Stephan Seidenfad bAV-Experte und Geschäftsführung
Direktzusage
Pensionszusagen belasten die Handelsbilanz, binden Kapital und können bei fehlerhafter Gestaltung zur Haftungsfalle werden. Wir analysieren Ihre Direktzusagen — und zeigen Ihnen, welche Optimierungspotenziale sich bilanziell und steuerlich heben lassen.
Persönlich, vernetzt, auf Augenhöhe. Kein Callcenter. Kein Vertreterwechsel. Sondern ein fester Ansprechpartner, der Ihre Situation kennt – heute und in zehn Jahren.
Das erwartet Sie hier
Sie erfahren, wie Direktzusagen funktionieren, welche Bilanzrisiken Unternehmen tragen und wann dieser Durchführungsweg für Geschäftsführer und Führungskräfte sinnvoll ist.
Die Direktzusage ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge (bAV), bei der der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer direkt eine Versorgungszusage macht — ohne zwischengeschalteten Versicherer.
Der Arbeitgeber kann das Kapital frei anlegen und trägt das volle Finanzierungsrisiko selbst.
Beiträge per Entgeltumwandlung sind bei der Direktzusage in der Ansparphase in unbegrenzter Höhe steuerfrei — ein struktureller Vorteil gegenüber Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds.
Sozialabgabenfrei ist die Entgeltumwandlung jedoch nur bis 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (2026: 338 Euro monatlich / 4.056 Euro jährlich).
Für Unternehmen können Direktzusagen die Bilanz belasten: Eine Rückstellung von 120.000–150.000 Euro für eine monatliche Rente von 1.000 Euro (45-jähriger Arbeitnehmer, HGB) ist realistisch.
Stephan Seidenfad Geschäftsführung und bAV-Experte
Direktzusagen werden in vielen Unternehmen zum Bilanzrisiko.
Direktzusagen gehören zu den anspruchsvollsten Versorgungslösungen, die wir in der Beratung begleiten. Nicht weil das Prinzip kompliziert ist — sondern weil die Details über Jahrzehnte erhebliche Folgen haben können: für die Bilanz, für Kreditkonditionen, für einen geplanten Unternehmensverkauf. Unsere Experten analysieren bestehende Direktzusagen auf Risiken und Optimierungspotenziale, begleiten Unternehmen bei der Auslagerung und entwickeln Strukturen, die Versorgungsziel und Bilanz in Einklang bringen. Was wir dabei immer wieder erleben: Die meisten Probleme sind lösbar — wenn man rechtzeitig hinschaut. Wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrer Situation haben, sprechen Sie uns direkt an.
Der BFH hat im April 2026 entschieden: Eine auf Entgeltumwandlung beruhende Direktzusage ohne Insolvenzschutz wird steuerlich nicht anerkannt. Bestehende Zusagen sollten auf diesen Punkt geprüft werden. → Mehr dazu im Abschnitt „Direktzusage aus steuerlicher Sicht“
Die Abfindungsgrenze für Kleinbetragsrenten aus Direktzusagen gilt ab 1. Januar 2026 in angepasster Höhe (Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026). → Mehr dazu im Abschnitt „Welche Arten der Versorgungszusage gibt es?“
Wie funktioniert eine Direktzusage?
Steckbrief zur Direktzusage
Frage
Eigenschaft
Finanzierung?
Alle Formen möglich (Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder gemeinsam)
Leistung?
Rente oder Kapitalleistung, gegebenenfalls mit Hinterbliebenen- und Invaliditätsschutz
Steuerlicher Vorteil (Entgeltumwandlung)?
Kein steuerpflichtiger Zufluss beim Arbeitnehmer in der Ansparphase — ohne gesetzliche Begrenzung nach oben
Sozialabgabenfrei?
Bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) Rentenversicherung West (2026: 338 € monatlich)
Bei der Direktzusage verspricht der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer eine Leistung. Das kann eine Rente, ein Kapital oder eine Ratenzahlung sein — sowie den Hinterbliebenenschutz und den Invaliditätsschutz. Dabei steht kein Versicherungsunternehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Entsprechend hat der Arbeitgeber die Entscheidung über die Geldanlage selbst in der Hand und kann die Gestaltung frei wählen.
