch bei uns: mit Ihren Zielen, nicht mit einer Rangliste.

Experten-Tipp:
Eine Bestnote beantwortet nicht Ihre Frage

„Ein Rating zeigt Ihnen, welcher Tarif in seiner Kategorie vorn liegt. Welcher zu Ihrem Unternehmen passt, zeigt es nicht. Das IVFP bewertet aus Sicht der Mitarbeiter. Ihre Altverträge und Ihre konkrete Haftungssituation misst kein Test. Mein Rat: Legen Sie zuerst fest, was Ihre bAV leisten soll. Danach nutzen Sie die Ratings als Vorauswahl, nicht als Entscheidung.“

Foto von Stephan Seidenfad
Geschäftsführung und bAV-Experte

Wie bewertet das IVFP Direkt­versicherungen?

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) bewertet Direkt­versicherungstarife aus Sicht der Verbraucher, also der Arbeitnehmer, die später die Leistung erhalten. Im bAV-Direkt­versicherungsrating 2026 hat das IVFP 76 Tarife von 34 Anbietern auf bis zu 90 Kriterien untersucht und die Ergebnisse am 21.07.2026 veröffentlicht (Quelle: IVFP).

Grundlage sind die Prioritäten, die das IVFP per Marktforschung bei Verbrauchern ermittelt hat: Sicherheit des Anbieters, Rendite, Flexibilität und Transparenz. Daraus ergibt sich die Gewichtung der Gesamtnote: Unternehmensqualität 25 Prozent, Rendite 40 Prozent, Flexibilität 25 Prozent, Transparenz und Service zehn Prozent. Bewertet wird auf Basis öffentlich zugänglicher Daten der Anbieter (Quelle: IVFP Infopapier bAV-Rating 2026).

Für Arbeitgeber heißt das: Das Rating zeigt, wie stark ein Tarif aus Sicht des Mitarbeiters ist. Beratung, Haftung, Service und Verwaltung aus Arbeitgebersicht bewertet das IVFP in einem gesonderten Kompetenzrating (Quelle: IVFP Informationen zum Ratingverfahren bAV-Kompetenz 2026).

Die fünf Kategorien des IVFP

Das IVFP teilt die Tarife in fünf Kategorien ein, laut Infopapier alle als beitragsorientierte Leistungszusage. Die Kategorien unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Garantie ein Tarif bietet und wie viel vom Beitrag am Kapitalmarkt arbeitet:

  • Klassik
  • Klassik Plus
  • Indexpolicen
  • Comfort
  • Fondsgebunden mit Garantie

Welche Kategorie für eine Belegschaft in Frage kommt, hängt von Laufzeit und Risikobereitschaft ab. Die wichtigsten Begriffe dahinter sind schnell erklärt.

Was bedeutet beitragsorientierte Leistungszusage?

Bei der beitragsorientierten Leistungszusage verpflichtet sich der Arbeitgeber, bestimmte Beiträge in eine Anwartschaft auf Versorgung umzuwandeln, also in einen Anspruch auf eine spätere Leistung (Quelle: § 1 Abs. 2 Nr. 1 BetrAVG). Die garantierte Leistung leitet sich aus diesen Beiträgen ab und steht von Beginn an fest, die Überschüsse des Versicherers kommen hinzu. Wie hoch die Rente am Ende ausfällt, hängt bei fondsgebundenen und Comfort-Tarifen auch von der Kapitalanlage ab.

Was unterscheidet die Beitragszusage mit Mindestleistung?

Bei der Beitragszusage mit Mindestleistung trägt der Arbeitnehmer einen größeren Teil des Anlagerisikos. Garantiert ist zum Rentenbeginn mindestens die Summe der zugesagten Beiträge, abzüglich der Anteile, die für den Risikoschutz verbraucht wurden (§ 1 Abs. 2 Nr. 2 Betriebsrentengesetz). Die genaue Leistung steht erst im Versorgungsfall fest. Im IVFP-Rating 2026 spielt diese Zusageart keine Rolle, weil alle Kategorien auf der beitragsorientierten Leistungszusage beruhen.

