Jeder Durchführungsweg der bAV hat seine eigenen Vorteile. Die Direktversicherung eignet sich gut für Geschäftsführer. Wir beraten Sie gerne zu Gestaltungsmöglichkeiten.
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Das erwartet Sie hier
Die Direktversicherung für Geschäftsführer im Überblick, Vor- und Nachteile, steuerliche Besonderheiten und mehr.
Die Direktversicherung für Geschäftsführer dient dem Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) für den Ruhestand. Zu Rentenbeginn erhält der Berechtigte entweder eine monatliche Rentenleistung, eine vollständige Kapitalauszahlung oder eine Kombination aus Kapital und monatlicher Leistung.
Für angestellte Geschäftsführer ohne oder mit geringer Beteiligung ist die Direktversicherung meist der einfachste, unbürokratischste Weg der bAV.
Bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern prüft das Finanzamt, ob die Versorgungszusage erforderliche Kriterien wie die Angemessenheit, Wartezeiten etc. erfüllt.
Über eine fondsgebundene Direktversicherung haben Geschäftsführer die Möglichkeit, Firmenvermögen in ETFs umzuwandeln und hohe Renditen zu erzielen.
Unterschiede nach Geschäftsführer-Typ
Fremd-Geschäftsführer (kein Gesellschafter): Ein Geschäftsführer ohne Gesellschaftsanteile gilt arbeitsrechtlich als Arbeitnehmer. Er fällt unter das Betriebsrentengesetz (BetrAVG). Für ihn stehen alle Durchführungswege in der betrieblichen Altersvorsorge offen. Im Rahmen der Direktversicherung hat der externe Geschäftsführer einen gesetzlichen Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent. Sowohl die Fördergrenzen (8 Prozent / 4 Prozent BBG) als auch der Insolvenzschutz greifen in vollem Umfang. Dies gilt, sofern der Arbeitgeber durch eine Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart. Oftmals liegen die Gehälter von Geschäftsführern über dieser Einspargrenze.
Minderheits-Gesellschafter-Geschäftsführer (geringe Beteiligung): Geschäftsführer mit geringem Anteil am Unternehmen (bis zu 25 Prozent) und ohne Sperrminorität können die Direktversicherung und auch sonstige Durchführungswege, die bei ihrem Arbeitgeber angeboten werden, im vollen Umfang nutzen. Bei Minderheits-Gesellschafter-Geschäftsführern, die keinen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft ausüben, findet das Betriebsrentengesetz Anwendung. Sie profitieren von der steuerlichen Förderung der bAV.
Gesellschafter-Geschäftsführer mit Sperrminorität ( >25 Prozent Anteil): Betriebsrentenrechtlich fällt der Gesellschafter-Geschäftsführer mit Sperrminorität aus dem Schutz durch das BetrAVG raus. Die Direktversicherung für den Gesellschafter-Geschäftsführer muss einem Fremdvergleich standhalten, damit die Beiträge als Betriebsausgabe anerkannt werden.
Beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer: Beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer halten über 50 Prozent der Anteile am Unternehmen. Sie gelten nicht als Arbeitnehmer. Bei der Gestaltung einer Direktversicherung (oder anderer bAV-Durchführungswege) sind Geschäftsführer angehalten, bestimmte Regeln der Geschäftsführervorsorge wie die Angemessenheit, Wartezeiten etc. einzuhalten.
Wichtiger Hinweis: Bei Insolvenz des Unternehmens entfällt der PSV-Schutz für die bAV des beherrschenden Geschäftsführers, da diese nicht als Arbeitnehmer gilt.
Geschäftsführer in Personengesellschaften: Der Begriff „Geschäftsführer“ wird auch in Personengesellschaften gerne verwendet, ist aber formal nicht korrekt. Es handelt sich um Inhaber, die gegebenenfalls das Unternehmen auch operativ leiten. Sie gelten nicht als Arbeitnehmer. Eine Direktversicherung ist über die Personengesellschaft nicht möglich. Allerdings können die Beschäftigten einer solchen Personengesellschaft die bAV, einschließlich der Direktversicherung, ganz normal nutzen.