Absicherung von Unternehmen
Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist es üblich, dass der Arbeitgeber die Direktzusage durch eine Rückdeckungsversicherung absichert. Bei größeren Unternehmen sind zwei andere Modelle vorherrschend: einerseits die Absicherung über Investmentanlagen und Immobilien, andererseits der vollständige Verzicht auf jegliche Geldanlagen. Wer darauf setzt, Pensionsverpflichtungen allein aus zukünftigen Cashflows zu erfüllen, geht ein erhebliches Risiko ein — in unserer Beratungspraxis führt dieses Modell regelmäßig zu Liquiditätsproblemen, besonders wenn Renteneintritte und Geschäftsschwäche zusammenfallen.
Finanzierungsformen der Direktzusage
Auch die Finanzierungsform der Direktzusage ist flexibel. Häufig wird diese Form als rein arbeitgeberfinanzierte Variante eingesetzt, aber alle Möglichkeiten sind offen — zum Beispiel die Übernahme der Beiträge allein durch den Arbeitgeber oder die Bezuschussung der Beiträge durch den Arbeitgeber.
Direktzusage analysieren lassen — kostenlos und unverbindlich
Bestehende Direktzusagen bergen oft unerkannte Bilanzrisiken und steuerliche Fallstricke. Unsere Experten prüfen Ihre Zusagen auf Optimierungspotenziale — und zeigen Ihnen konkrete Handlungsoptionen.
Die Direkt- oder Pensionszusage ist der Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge, bei dem Arbeitgeber am flexibelsten bestimmen können, welche Leistungen sie ihren Beschäftigten anbieten möchten. Möglich sind zum Beispiel:
Klassische Betriebsrente (mit oder ohne Dynamik)
Hinterbliebenenabsicherung
Invaliditätsversorgung
Mit Erreichung des Rentenalters ist die Firma verpflichtet, dem Arbeitnehmer die versprochene Betriebsrente auszuzahlen. Die Höhe der Rentenleistung bemisst sich an der Vereinbarung. Es ist zudem relevant, ob der Arbeitgeber eine Beitrags- oder eine Zinsgarantie angegeben hat. Möglich ist entweder die Zusage einer bestimmten Rentenhöhe und/oder einer bestimmten Verzinsung. Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass der Arbeitnehmer mindestens seine eigenen eingezahlten Beiträge zurückerhält.
Welche Arten der Versorgungszusage gibt es?
Arbeitgeber können ihren Angestellten unterschiedliche Arten von Zusagen anbieten:
Leistungszusage
Hierbei verspricht der Arbeitgeber einen festen Betrag als Betriebsrente oder Kapitalleistung. Diese kann sich nach dem Gehalt oder der Dauer der Betriebszugehörigkeit richten.
Beitragsorientierte Leistungszusage
Bei der beitragsorientierten Leistungszusage verpflichtet sich der Arbeitgeber, Beiträge einer bestimmten Höhe in die bAV einzuzahlen. Die Höhe der Betriebsrente hängt von der Höhe der Beiträge ab.
Was wird bei einer Insolvenz des Arbeitgebers aus der Betriebsrente?
Auch bei Insolvenz des Unternehmens sind die Betriebsrenten in der Regel gesichert. Arbeitgeber, die eine bAV per Direktzusage anbieten, müssen sich über den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) absichern (Quelle: § 10 BetrAVG). An diese Einrichtung zahlen alle dazu verpflichteten Unternehmen Beiträge. Sollte ein Arbeitgeber nicht mehr existieren, erhalten Arbeitnehmer ihre versprochene Betriebsrente über den Pensions-Sicherungs-Verein. Für den Erhalt ist jedoch ein sogenannter unverfallbarer Anspruch des Arbeitnehmers notwendig.
Bei einer Direktzusage hat der Beschäftigte keinen automatischen Anspruch auf die Übernahme der bestehenden Versorgungszusage. Es besteht jedoch die Möglichkeit, das bis dahin angesparte Kapital in das Versorgungssystem des neuen Arbeitgebers zu übertragen. Eine Auflösung oder private Fortführung der Betriebsrente ist in der Regel ausgeschlossen. Eine Ausnahme bildet der Fall, wenn Arbeitnehmer das Unternehmen bereits nach kurzer Zeit verlassen und nur ein geringer Betrag in die Betriebsrente eingezahlt wurde — in solchen Fällen könnte der Anspruch durch eine Einmalzahlung beglichen werden.
Beiträge per Entgeltumwandlung sind in der Ansparphase steuerfrei — bei der Direktzusage ohne gesetzliche Begrenzung nach oben.
Direkt- und Pensionszusagen sind oft arbeitgeberfinanziert und damit ein Zuschuss des Arbeitgebers ohne direkte Gegenleistung.