Was steckt hinter der Kategorie Indexpolicen?

Gemeint sind indexgebundene Renten­versicherungen. Die Beiträge fließen in das Sicherungsvermögen des Versicherers, also den besonders geschützten Teil seiner Kapitalanlage, der die Garantien deckt. Die Überschüsse nutzt der Versicherer, um den Kunden an der Entwicklung eines Aktienindex zu beteiligen, meist mit einer Obergrenze oder einer Beteiligungsquote. Wie hoch die Garantie auf die Beiträge ausfällt, hängt vom Tarif ab.

Was sind Comfort-Tarife?

Comfort-Tarife sind laut IVFP Tarife, bei denen ein Anlagekonzept gewählt wird, dessen komplettes Management der Versicherer übernimmt. Der Mitarbeiter muss also keine einzelnen Fonds auswählen. Wie hoch die Garantie ausfällt, hängt vom Tarif ab. Ziel ist eine höhere Renditechance als bei rein klassischer Anlage. In der bAV machen Comfort-Tarife laut IVFP über 25 Prozent der angebotenen Tarife aus (Quelle: IVFP Pressemitteilung bAV-Direkt­versicherungsrating 2026).

Experten-Tipp:
Viel Garantie ist nicht automatisch viel Sicherheit

„Garantien fühlen sich sicher an. Sie kosten aber Rendite, denn jeder Euro im Sicherungsvermögen arbeitet nicht am Kapitalmarkt. Für eine junge Belegschaft mit langer Laufzeit ist eine hohe Investmentquote oft die bessere Sicherheit. Wer kurz vor der Rente steht, braucht dagegen Stabilität. Mein Rat: Wählen Sie die Kategorie nach Laufzeit und Altersstruktur Ihrer Belegschaft, nicht nach Bauchgefühl.“

Foto von Stephan Seidenfad
Geschäftsführung und bAV-Experte

Welche Direkt­versicherung ist die beste? Die Testergebnisse 2026

Die eine beste Direkt­versicherung gibt es auch im Test nicht: Das IVFP bewertet alle Tarife gegen dieselbe Benchmark und ordnet sie nur zur Übersicht fünf Kategorien zu. 2026 erhielten 29 Tarife die Bestnote „exzellent“ (Quelle: IVFP bAV-Direkt­versicherungsrating 2026). In den Kategorien Klassik Plus, Indexpolicen, Comfort und Fondsgebunden mit Garantie zeigt die Übersicht die Tarife mit „exzellent“. In der Kategorie Klassik erreichte 2026 kein Tarif „exzellent“, dort stehen die beiden Tarife mit der Note „sehr gut“.