Geschäftsführer-Typ
Arbeitnehmerstatus
Direktversicherung möglich?
Fremd-Geschäftsführer (kein Gesellschafter)
Ja
Ja, uneingeschränkt
Minderheits-Gesellschafter-Geschäftsführer (< 25 Prozent, keine Sperrminorität)
Ja
Ja, bei Angemessenheit
Gesellschafter-Geschäftsführer mit Sperrminorität (> 25 Prozent)
Eingeschränkt
Ja, mit Sonderregeln für die Geschäftsführerversorgung
Beherrschender Gesellschafter (> 50 Prozent)
Nein
Ja, mit Sonderregeln für die Geschäftsführerversorgung
GF in Personengesellschaft
Nein
Nein
Einzelunternehmer/ Selbstständiger
Nein
Nein
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Viele Geschäftsführer sind im Alter schlechter abgesichert als ihre Angestellten – dabei gibt es clevere Wege, die eigene Versorgung steuerlich optimiert und rechtssicher aufzubauen. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Lösung zu Ihrer Situation passt.
Vorteile der Direktversicherung für Geschäftsführer
Steuerbegünstigte Vorsorge: Beiträge bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der gesetzlichen Rentenversicherung sind lohnsteuerfrei (§3 Nr. 63 EstG). Das entspricht im Jahr 2026 8.112 Euro jährlich (676 Euro monatlich). Zusätzlich sind 4 Prozent der BBG (im Jahr 2026 4.056 Euro jährlich und 338 Euro monatlich) sozialabgabenfrei. Diese Regelung gilt grundsätzlich für alle Geschäftsführer. Eine Sozialversicherungsersparnis entsteht jedoch nur, wenn der Geschäftsführer sozialversicherungspflichtig ist – und auch dann häufig nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Die steuerliche Förderung bleibt unabhängig davon bestehen und kann durch die Steuerprogression in Deutschland je nach persönlichem Steuersatz oft bis zu rund 45 Prozent (inklusive Solidaritätszuschlag) betragen.
Keine Bilanzbelastung: Geschäftsführer können die Beiträge zur Direktversicherung als Betriebsausgabe absetzen. Da die Direktversicherung über einen externen Versicherer läuft, muss das Unternehmen keine Pensionsrückstellungen bilden.
Gestaltungsfreiheit: Bei ETF-gebundenen Direktversicherungen fließt das Kapital in eine renditestarke Anlage. Das kann langfristig zu höheren Renditen und Altersleistungen führen.
Insolvenzsicherung: Bei Insolvenz des Unternehmens bleibt das angesparte Kapital dem Arbeitnehmer (Geschäftsführer) zugeordnet. Der Versicherer haftet für die Leistungen der Direktversicherung.
Nachteile der Direktversicherung für Geschäftsführer
Nachgelagerte Besteuerung: Das Kapital aus einer Direktversicherung unterliegt bei Auszahlung der nachgelagerten Besteuerung. Allerdings profitieren viele Rentner von einem niedrigeren Steuersatz im Alter.
Zweckmäßigkeit: Das Kapital aus einer Direktversicherung ist an den Zweck der Altersvorsorge gebunden. Eine vorzeitige Auszahlung ist in der Regel nicht möglich.
Leistungen und Kombinationsmöglichkeiten der Direktversicherung
Hinterbliebenenleistung in der bAV für Geschäftsführer
In der Direktversicherung ist häufig ein Todesfallschutz eingeschlossen. Verstirbt die versicherte Person vor Leistungseintritt, wird in der Regel das bis dahin gebildete Kapital an die Hinterbliebenen bzw. die bezugsberechtigte Person ausgezahlt. Verstirbt die versicherte Person während des Rentenbezugs, kommt es darauf an, ob eine Rentengarantiezeit vereinbart wurde. Diese liegt je nach Vertrag häufig zwischen 0 und 30 Jahren. Beispiel: Bei 10 Jahren Rentengarantiezeit wird die Rente höchstens bis zum Ende des 10. Jahres an Hinterbliebene weitergezahlt. Verstirbt die versicherte Person im 11. Rentenjahr, besteht in diesem Fall kein weiterer Anspruch.