Bei diesem Durchführungsweg besteht die Chance auf höhere Renditen als bei anderen Arten der bAV.
Nachteile für Arbeitnehmer
Geringe Portabilität: Der Arbeitnehmer kann seine bAV bei einem Arbeitgeberwechsel in der Regel nicht mitnehmen. Auch die private Weiterführung ist in der Regel nicht möglich.
Anspruch auf Leistungen erst nach drei Jahren: Arbeitnehmer haben auf Leistungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Altersvorsorge laut Gesetz erst nach einer bestimmten Zeit Anspruch. Für die sogenannte unverfallbare Anwartschaft müssen Arbeitnehmer nach dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) von 2018 eine Betriebszugehörigkeit von drei Jahren ausweisen und mindestens 21 Jahre alt sein (zuvor galt eine Frist von fünf Jahren und ein Mindestalter von 25 Jahren). Unter diesen Voraussetzungen haben Arbeitnehmer auch bei einer Insolvenz der Firma oder bei einem Arbeitgeberwechsel ein Anrecht auf diese Leistungen (Quelle: § 1b BetrAVG). Eine Ausnahme stellen die Beiträge dar, die Arbeitnehmer per Entgeltumwandlung selbst einzahlen. Auf diese besteht sofort eine unverfallbare Anwartschaft.
Vorteile für Arbeitgeber
Es besteht eine hohe Flexibilität bei der Ausgestaltung der Geldanlage.
Wenn der Arbeitgeber eine bAV stark fördert, ist sie ein gutes Instrument zur Stärkung der Mitarbeiterbindung. Von der Direktzusage können insbesondere Führungskräfte profitieren.
Beiträge zur bAV der Arbeitnehmer sind steuerabzugsfähige Betriebsausgaben.
Direktzusagen eignen sich besonders als Instrument zur Führungskräftebindung — nicht für die gesamte Belegschaft. Für Unternehmen, die ausgewählten Mitarbeitenden eine besonders attraktive Altersversorgung bieten wollen, ist die Direktzusage oft die wirksamste Option. Für Belegschaften mit hoher Fluktuation ist die Direktversicherung in der Regel die bessere Wahl.
Hinweis zur Zuschusspflicht: Bei der Direktzusage und der Unterstützungskasse gilt die gesetzliche Arbeitgeber-Zuschusspflicht von 15 Prozent (Quelle: § 1a Abs. 1a BetrAVG) bei Entgeltumwandlungnicht. Das ist ein finanzieller Unterschied zu externen Durchführungswegen wie der Direktversicherung.
Nachteile für Arbeitgeber
Da Arbeitgeber mit dem Versorgungsversprechen ein hohes Risiko eingehen, ist die Absicherung über den Pensions-Sicherungs-Verein verpflichtend. Das beinhaltet auch die Beitragszahlungen an die Einrichtung.
Arbeitgeber müssen Rückstellungen für die Pensionsverpflichtungen in der Bilanz nachweisen. Das kann die Kennzahlen — zum Beispiel für Investoren oder Kreditgeber — ungünstig aussehen lassen.
Zur Einordnung: Erteilt ein Arbeitgeber einem 45-jährigen Arbeitnehmer eine Direktzusage über 1.000 Euro monatliche Rente, ergibt sich in der Handelsbilanz eine Rückstellung von rund 120.000 bis 150.000 Euro (orientierender Richtwert, abhängig von Rechnungszins und Sterbetafeln). Das reduziert das ausgewiesene Eigenkapital entsprechend — mit Konsequenzen für Kreditwürdigkeit und Investorenbewertung. Für eine präzise Berechnung Ihrer individuellen Situation empfehlen wir ein Beratungsgespräch.
Experten-Tipp: Portabilität der Direktzusage
„Die eingeschränkte Übertragbarkeit der Direktzusage ist kein Randthema — sie ist für Arbeitnehmer unter 40 oft das entscheidende Argument dagegen. In einer Arbeitswelt, in der Fachkräfte alle drei bis vier Jahre den Arbeitgeber wechseln, ist eine Versorgung, die beim Wechsel meist nicht mitgenommen werden kann, strukturell benachteiligend. Arbeitgeber, die die Direktzusage als Bindungsinstrument für Führungskräfte nutzen, sollten sie auch so positionieren. Für Belegschaften mit hoher Fluktuation ist die Direktversicherung deutlich geeigneter.“
Direktzusagen und die Zinswende — was Unternehmen jetzt wissen müssen
Die Zinswende ab 2022 hat die Lage für Unternehmen mit Direktzusagen verändert — aber nicht für alle gleich. Entscheidend ist das Bilanzierungssystem: Unternehmen, die nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) bilanzieren (die große Mehrheit der deutschen Mittelständler), profitieren von der Zinswende kaum. Unternehmen, die nach International Financial Reporting Standards (IFRS) berichten (vor allem börsennotierte Konzerne), haben dagegen eine deutliche Entlastung erfahren.