Übersicht: Direkt­versicherungen im Test 2026

KategorieAnbieterTarifGesamtnote IVFP 2026
KlassikHannoverscheBausteinrenteSehr gut
KlassikLV 1871Direkt­versicherungSehr gut
Klassik PlusMetallRente (Führung: Allianz)Metall Direkt­versicherung PROFILExzellent
Klassik Plusneue lebenAktivplan Klassik DirektExzellent
Klassik PlusWürttembergischeDirekt­versicherung Genius Vorsorge (Klassik)Exzellent
IndexpolicenAllianzDirekt­versicherung IndexSelectExzellent
IndexpolicenERGOERGO Betriebs-Rente Index BoLzExzellent
Indexpolicenneue lebenPlanX Direkt BoLzExzellent
IndexpolicenNÜRNBERGERBetriebliche DAX-RenteExzellent
ComfortAllianzDirekt­versicherung KomfortDynamikExzellent
ComfortAXARelax bAVRente Comfort PlusExzellent
ComfortBayern-VersicherungFirmenRente WachstumGarant BoLzExzellent
ComfortERGOERGO Betriebs-Rente Dynamik ComfortExzellent
ComfortHDIHDI SafeInvest für Unterstützungs­kassenExzellent
ComfortHDISafeInvest Direkt­versicherungExzellent
ComfortLVMLVM-Direkt­versicherung FutureNowExzellent
ComfortMetallRente (Führung: Allianz)Metall Direkt­versicherung CHANCE 90Exzellent
ComfortMetallRente (Führung: Allianz)Metall Direkt­versicherung CHANCE 80Exzellent
ComfortStuttgarterDirektRente comfort+Exzellent
ComfortStuttgarterDirektRente comfort+ mit ZweiZukünfteExzellent
ComfortWürttembergischeDirekt­versicherung bAVKomfortExzellent
Fondsgebunden mit GarantieAllianzDirekt­versicherung InvestFlexExzellent
Fondsgebunden mit GarantieAlte LeipzigerALfonds bAVExzellent
Fondsgebunden mit GarantieAXARelax bAVRente ChanceExzellent
Fondsgebunden mit GarantieContinentaleRente Invest Garant, Direkt­versicherungExzellent
Fondsgebunden mit GarantieERGOERGO Betriebs-Rente DynamikExzellent
Fondsgebunden mit GarantieLV 1871MeinPlanExzellent
Fondsgebunden mit GarantieSIGNAL IDUNASI Global Garant Invest (SIGGI), Betriebliche RenteExzellent
Fondsgebunden mit GarantieStuttgarterDirektRente performance+Exzellent
Fondsgebunden mit GarantieStuttgarterDirektRente performance+ mit ZweiZukünfteExzellent
Fondsgebunden mit GarantieWürttembergischeDirekt­versicherung Genius VorsorgeExzellent

So lesen Sie die Ergebnisse

In mehreren Kategorien mit „exzellent“ vertreten sind 2026 unter anderem Allianz, ERGO, Stuttgarter und Württembergische. Neu in der Liste stehen gegenüber 2025 unter anderem Allianz IndexSelect, Bayern-Versicherung FirmenRente WachstumGarant BoLz und SIGNAL IDUNA SIGGI (Quelle: IVFP bAV-Direkt­versicherungsrating 2025). Die Württembergische Direkt­versicherung IndexClever erhielt 2026 die Note „sehr gut“ und steht deshalb nicht mehr in der Übersicht.

Ein Tarif der Liste ist nach seinem Namen für die Unterstützungs­kasse gedacht: HDI SafeInvest für Unterstützungs­kassen. Die Unterstützungs­kasse ist eine eigenständige Versorgungseinrichtung, über die der Arbeitgeber die Versorgung durchführt. Das IVFP führt ihn trotzdem in seinem Direkt­versicherungsrating, und zwar in der Kategorie Comfort.

Mit 29 Tarifen in der Bestnote steht Arbeitgebern eine große Auswahl offen. Welcher dieser Tarife zu Ihrer Belegschaft passt und ob Ihre bestehenden Verträge mithalten können, zeigt erst der Abgleich mit Ihrem Unternehmen.

29 Bestnoten. Welche Direkt­versicherung passt zu Ihnen?

Eine Testnote zeigt, wie stark ein Tarif aus Sicht der Mitarbeiter ist. Ob er zu Ihrer Belegschaft passt und ob Ihre bestehenden Verträge mithalten, zeigt erst der Abgleich. Den übernehmen wir im bAV-Gespräch, mit Blick auf den gesamten Markt.

Foto von Stephan Seidenfad
Geschäftsführung und bAV-Experte

Kostenfrei · Unverbindlich · Mit Stephan Seidenfad oder seinem Team


Wie fair erleben Kunden ihren bAV-Versicherer? ServiceValue 2026

Die ServiceValue-Studie ist kein Produkttest, sondern ein Kundenurteil. ServiceValue befragt jedes Jahr in Kooperation mit FOCUS MONEY Kunden, wie fair sie ihren bAV-Versicherer erleben. Die Ausgabe 2026 trägt den Titel „Kundenurteil: Fairness von betrieblichen Altersvorsorgern 2026“ und wurde am 30.07.2026 veröffentlicht (Quelle: ServiceValue).