Zusätzlich können Geschäftsführer bei einigen Anbietern eine Hinterbliebenenleistung vereinbaren, bei der Ehegatten oder kindergeldberechtigte Kinder im Todesfalle eine bestimmte Rentenleistung erhalten.
Berufsunfähigkeitsversicherung für Geschäftsführer
Geschäftsführer haben bei vielen Versicherern die Möglichkeit, eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) in ihre Direktversicherung zu integrieren. Bei Berufsunfähigkeit erhält der Geschäftsführer eine BU-Rente. Da herrschende Geschäftsführer kein Anrecht auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente haben, kann die Absicherung des Einkommens durch die BUZ essenziell sein.
Aus steuerlichen Gründen ist es jedoch häufig sinnvoller, die Berufsunfähigkeit separat über eine selbstständige BU-Versicherung abzusichern.
Investition von Firmenvermögen in ETFs über eine Direktversicherung
Insbesondere bei fondsgebundenen Direktversicherungen fließen die Beiträge nicht primär in Deckungsstöcke, sondern werden direkt in Investmentfonds oder ETFs angelegt. Gerade für Gesellschafter-Geschäftsführer eröffnet die Möglichkeit eine attraktive Gestaltungsoption: Anstatt Gewinne direkt auszuschütten oder als Cash im Unternehmen zu halten, kann Vermögen steuerlich effizient und renditeorientiert in die private Altersvorsorge überführt werden.
Nicht jede Direktversicherung erlaubt ETF-Investments und hohe Aktienquoten. Geschäftsführer sollten bei der Auswahl des bAV-Produkts auf Transparenz, freue Fonds- beziehungsweise ETF-Auswahl und flexible Umschichtungsmöglichkeiten achten.
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Viele Geschäftsführer sind im Alter schlechter abgesichert als ihre Angestellten – dabei gibt es clevere Wege, die eigene Versorgung steuerlich optimiert und rechtssicher aufzubauen. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Lösung zu Ihrer Situation passt.
Steuerliche Möglichkeiten der Direktversicherung für Geschäftsführer
Nach § 3 Nr. 63 EstG können Beiträge zur Direktversicherung bis zu 8 Prozent der der BBG lohnsteuerfrei erbracht werden. Ein großer Teil des Vergütungsvolumens kann so ohne sofortige Einkommenssteuerbelastung in eine Direktversicherung fließen. Zusätzlich sind im Rahmen der Entgeltumwandlung Beiträge bis zu 4 Prozent der BBG sozialversicherungsfrei, was vor allem für sozialversicherungspflichtige Fremd- und Minderheits-Geschäftsführer relevant ist.
Gestaltungsspielraum für Geschäftsführer
Gesellschafter-Geschäftsführer können Beiträge zur Direktversicherung aus laufenden Vergütungen, Tantiemen oder Sonderzahlungen leisten, sofern die Versorgung angemessen ist und weitere Regeln der Geschäftsführerversorgung eingehalten werden. Bei korrekter Ausgestaltung können Geschäftsführer Unternehmensgewinne steuerbegünstigt in privates Altersvermögen umwandeln, ohne dass eine sofortige Abgeltungssteuer oder Gewinnausschüttungsbesteuerung anfällt. Die sogenannte Vervielfältigungsregel erlaubt es, unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Beiträge steuerfrei in die Direktversicherung einzuzahlen. Die Leistungen aus der Direktversicherung unterliegen bei Rentenbeginn der vollen Einkommenssteuer. Zu beachten ist, dass andere Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung mit deutlich höheren Dotierungsmöglichkeiten steuerlich und wirtschaftlich oft attraktiver sein können.