In der Handelsbilanz wird der Rechnungszins für Pensionsrückstellungen nach einem 10-Jahres-Glättungsverfahren berechnet (Quelle: § 253 Abs. 2 HGB). Dieser Glättungsmechanismus sorgt dafür, dass kurzfristige Zinsanstiege nur langsam im Rechnungszins ankommen. Per März 2026 liegt der HGB-Rechnungszins bei rund 2,11 Prozent (Quelle: Deutsche Bundesbank, Abzinsungszinssätze § 253 HGB, März 2026) — trotz gestiegener Kapitalmarktzinsen weiterhin strukturell niedrig. Für mittelständische Unternehmen bedeutet das: Die Rückstellungsbelastung bleibt hoch.
IFRS-Bilanz: Deutliche Entlastung für börsennotierte Unternehmen
Anders sieht es für Unternehmen aus, die nach IFRS (IAS 19) bilanzieren. Der IFRS-Rechnungszins orientiert sich an Unternehmensanleihen hoher Bonität und hat sich seit 2022 auf rund 4,31 Prozent erholt (Quelle: Mercer Deutschland, Pension Discount Rate Monitor, März 2026). Pensionsrückstellungen nach IFRS sind damit gegenüber dem Tiefpunkt 2021 deutlich gesunken. Für börsennotierte Unternehmen verbessert das Bilanz und Eigenkapitalquote spürbar.
Negative Effekte auf die Bilanz
Versprechen Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern zum Renteneintritt eine bestimmte Summe oder Rente, gehen sie eine Schuld ein. Um diese Ansprüche bilanziell rechtskonform abzubilden, müssen sie Rückstellungen bilden, die seit 2009 in der Handelsbilanz mit anderen Rechnungsgrundlagen als in der Steuerbilanz bewertet werden. Folglich haben Pensionszusagen einen unmittelbaren Einfluss auf die Bilanz: Sie mindern den Gewinn (vor allem den handelsbilanziellen), schwächen in der Verrentungsphase gegebenenfalls die Liquidität und beeinflussen die Bonität des Unternehmens (Quelle: § 253 HGB).
Rückstellungen werden in Steuer-, Handels- und IFRS-Bilanz jeweils anders behandelt. Eine Lösungsmöglichkeit ist es, die Pensionszusagen extern auszulagern — zum Beispiel in eine Unterstützungskasse, einen Pensionsfonds oder über ein Contractual Trust Agreement (CTA — treuhänderische Auslagerung von Pensionsvermögen auf einen externen Träger).
Einstandspflicht
Der Arbeitgeber trägt die volle Erfüllungspflicht für zugesagte Leistungen. Gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG steht er zudem ein, wenn ein externer Versorgungsträger nicht leistet — das sogenannte Einstandsprinzip. Für Direktzusagen bedeutet das: Kann das Unternehmen aus dem Cashflow die Betriebsrente nicht mehr zahlen, bleibt die Pflicht dennoch bestehen.
Gerade bei alten Zusagen, die aus sozialen Gründen primär auf eine Rentenleistung und nicht das Kapital abzielten, ist der Effekt besonders groß. Langlebigkeit und damit unkalkulierbare Risiken wirken sich in besonderem Umfang negativ auf die Rückstellungen für Pensionen aus. In unseren Beratungsgesprächen zeigt sich: Viele Unternehmen unterschätzen, wie stark gestiegene Lebenserwartungen die Rückstellungen nach oben treiben — davon unabhängig, ob die Zinsen gerade steigen oder fallen.