Für die Studie wurden im Juni 2026 online 2.656 Kunden befragt, die 3.242 Urteile zu 33 Versicherern abgegeben haben (Quelle: ServiceValue Studienflyer 2026). Bewertet wurde die Fairness in fünf Kategorien:

  • Faire Produktleistung
  • Faire Kundenberatung
  • Fairer Kundenservice
  • Faire Kundenkommunikation
  • Faires Preis-Leistungs-Verhältnis

Die Gesamtnote beruht laut FOCUS MONEY zu gleichen Teilen auf den fünf Kategorien, in die insgesamt 18 Service- und Leistungsmerkmale eingehen (Quelle: FOCUS MONEY 32/2026). Anders als das IVFP-Rating erfasst die Studie damit den Versicherer als Ganzes, nicht einzelne Direkt­versicherungstarife.

Die Versicherer mit „sehr gut“ 2026

Die Gesamtbewertung „sehr gut“ erhielten 2026 unter anderem diese bAV-Versicherer:

  • Allianz
  • Generali
  • LV 1871
  • LVM Versicherung
  • Provinzial
  • R+V
  • SV SparkassenVersicherung
  • Swiss Life
  • Württembergische
  • WWK

Gegenüber 2025 neu mit „sehr gut“ bewertet sind LV 1871 und Swiss Life. Alte Leipziger, Canada Life und ERGO erhielten 2026 die Note „gut“.

Über beide Untersuchungen hinweg erhalten 2026 Allianz, LV 1871, LVM und Württembergische jeweils die Bestnote: „exzellent“ beim IVFP für mindestens einen Tarif und „sehr gut“ bei ServiceValue. Weil beide Untersuchungen Verschiedenes messen, sagt diese Überschneidung nichts über die Passung zu Ihrem Unternehmen aus.

Testnoten und Kundenurteile zeigen, wer in seiner Kategorie vorn liegt. Für Ihre Entscheidung als Arbeitgeber kommen weitere Fragen dazu: Zuschuss, Haftung, Verwaltung. Was davon in Ihrem Unternehmen offen ist, lässt sich nur am konkreten Bestand klären.

Experten-Tipp:
Der neue Testsieger löst Ihre alten Verträge nicht

„Ein Tarif mit Bestnote ist schnell abgeschlossen. Ihre bestehenden Zusagen, Einzelverträge und Versorgungsordnungen laufen trotzdem weiter, mit allen Pflichten daraus. Kommt einfach ein weiterer Anbieter dazu, wächst vor allem der Verwaltungsaufwand. Deshalb gilt bei uns: Erst Altlasten analysieren. Dann neu bauen. Prüfen Sie, welche Altverträge mithalten, und bündeln Sie Neuabschlüsse möglichst in einem Rahmenvertrag.“

Foto von Stephan Seidenfad
Geschäftsführung und bAV-Experte

Worauf achten Arbeitgeber bei der Wahl der bAV?

Arbeitgeber wählen die passende bAV nach Belegschaft, Zielen und Bestand, die Testnote ist dabei nur ein Kriterium unter mehreren. Die Gestaltung der bAV für Arbeitgeber folgt individuellen Parametern, von der Altersstruktur über den Zuschuss bis zur Haftung. Wer diese Punkte vorab klärt, wählt den Anbieter mit klaren Anforderungen statt nach Rangliste.

Altersstruktur der Belegschaft

Eine Belegschaft mit hohem Durchschnittsalter braucht eine andere Lösung als ein junges, wachsendes Unternehmen. Wer nur noch wenige Jahre bis zur Rente hat, kann Kursschwankungen kaum noch ausgleichen, für Berufseinsteiger zählt eher die Renditechance über eine lange Laufzeit. Daraus folgt, welche IVFP-Kategorie in Frage kommt, von Klassik bis Fondsgebunden mit Garantie.

Arbeitgeberzuschuss und Kombinationen

Bei Entgeltumwandlung, also wenn Mitarbeiter einen Teil ihres Bruttogehalts in die bAV einzahlen, ist bei Direkt­versicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds der Arbeitgeberzuschuss Pflicht. Der Arbeitgeber muss 15 Prozent des umgewandelten Betrags zusätzlich in die Versorgung weiterleiten, soweit er Sozial­versicherungsbeiträge einspart (Quelle: § 1a Abs. 1a BetrAVG). Das ist die gesetzliche Mindestgrenze, kein Zielwert.

