Gerade jetzt ist die Zeit, in der sich jeder seine Gedanken um die eigene Versicherungs– und Vermögensabsicherung macht. Bitte machen Sie sich ausreichend Gedanken und lassen sich stets eine Expertenmeinung einholen. Oft können Fehlentscheidungen nicht wieder rückgängig gemacht werden!

Unsere Berater helfen Ihnen gerne nach einer ganzheitlichen Analyse mit einer Empfehlung weiter und kümmern sich, wenn Handlungsbedarf besteht.

Versicherungen: So steht es jetzt um Ihre Absicherung

Was passiert mit der privaten Krankenversicherung bei Kurzarbeit?

Grundsätzlich gilt, dass privat Versicherte zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln müssen, wenn das Gehalt unter die Versicherungspflichtgrenze sinkt. Dies wird anhand des gesamten Jahresgehalts berechnet. Bei Kurzarbeit gilt allerdings eine Ausnahme. Hier wird weiterhin mit dem vorherigen Gehalt gerechnet, sodass keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung entsteht. Umgekehrt kann Kurzarbeit aber auch nicht genutzt werden, um absichtlich in die gesetzliche Versicherung zu wechseln.

Arbeitgeberzuschüsse werden weiter gezahlt. Diese können bei Kurzarbeit sogar höher ausfallen als gewöhnlich, da für die Zeit der Kurzarbeit die Höchstgrenzen aufgehoben werden. Der Beitrag wird anhand eines fiktiven Gehalts berechnet und kann (im Gegensatz zu den üblichen 50%) bis zu 100% des Krankenkassenbeitrags ausmachen.

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Berufsunfähigkeit durch Coronavirus: Zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) zahlen normalerweise dann die Berufsunfähigkeitsrente aus, wenn man länger als sechs Monate lang zu mehr als 50% berufsunfähig ist. Dies gilt natürlich auch für eine Berufsunfähigkeit, die aufgrund des Coronavirus eingetreten ist. In jedem Fall muss die Berufsunfähigkeit aber ärztlich nachgewiesen werden.

Manche Berufs­unfähig­keits­versiche­rungen enthalten eine sogenannte Infektionsklausel. Diese bewirkt, dass bei einem behördlich ausgesprochenen Tätigkeitsverbot aufgrund einer Infektionsgefahr die Berufs­unfähig­keits­rente ausgezahlt wird. Dies gilt auch für das Coronavirus, vor allem für Ärzte, Zahnärzte und anderes medizinisches Personal. Bei neu abgeschlossenen BU-Verträgen wird das Coronavirus in Verbindung mit dem Pandemiestatus allerdings wahrscheinlich als Leistungsgrund ausgeschlossen werden.

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Hat das Coronavirus Auswirkungen auf die betriebliche Altersvorsorge?

Wenn Kurzarbeit angeordnet wird, dann kann das Auswirkungen auf die betriebliche Altersvorsorge haben. Aufgrund des gekürzten Gehalts können Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber vereinbaren, dass auch der per Entgeltumwandlung eingezahlte Betrag gesenkt wird. Dann reduzieren sich in der Regel allerdings auch die Arbeitgeberbeiträge. Erhalten Arbeitnehmer gar kein Gehalt mehr, sondern nur noch Kurzarbeitergeld, dann bleibt nur die Möglichkeit, die Beiträge für diese Zeit privat zu zahlen oder die Versicherung beitragsfrei zu stellen.

Auch Arbeitnehmer, die aufgrund der Coronakrise ihren Job verlieren, haben in den meisten Fällen die Möglichkeit, die betriebliche Altersvorsorge privat weiterzuführen oder für eine Zeit beitragsfrei zu stellen.

In jedem Fall unterliegt die betriebliche Altersvorsorge aber in jedem Unternehmen anderen Regelungen, sodass der individuelle Umgang mit der Situation von Firma zu Firma verschieden sein kann. Hierzu sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arbeitgeber halten.

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Firmen: Kann man sich jetzt noch absichern?

Für Unternehmen werden Betriebs­schließungs- bzw. Betriebs­unter­brechungs­versiche­rungen gerade besonders interessant. Wer eine solche bereits vor Ausbruch des Coronavirus abgeschlossen hatte, kann sich jetzt glücklich schätzen, denn aktuell sind Neuabschlüsse kaum noch möglich. Selbst wenn dies irgendwann wieder möglich sein sollte, wird das Coronavirus dann wahrscheinlich als Auslöser für Leistungen in den Bedingungen ausgeschlossen sein.

Leistet eine Betriebs­schließungs­versicherung, wenn die Firma aufgrund des Coronavirus zumachen musste?

Ob man bei einer coronabedingten Betriebsschließung Anspruch auf Ersatz des Schadens durch die Versicherung hat, muss im Einzelfall geprüft werden, denn es kommt auf die Versicherungsbedingungen im konkreten Fall an. Wenn Versicherungsschutz auf Basis des Infektions­schutzgesetzes besteht, dann müsste die Versicherung auch im Fall einer Schließung aufgrund des Coronavirus greifen. Das Coronavirus wurde vor kurzem unter Paragraph 6 des Gesetzes unter „meldepflichtige Krankheiten“ aufgenommen. Es sind aber viele weitere Faktoren zu beachten, weshalb auf diese Frage keine pauschale Antwort möglich ist. Ob die Versicherung leistet, muss immer im Einzelfall mit dem Versicherer geklärt werden.

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Was tun bei Zahlungsschwierigkeiten?

Wenn das Geld zur Bezahlung der Versicherungsbeiträge knapp wird, zum Beispiel bei einer privaten Rentenversicherung wie der Riester-Rente oder Rürup-Rente, ist dies noch kein Grund zur Beunruhigung. Viele Versicherer bieten an, die Beiträge für eine bestimmte Zeit zu stunden, zum Beispiel drei, sechs oder zwölf Monate. Im Anschluss müssen die Beiträge dann entweder als Einmalzahlung oder in Raten nachgezahlt werden. Sollte dies dann immer noch schwierig sein, können die Beiträge eventuell auch mit dem Wert der Versicherung verrechnet werden. Ziel ist es, den Versicherungsschutz auf jeden Fall zu erhalten.

Weitere Möglichkeiten sind:

  • Beitragsfreistellung (dies geht in der Regel aber nur gegen verringerten/eingestellten Versicherungsschutz)
  • Erhöhung der Selbstbeteiligung, z.B. bei der privaten Krankenversicherung
  • Wechsel in einen günstigeren Tarif
  • Für Betriebe: Reduzierung der Versicherungsprämien aufgrund von gesunkenem Umsatz, Reduzierung der Fahrzeugflotte o.ä.

Welche Möglichkeiten Sie nutzen können besprechen Sie am besten direkt mit Ihrem Versicherer.

So helfen wir Ihnen weiter

Wir sind auch in Zeiten des Coronavirus jederzeit für Sie da. Unsere Experten kümmern sich gerne um alle Ihre Themen von der Vermögensverwaltung in Krisenzeiten bis hin zur Altersvorsorge oder Gewerbeversicherungen für Ihren Betrieb. Sie erreichen uns telefonisch unter 0201-10 22 77-0 oder per E-Mail unter info@vonbuddenbrock.de. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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