Experten-Tipp: Bilanz und Auslagerung
„Die Direktzusage hat einen Ruf, der sie gleichzeitig besser und schlechter macht als sie ist. Wer als Mittelständler eine Direktzusage vergibt, trägt das Langlebigkeitsrisiko vollständig selbst. Das wird zu oft unterschätzt: Pensionsrückstellungen wirken sich direkt auf Kreditkonditionen und Unternehmensratings aus. Nach zahlreichen Sanierungsberatungen sage ich klar: Bestehende Direktzusagen gehören regelmäßig auf den Prüfstand. Eine Auslagerung über ein Contractual Trust Agreement kann die Bilanz spürbar entlasten — ohne die Versorgungszusage zu kürzen.“
Der HGB-Rechnungszins liegt durch das gesetzliche Glättungsverfahren per März 2026 noch immer bei rund 2,11 Prozent. Für Unternehmen, die nach HGB bilanzieren, bleibt der Rückstellungsdruck damit real — trotz gestiegener Marktzinsen. Wir analysieren Ihre konkrete Bilanzsituation und zeigen Ihnen, welche Auslagerungsoptionen — Unterstützungskasse, Pensionsfonds oder Contractual Trust Agreement — für Ihr Unternehmen in Frage kommen.
Durchführungsweg für Gesellschafter-Geschäftsführer
Mit der Direktzusage lässt sich auch eine betriebliche Altersvorsorge für Geschäftsführer einer GmbH gut abbilden. Dabei gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Zum Beispiel müssen für beherrschende GmbH-Geschäftsführer keine Beiträge zum Pensions-Sicherungs-Verein gezahlt werden. Stattdessen kann zum Zweck des Insolvenzschutzes die Rückdeckungsversicherung an den Geschäftsführer verpfändet werden.
Außerdem können Arbeitgeber die Verträge so gestalten, dass sie die Pensionszusage kürzen können, sollten sie das Gehalt des Geschäftsführers aufgrund von Liquiditätsproblemen kürzen müssen.
Gestaltung der bAV für Geschäftsführer
Bei der Gestaltung der bAV haben Gesellschafter-Geschäftsführer einen Vorteil — zumindest, wenn noch zehn, besser zwölf Jahre bis zu ihrem Rentenalter vorliegen. Bei geschickter und rechtlich wie steuerlich flankierter Gestaltung kann die Pensionszusage dann noch den realen Gegebenheiten angepasst werden und parallel kann der Future Service (der noch nicht erdiente Teil der Versorgungsanwartschaft) wahlweise eingestellt oder weitestgehend bilanzneutral abgebildet werden.
Diese Handhabung war von der Finanzverwaltung NRW lange umstritten, ist aber heute gängig. Wenn Gesellschafter-Geschäftsführer noch genug Vorlauf bis zum Renteneintritt haben, ist der Spielraum groß. Daraus ergeben sich wesentliche Vorteile:
Rückstellungen können auf ein angemessenes Level angepasst werden.
Der Kauf eines Unternehmens ist für einen Investor oder potenziellen Käufer berechenbarer, da sie den Unternehmenswert besser einschätzen können.
Hinweis: Bei vielen Geschäftsführer- und Vorstandszusagen ist die Zusage fehlerhaft erteilt und damit unwirksam. Zum Beispiel wird gerne der zugehörige Gesellschaftervertrag vergessen oder die Zusage ist nicht klar und eindeutig formuliert. Darüber hinaus besteht fast immer eine Unterfinanzierung durch Investments oder Rückdeckungsversicherungen. In vielen Fällen ist die Insolvenzsicherung fehlerhaft und damit unwirksam.
Die Firma muss mindestens fünf Jahre lang bestehen.
Der Gesellschafter-Geschäftsführer muss mindestens zwei bis drei Jahre im Unternehmen sein.
Die Leistungen dürfen nicht 75 Prozent des letzten Bruttogehaltes übersteigen.
Die Finanzierbarkeit muss gewährleistet sein, zum Beispiel durch eine Rückdeckungsversicherung oder vorhandenes Kapital.
Die Versorgungszusage muss schriftlich festgehalten und von einem Gesellschafterbeschluss abgesegnet sein.
Der Gesellschafter-Geschäftsführer darf nicht über 60 Jahre alt sein beziehungsweise muss vor seinem Renteneintrittsalter noch zehn Jahre im Unternehmen arbeiten, um sich seinen Anspruch zu „erdienen“.
In unserer Beratungserfahrung sind fehlerhafte Gesellschafter-Geschäftsführer-Zusagen häufiger als erwartet. Wir empfehlen, bestehende Zusagen regelmäßig rechtlich und steuerlich zu überprüfen — besonders wenn das Unternehmen in den vergangenen Jahren gewachsen ist oder einen Gesellschafterwechsel hatte.