Eine Förderung über dem gesetzlichen Mindeststandard schafft ein echtes Bindungsmoment. Wandelt ein Mitarbeiter zum Beispiel 100 Euro um, kann der Arbeitgeber statt der gesetzlichen 15 Euro einen höheren Festbetrag von 25 bis 100 Euro dazugeben. Der Pflichtzuschuss ist darin enthalten. Eine weitere Möglichkeit ist der Sockelbeitrag: ein arbeitgeberfinanzierter Grundbeitrag, den Mitarbeiter auch ohne eigene Umwandlung erhalten und der vor allem Geringverdienern zugutekommt.

Beiträge in Direkt­versicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds fließen nach dem Einkommensteuergesetz bis rund 8.000 Euro im Jahr (2026 genau 8.112 Euro) vor der Lohnsteuer in die Versorgung. Versteuert wird nachgelagert in der Auszahlung (Quelle: § 3 Nr. 63 EStG). Frei von Sozialabgaben sind davon bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Renten­versicherung, 2026 also 4.056 Euro im Jahr (Quelle: § 1 Abs. 1 Nr. 9 SvEV).

Klare Ziele für die bAV

Eine klare Zielsetzung ist die Grundlage jeder Anbieterwahl. Will ein Arbeitgeber Fachkräfte gewinnen und binden, braucht er eine bAV, die bei den Mitarbeitern ankommt. Sie schafft neben der gesetzlichen Rente ein spürbares Plus an Sicherheit. Geht es vor allem darum, bestehende Zusagen zu ordnen, rücken Kriterien wie Verwaltung und Haftung nach vorn.

Treue belohnen

Ein Loyalitätsbonus belohnt Mitarbeiter, die dem Unternehmen lange treu bleiben, etwa durch einen höheren Arbeitgeberbeitrag nach einer bestimmten Betriebszugehörigkeit. Der Arbeitgeber kann ihn mit der Gehaltsentwicklung koppeln. So wird die bAV zum Bindungsinstrument, das mit jedem Jahr im Betrieb an Wert gewinnt.

Gehaltserhöhung und bAV kombinieren

Ein Teil einer Gehaltserhöhung kann statt als Bruttolohn als Arbeitgeberbeitrag in die bAV fließen. Bis zu den Grenzen nach § 3 Nr. 63 EStG und der Sozial­versicherungsentgeltverordnung geht dieser Betrag vor Steuer und Sozialabgaben in die Versorgung. Vom Bruttolohn kommt dagegen nur ein Teil netto an. Wie groß der Unterschied ist, hängt von Steuerklasse, Einkommen und Krankenkasse ab.

Haftung und Rechnungsgrundlagen

Der Arbeitgeber steht für die zugesagte Leistung auch dann ein, wenn ein Versicherer oder eine Versorgungseinrichtung die bAV durchführt (Quelle: § 1 Abs. 1 BetrAVG). Deshalb zählt bei der Auswahl nicht nur die Rendite, sondern auch, wie sauber Zusage, Tarif und Versorgungsordnung zusammenpassen.

Eine hohe ausgewiesene Rente ist kein Beleg für die beste bAV. Einzelne Anbieter rechnen mit anderen Rechnungsgrundlagen, etwa einer niedrigeren angenommenen Lebenserwartung, und weisen so deutlich höhere Renten aus. Ein Vergleich von Rentenhöhen gehört deshalb immer neben den Blick auf die Rechnungsgrundlagen.

Warum eine Anbieterwahl ohne Bestandsanalyse riskant ist

Jedes Unternehmen hat eine andere Ausgangslage: bestehende Zusagen, Tarifbindung, Altersstruktur der Belegschaft, Haftungsrisiken. Eine professionelle Versorgungsanalyse klärt, welcher Durchführungsweg passt, welche Altverträge noch mithalten und wo Haftungsrisiken liegen. Diesen Abgleich mit Ihrem Bestand leisten weder Testergebnisse noch Vergleichsportale oder AI-Auskunftstools.