Finanzierungsmöglichkeiten der Direktversicherung für Geschäftsführer
Entgeltumwandlung
Bei der Entgeltumwandlungverzichtet der Geschäftsführer auf einen Teil seines Bruttogehalts, seiner Tantieme oder eines Bonusanspruchs und lässt diesen Anteil stattdessen über den Arbeitgeber direkt in eine Direktversicherung einzahlen.
Arbeitgeberfinanziert
Bei der arbeitgeberfinanzierten Direktversicherung trägt der Arbeitgeber die Beiträge. Für Gesellschafter-Geschäftsführer ermöglicht dies, unter bestimmten Voraussetzungen Unternehmensgewinne steuerlich effizient in die private Altersvorsorge zu verschieben.
Kombination
Bei Kombinationsmodellen erfolgt ein Teil der Beiträge zur Altersvorsorge über die Entgeltumwandlung, ein weiterer Teil erfolgt arbeitgeberfinanziert. Gerade für Minderheits-Gesellschafter-Geschäftsführer und Fremd-Geschäftsführer ist eine Kombination attraktiv, da sie den nettoaufwand minimiert und gleichzeitig den Arbeitgeber in die Finanzierung der Vorsorge einbezieht.
Experten-Tipp: Gestaltungsspielräume für Geschäftsführer
„Die Vorteile der Direktversicherung (Steuer- und Sozialversicherungsersparnis) können über die Unterstützungskasse nochmals genutzt werden. Geschäftsführer können kumuliert 8 Prozent Sozilabgaben auf die BBG sparen. Darüber hinaus bietet die Unterstützungskasse deutlich größere Gestaltungsspielräume: Im Rahmen der geltenden Spielregeln (unter anderem Angemessenheit, Finanzierbarkeit und Grenzen der Sittenwidrigkeit) können Geschäftsführer Beiträge steuerfrei in deutlich höherem Umfang leisten. Anders als bei der Direktversicherung besteht keine Begrenzung von 8 Prozent der BBG.“
Häufige Fragen zur Direktversicherung für Geschäftsführer
Ist eine Direktversicherung für jeden Geschäftsführer möglich?
Grundsätzlich ist eine Direktversicherung für jeden Geschäftsführer möglich, die konkrete Ausgestaltung hängt aber vom Status des Geschäftsführers ab. Fremd- und Minderheitsbeteiligte-Geschäftsführer können die Direktversicherung wie Arbeitnehmer nutzen. Bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern ist eine fremdübliche und steuerlich saubere Gestaltung notwendig.
Können Geschäftsführer über die Direktversicherung in ETFs investieren?
Geschäftsführer können über die fondsgebundene Direktversicherung die Beiträge teilweise oder ganz in ETFs investieren.
Was passiert mit der Direktversicherung bei Ausscheiden oder Unternehmensverkauf?
Bei Ausscheiden aus dem Unternehmen kann der Geschäftsführer die Direktversicherung beitragsfrei stellen oder privat fortführen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Übertragung auf einen neuen Arbeitgeber möglich, aber nicht in jedem Fall empfehlenswert.
Mit uns die ideale GF-Versorgung finden
Viele Geschäftsführer sind im Alter schlechter abgesichert als ihre Angestellten – dabei gibt es clevere Wege, die eigene Versorgung steuerlich optimiert und rechtssicher aufzubauen. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Lösung zu Ihrer Situation passt.
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BeitragsbemessungsgrenzeDie Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung.EntgeltumwandlungBei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen.Nachgelagerte BesteuerungRenten werden erst bei Auszahlung besteuert, während die Beiträge in der Ansparphase steuerfrei oder steuermindernd sind. Ziel ist es, die Steuerlast ins Rentenalter zu verlagern, wenn das Einkommen meist geringer ist.
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