Experten-Tipp: Fehlerquellen bei GGF-Direktzusagen
„Die Direktzusage für den Gesellschafter-Geschäftsführer ist der komplexeste Anwendungsfall der gesamten bAV — und der fehleranfälligste. Wir sehen regelmäßig Zusagen, die steuerlich als verdeckte Gewinnausschüttung gewertet werden könnten, weil Probezeit, Finanzierbarkeitsnachweis oder Gesellschafterbeschluss fehlen. Das ist keine Ausnahme — das ist die Regel. Mein Rat: Lassen Sie jede Gesellschafter-Geschäftsführer-Zusage, die älter als fünf Jahre ist, von einem bAV-Spezialisten prüfen. Die Kosten sind gering im Vergleich zu einer Steuernachzahlung oder einem gescheiterten Unternehmensverkauf.“
Ihre Pensionszusage auf Fehler und Risiken prüfen lassen
Bei vielen Geschäftsführer-Direktzusagen fehlt der zugehörige Gesellschafterbeschluss, die Zusage ist nicht eindeutig formuliert, oder die Insolvenzsicherung ist lückenhaft — und damit möglicherweise unwirksam. Wir prüfen Ihre Zusage auf rechtliche Wirksamkeit, steuerliche Anerkennung und Unterfinanzierung, bevor daraus ein Problem wird.
Viele Fehler lassen sich beheben — solange noch ausreichend Zeit bis zum Renteneintritt besteht.
Können die Beiträge zur bAV von der Steuer abgesetzt werden?
Durch die Entgeltumwandlung sind die Beiträge zur bAV, die Arbeitnehmer selbst zahlen, in der Ansparphase automatisch steuerfrei. Bei der Direktzusage entsteht kein steuerpflichtiger Zufluss beim Arbeitnehmer — ohne gesetzliche Begrenzung nach oben. Das unterscheidet die Direktzusage von Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds, bei denen § 3 Nr. 63 EStG die Steuerfreiheit auf vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze begrenzt. Die Beiträge werden direkt vom Bruttogehalt abgezogen und mindern so das steuerpflichtige Einkommen.
Sozialabgabengrenze beachten: Sozialabgabenfrei ist die Entgeltumwandlung dagegen nur bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung West — 2026 sind das 338 Euro monatlich (4.056 Euro jährlich) (Quelle: § 1 SvEV, Beitragsbemessungsgrenze 2026 = 101.400 Euro). Dieser Betrag gilt für alle Durchführungswege gleichermaßen.
Wie wird die Betriebsrente bei Auszahlung versteuert?
Im Rentenalter muss die Betriebsrente aus der Direktzusage voll versteuert werden. Der Vorteil liegt darin, dass im Alter der individuelle Steuersatz in der Regel geringer ist als während der Berufsphase — die sogenannte nachgelagerte Besteuerung wirkt sich für die meisten Bezieher positiv aus (Quelle: § 19 EStG).
Sind die Beiträge zur bAV steuerabzugsfähig?
Die Beiträge zur bAV der Arbeitnehmer sind steuerabzugsfähige Betriebsausgaben. Auch die Beiträge zur Rückdeckungsversicherung und zum Pensions-Sicherungs-Verein mindern die Steuerlast.
Aktueller Hinweis — BFH April 2026: Der Bundesfinanzhof hat im April 2026 entschieden, dass eine auf Entgeltumwandlung beruhende Direktzusage steuerlich nicht anerkannt werden kann, wenn kein Insolvenzschutz besteht. Bestehende Direktzusagen sollten auf diesen Punkt geprüft werden. [REDAKTION: Quelle BFH April 2026 durch offizielle BFH-Fundstelle ersetzen — derzeit nur stb-windhab.de angegeben, keine amtliche Quelle.]
Für die steuerrechtliche Einordnung Ihrer individuellen Situation arbeiten wir mit spezialisierten Steuerberatern aus unserem Experten-Netzwerk zusammen.
Experten-Tipp: Steuerfreiheit ohne Begrenzung nach oben
„Viele Berater empfehlen die Direktzusage pauschal für Führungskräfte — aber der entscheidende Punkt wird dabei zu selten benannt: Die Steuerfreiheit der Entgeltumwandlung gilt hier ohne jede Begrenzung nach oben. Bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds ist sie auf vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze begrenzt. Wer substanzielle Beträge steuerfrei aufbauen will, hat mit der Direktzusage einen echten strukturellen Vorteil. Prüfen Sie deshalb immer zuerst das Einkommensniveau — bevor Sie den Durchführungsweg empfehlen.“
Direktzusagen prüfen, optimieren und auslagern: Unsere Leistungen
von Buddenbrock ist spezialisierter Versicherungsexperte für bAV, bKV und Geschäftsführerversorgung. Wir begleiten Unternehmen bei der Analyse, Auslagerung und Optimierung von Direktzusagen — von der ersten Prüfung bis zur bilanziellen Neustrukturierung. Konkret bedeutet das:
Zum erforderlichen Zeitpunkt stehen Gelder für die Rentenzahlungen bereit.