Zuschuss, Haftung, Verwaltung und Kommunikation entscheiden mit darüber, ob eine bAV im Unternehmen funktioniert. Welche dieser Punkte in Ihrem Bestand offen sind, zeigt nur der Blick auf den konkreten Fall.

Zuschuss, Haftung, Verwaltung: Ihre bAV auf dem Prüfstand

Sie haben gesehen, worauf es ankommt. Im bAV-Gespräch prüfen wir, ob Pflichtzuschuss, Versorgungsordnung und Tarife in Ihrem Unternehmen zusammenpassen. Finanzen, Recht und Steuern aus einer Hand, damit Sie wissen, wo Haftungsrisiken liegen.

Foto von Stephan Seidenfad
Geschäftsführung und bAV-Experte

Kostenfrei · Unverbindlich · Mit Stephan Seidenfad oder seinem Team


bAV-Anbieter, die wir empfehlen

Im Bereich Direkt­versicherung arbeiten wir vor allem mit sieben Anbietern zusammen, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben. Dabei sind wir nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden. Diese Häuser nutzen wir in unserer Beratung besonders häufig:

  • HDI
  • Allianz
  • Continentale
  • Swiss Life
  • LV 1871
  • Nürnberger
  • Alte Leipziger

Die Liste ist keine Rangfolge und keine Bewertung: Welchen Anbieter wir einem Unternehmen vorschlagen, richten wir nach Firmengröße, Durchführungsweg, Verwaltungsaufwand und Investmentquote des Tarifs aus.

Für Gesellschafter-Geschäftsführer und Führungskräfte setzen wir häufig auf die Unterstützungs­kasse, weil sie Versorgungen ohne den Deckel der Direkt­versicherung ermöglicht. Wie das für die eigene Versorgung funktioniert, zeigt unsere Seite zur Geschäftsführerversorgung.

Eine Anbieterliste ersetzt keine Auswahl für Ihr Unternehmen. Ob ein Anbieter zu Ihrer Firmengröße, Ihrem Durchführungsweg und Ihrem Verwaltungsaufwand passt, zeigt erst die Analyse. Wir sind nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden und schlagen Ihnen im bAV-Gespräch die Lösung vor, die zu Ihrer Belegschaft passt.

Experten-Tipp:
Für die übrigen Durchführungswege gibt es keinen Testsieger

„Für Unterstützungs­kasse, Direktzusage und viele Lösungen mit eigener Versorgungsordnung gibt es kein Rating wie für die Direkt­versicherung. Dafür ist die Gestaltung zu individuell. Drei Kriterien tragen aus meiner Erfahrung trotzdem immer: eine hohe, transparente Investmentquote, ein gutes Investmentportfolio zur Auswahl und ein Anbieter, der zu Ihrer Firmengröße passt. Prüfen Sie jeden Weg an diesen drei Punkten, ob bei 30 oder bei 30.000 Mitarbeitern.“

Foto von Stephan Seidenfad
Geschäftsführung und bAV-Experte

So begleiten wir Arbeitgeber zur passenden bAV

Wir finden mit Ihnen die bAV, die zu Ihrem Unternehmen und Ihrer Belegschaft passt. Dafür analysieren wir erst die bestehenden Verträge und Altlasten und bauen dann aus dem gesamten Markt neu. Dabei bringen wir Finanzen, Recht und Steuern zusammen. Für die steuerrechtliche Einordnung Ihrer individuellen Situation arbeiten wir mit spezialisierten Steuerberatern aus unserem Experten-Netzwerk zusammen.

Was bei der Einführung einer neuen bAV passiert

Eine bAV einzuführen bedeutet mehr, als einen Rahmenvertrag abzuschließen. Es braucht eine rechtssichere Versorgungsordnung, die Integration in die Lohnabrechnung und eine verständliche Kommunikation an die Belegschaft. Wir begleiten den gesamten Prozess, von der Konzeption über Informationsveranstaltungen bis zur laufenden Verwaltung.