Eine Bilanzausweisung ist nicht mehr notwendig — nur noch laufende Betriebsausgaben.
Durch eine intelligente Versorgungsstruktur lassen sich höhere Renten erzielen.
Sprechen Sie uns an — unsere Experten analysieren Ihre bestehenden Pensionszusagen, identifizieren Risiken und zeigen Ihnen konkrete Wege zur Optimierung.
Direktzusagen prüfen, optimieren und auslagern — wir begleiten Sie
von Buddenbrock ist spezialisierter Versicherungsexperte für bAV, bKV und Geschäftsführerversorgung. Wir begleiten Unternehmen bei der Analyse, Auslagerung und Optimierung von Direktzusagen — von der ersten Prüfung bis zur bilanziellen Neustrukturierung. Finanz-, Rechts- und Steuerkompetenz aus einer Hand, mit einem festen Ansprechpartner.
Was ist eine Direktzusage in der betrieblichen Altersvorsorge?
Eine Direktzusage ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge (bAV), bei der der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer direkt eine Versorgungsleistung verspricht — ohne zwischengeschaltetes Versicherungsunternehmen. Der Arbeitgeber trägt das volle Risiko der Finanzierung und muss für die zugesagten Leistungen einstehen, auch wenn die Geldanlage schlecht läuft. (Quelle: § 1 BetrAVG)
Wann lohnt sich die Direktzusage für Arbeitgeber?
Die Direktzusage eignet sich vor allem für Unternehmen, die langjährigen Führungskräften eine besonders attraktive Versorgung bieten möchten. Wegen des hohen Verwaltungsaufwands und der Bilanzbelastung ist sie für die breite Belegschaft in der Regel weniger geeignet als zum Beispiel die Direktversicherung. Vorteilhaft ist sie, wenn Mitarbeitende langfristig im Unternehmen bleiben und hohe Versorgungsbeträge steuerfrei aufgebaut werden sollen.
Wie werden Direktzusagen in der Bilanz abgebildet?
Direktzusagen verpflichten Unternehmen zur Bildung von Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz. Diese Rückstellungen verringern das ausgewiesene Eigenkapital und können Kreditwürdigkeit und Unternehmensrating beeinflussen. In der Steuerbilanz gelten abweichende Bewertungsregeln. (Quelle: § 249 HGB, § 253 HGB; § 6a EStG)
Was passiert mit einer Direktzusage bei Insolvenz des Arbeitgebers?
Arbeitnehmer mit einer Direktzusage sind über den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) gesichert, sofern sie eine unverfallbare Anwartschaft haben. Der PSVaG übernimmt die Versorgungsleistungen im Insolvenzfall. Voraussetzung ist eine Mindestbetriebszugehörigkeit von drei Jahren und ein Mindestalter von 21 Jahren. (Quelle: § 7 BetrAVG, § 1b BetrAVG)
Was sind die Nachteile der Direktzusage für Arbeitnehmer?
Der größte Nachteil ist die eingeschränkte Portabilität: Bei einem Arbeitgeberwechsel kann die Direktzusage in der Regel nicht mitgenommen werden. Eine private Weiterführung ist ebenfalls meist ausgeschlossen. Außerdem besteht ein Abhängigkeitsverhältnis vom Arbeitgeber — geht das Unternehmen insolvent, ist nur der Teil der Anwartschaft über den PSVaG gesichert, auf den ein unverfallbarer Anspruch besteht.
Was passiert mit einer Direktzusage beim Unternehmensverkauf?
Beim Verkauf eines Unternehmens gehen bestehende Direktzusagen in der Regel auf den Erwerber über — als Teil der übernommenen Verbindlichkeiten. Pensionsverpflichtungen müssen im Rahmen der Due Diligence vollständig bewertet werden und beeinflussen den Kaufpreis direkt. Unterfinanzierte oder fehlerhaft gestaltete Zusagen können den Verkaufsprozess erheblich erschweren oder den Unternehmenswert mindern. Eine frühzeitige Prüfung und Ausfinanzierung ist daher empfehlenswert. (Quelle: § 613a BGB, § 4 BetrAVG)
Welche steuerlichen Vorteile hat die Direktzusage für Arbeitnehmer?
Beiträge, die Arbeitnehmer per Entgeltumwandlung in eine Direktzusage einzahlen, sind in der Ansparphase in unbegrenzter Höhe steuerfrei. Das unterscheidet die Direktzusage von anderen Durchführungswegen wie der Direktversicherung oder der Pensionskasse, bei denen die Steuerfreiheit auf vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung West begrenzt ist. Im Rentenalter wird die Leistung voll versteuert. (Quelle: § 19 EStG)
Warum gilt die Arbeitgeber-Zuschusspflicht von 15 Prozent bei der Direktzusage nicht?
Bei der Direktzusage und der Unterstützungskasse greift die gesetzliche Zuschusspflicht nach § 1a Abs. 1a BetrAVG nicht. Das ist ein finanzieller Unterschied zu den externen Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds, bei denen der Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung verpflichtet ist, mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags als Zuschuss weiterzugeben, sofern er Sozialversicherungsbeiträge einspart.
Wie funktioniert die Direktzusage für Gesellschafter-Geschäftsführer?
Gesellschafter-Geschäftsführer können über ihre GmbH eine Direktzusage erhalten. Die Finanzverwaltung stellt dabei strenge Voraussetzungen: mindestens fünf Jahre Unternehmensbestand, mindestens zwei bis drei Jahre Betriebszugehörigkeit, nachgewiesene Finanzierbarkeit und ein schriftlicher Gesellschafterbeschluss. Werden diese nicht eingehalten, kann die Pensionszusage steuerlich als verdeckte Gewinnausschüttung gewertet werden. (Quelle: § 8 Abs. 3 KStG, BMF-Richtlinien)
Welche Unterschiede gibt es zwischen Leistungszusage und beitragsorientierter Leistungszusage?
Bei der Leistungszusage garantiert der Arbeitgeber eine bestimmte Versorgungsleistung — unabhängig davon, was die Kapitalanlage erzielt. Das Anlagerisiko liegt vollständig beim Arbeitgeber. Bei der beitragsorientierten Leistungszusage wird ein Beitrag definiert, aus dem eine Versorgungsleistung abgeleitet wird. Das Risiko für den Arbeitgeber ist kalkulierbarer, weil die Höhe der Leistung vom Anlageergebnis beeinflusst wird.
Wie kann eine bestehende Direktzusage ausgelagert werden?
Bestehende Direktzusagen können in andere Durchführungswege überführt werden — zum Beispiel in einen Pensionsfonds oder über ein Contractual Trust Agreement (CTA — treuhänderische Auslagerung von Pensionsvermögen auf einen externen Träger). Dies entlastet die Bilanz und reduziert das Risiko für das Unternehmen. Für die steuerliche Anerkennung der Auslagerung gelten spezifische Voraussetzungen. (Quelle: § 4e EStG; BMF-Schreiben zu CTA-Strukturen)
EntgeltumwandlungBei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen.BeitragsbemessungsgrenzeDie Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung.CashflowBeschreibt den Geldfluss innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Er zeigt, wie viel Geld nach Abzug aller Ausgaben von den Einnahmen tatsächlich übrig bleibt. Ein Cashflow kann negativ, neutral oder positiv sein.RegelaltersgrenzeDas gesetzlich festgelegte Renteneintrittsalter, ab dem eine Person ohne Abschläge die reguläre Altersrente beziehen kann. Aktuell liegt dies bei 67 Jahren.Nachgelagerte BesteuerungRenten werden erst bei Auszahlung besteuert, während die Beiträge in der Ansparphase steuerfrei oder steuermindernd sind. Ziel ist es, die Steuerlast ins Rentenalter zu verlagern, wenn das Einkommen meist geringer ist.
Unsere Experten von transparent-beraten.de bewerten den Versicherer und die Tarife in den Kriterien „Preis, „Leistung“ und „Schadensfallabwicklung“ anhand ihrer langjährigen Erfahrung im Versicherungswesen.
Unsere Kunden bewerten den Versicherer und seine Tarife nach ihren individuellen Erfahrungen.
Der Score berechnet sich mit unterschiedlicher Gewichtung aus diesen vier Kategorien, um Ihnen einen transparenten und einfachen Überblick zu verschaffen.