Gerade bei der Mitarbeiterkommunikation entscheidet sich, ob eine bAV genutzt wird oder nur auf dem Papier steht. Hier sind wir in der Marktführung unterwegs. Sie möchten wissen, was das für Ihr Unternehmen bedeutet? Schreiben Sie uns über unser Kontaktformular.

Sie kennen nun die Tests, die Kriterien und unsere Auswahl an Anbietern. Der nächste Schritt ist der Blick auf Ihr eigenes Unternehmen. Erst Altlasten analysieren. Dann neu bauen.

Stephan Seidenfad · Geschäftsführer und bAV-Experte

„Finanzen, Recht und Steuern aus einer Hand, das ist seit 2002 unser Mantra. Wir analysieren immer erst die Altlasten. Dann bauen wir neu.“

Seit 2002 berät Stephan Seidenfad Unternehmen zur betrieblichen Altersversorgung, 2004 hat er von Buddenbrock mitgegründet. Über 1.000 Firmenkunden, vom 30-Mann-Betrieb bis zum Konzern mit 55.000 Mitarbeitern.

Foto von Stephan Seidenfad
Geschäftsführung und bAV-Experte

Häufige Fragen zur besten bAV

Was ist eine betriebliche Altersversorgung?

Betriebliche Altersversorgung (bAV) umfasst Leistungen der Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung, die ein Arbeitgeber aus Anlass des Arbeitsverhältnisses zusagt, so definiert es § 1 BetrAVG. Der Arbeitgeber kann die Versorgung selbst oder über einen Versorgungsträger durchführen. Es gibt dafür fünf Durchführungswege: Direkt­versicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungs­kasse und Direktzusage.

Welche betriebliche Altersversorgung ist die beste?

Die eine beste bAV für alle Unternehmen gibt es nicht. Welche passt, hängt von Belegschaft, Unternehmensgröße, bestehenden Verträgen und den Zielen des Arbeitgebers ab. Selbst das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) vergibt 2026 die Bestnote „exzellent“ an 29 von 76 untersuchten Direkt­versicherungstarifen. Für Arbeitgeber zählt deshalb die Lösung, die zur eigenen Belegschaft und zum Bestand passt.

Welche Tests gibt es für die bAV?

Vergleichbare Tarifratings unabhängiger Institute gibt es vor allem für die Direkt­versicherung, weil sich ihre Tarife nach einheitlichen Kriterien nebeneinanderlegen lassen. Bei Unterstützungs­kasse und Direktzusage richtet sich die Gestaltung stark nach dem einzelnen Unternehmen, ein Tarifvergleich ist dort kaum möglich. Ergänzend gibt es 2026 das Kundenurteil zur Fairness von ServiceValue und den Arbeitgeber-Service-Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ). Jede Untersuchung misst etwas anderes.

Welche Direkt­versicherung ist die beste?

Eine einzelne beste Direkt­versicherung weist auch der Test nicht aus. Laut IVFP wurden 2026 insgesamt 76 Tarife von 34 Anbietern auf bis zu 90 Kriterien untersucht, 29 Tarife erhielten die Note „exzellent“. Bewertet werden alle Tarife gegeneinander, zur Übersicht sind die Ergebnisse nach fünf Kategorien gegliedert: Klassik, Klassik Plus, Indexpolicen, Comfort und Fondsgebunden mit Garantie. In der Kategorie Klassik erreichte kein Tarif „exzellent“, dort steht „sehr gut“ an der Spitze.

Wer ist Testsieger bei der betrieblichen Altersversorgung?

Einen einzelnen Testsieger gibt es nicht. Das IVFP vergibt 2026 die Bestnote an 29 Tarife. Bei der ServiceValue-Studie erhielten unter anderem Allianz, LV 1871 und Württembergische die Gesamtbewertung „sehr gut“, befragt wurden im Juni 2026 online 2.656 Kunden zu 33 Versicherern. Beide Untersuchungen messen Verschiedenes, eine Überschneidung der Spitzengruppen sagt deshalb nichts über die Passung zu Ihrem Unternehmen aus.

Wie aussagekräftig sind Testergebnisse für die Wahl der bAV?

Sie taugen als Ausgangspunkt, nicht als Entscheidung. Das IVFP bewertet Tarife aus Sicht der Arbeitnehmer und auf Basis öffentlich zugänglicher Anbieterdaten. ServiceValue bildet ein Kundenurteil aus einer Online-Befragung ab. Beim DISQ-Test zum Arbeitgeber-Service lieferten von 44 angeschriebenen Anbietern zwölf die nötigen Angaben, bewertet wurde per Selbstauskunft. Keine Untersuchung prüft, ob ein Tarif zu Ihrer Belegschaft passt oder wie Ihre bestehenden Verträge abschneiden.

Worauf achten Arbeitgeber bei der Wahl der bAV?

Entscheidend sind Altersstruktur der Belegschaft, Ziele des Arbeitgebers, Zuschuss, Haftung und Verwaltung. Eine Belegschaft mit hohem Durchschnittsalter braucht eine andere Lösung als ein junges, wachsendes Unternehmen. Hinzu kommt, dass eine hohe ausgewiesene Rente kein Beleg für die beste bAV ist, weil Anbieter mit unterschiedlichen Rechnungsgrundlagen kalkulieren. Wer diese Punkte vorab klärt, wählt mit klaren Anforderungen statt nach Rangliste.

Welchen Zuschuss muss der Arbeitgeber zur Entgeltumwandlung zahlen?

Bei Entgeltumwandlung wandeln Mitarbeiter einen Teil ihres Bruttogehalts in bAV um. Erfolgt die Umwandlung in eine Direkt­versicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds, muss der Arbeitgeber nach § 1a Abs. 1a BetrAVG zusätzlich 15 Prozent des umgewandelten Betrags in die Versorgung weiterleiten. Das gilt, soweit er Sozial­versicherungsbeiträge einspart. Es ist die gesetzliche Mindestgrenze, ein höherer Arbeitgeberzuschuss ist möglich. Beiträge in Direkt­versicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds bleiben nach § 3 Nr. 63 EStG bis rund 8.000 Euro im Jahr (2026 genau 8.112 Euro) vor der Lohnsteuer.

Welcher Durchführungsweg passt zu unserem Unternehmen?

Das hängt von Belegschaft, Tarifbindung, bestehenden Zusagen und Haftungsrisiken ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Direkt­versicherung ist der Weg, der sich per Test vergleichen lässt. Bei Unterstützungs­kasse und Direktzusage arbeiten Unternehmen häufig mit einer eigenen Versorgungsordnung und individuellen Leistungsplänen. Eine Übersicht aller Durchführungswege hilft bei der Einordnung, die Entscheidung folgt aus der Analyse des Bestands.

Wie haftet der Arbeitgeber, wenn ein Versicherer die bAV durchführt?

Der Arbeitgeber steht für die zugesagte Leistung auch dann ein, wenn ein Versicherer oder eine Versorgungseinrichtung die bAV durchführt, so regelt es § 1 Abs. 1 BetrAVG. Bei der Auswahl zählt deshalb nicht nur die Rendite, sondern auch, wie sauber Zusage, Tarif und Versorgungsordnung zusammenpassen.

Welche bAV passt zu Ihrer Belegschaft?

Das zeigt kein Ranking, sondern der Blick auf Ihren Bestand. In einem unverbindlichen Gespräch klären wir, wo Sie stehen und was sich für Ihr Unternehmen lohnt.

Foto von Stephan Seidenfad
Geschäftsführung und bAV-Experte

0201 10 22 77 0

Anständig. Klar. Vorausschauend.

Entgeltumwandlung Bei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen. Beitragsbemessungsgrenze Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung.
Das Team von von Buddenbrock auf einer Dachterrasse

Ihr nächster Schritt

Sprechen wir über Ihre Vorsorge.

Ein Erstgespräch, unverbindlich und auf Augenhöhe. Sie erfahren, wo Sie stehen und was sich für Sie und Ihr Unternehmen wirklich lohnt.