Stephan Seidenfad Geschäftsführung und bAV-Experte
Direktversicherung für Geschäftsführer
Firmenvermögen wird Privatvermögen. Die Direktversicherung für Geschäftsführer bringt rund 8.000 Euro im Jahr vor der Steuer aus der GmbH, insolvenzgeschützt mit dem richtigen Bezugsrecht.
Persönlich, vernetzt, auf Augenhöhe. Kein Callcenter. Kein Vertreterwechsel. Sondern ein fester Ansprechpartner, der Ihre Situation kennt, heute und in zehn Jahren.
Das erwartet Sie hier
Welcher Geschäftsführer-Typ die Direktversicherung wie nutzt, wo ihr Deckel greift und wie Sie den Vertrag vor dem Insolvenzverwalter schützen.
Eine Direktversicherung für Geschäftsführer ist eine Lebens- oder Rentenversicherung, die die GmbH auf das Leben ihres Geschäftsführers abschließt. Bis rund 8.000 € im Jahr (2026 genau 8.112 €, 8 % der Beitragsbemessungsgrenze) fließen ohne Lohnsteuer hinein.
Gesellschafter-Geschäftsführer ab 50 % Beteiligung haben keinen Schutz durch den Pensions-Sicherungs-Verein, ihr einziger Insolvenzschutz ist ein uneingeschränkt unwiderrufliches Bezugsrecht.
Eine Ersparnis bei Sozialabgaben gibt es nur für sozialversicherungspflichtige Geschäftsführer mit Gehalt unter der Beitragsbemessungsgrenze und nur bis 4.056 € im Jahr (Stand 2026).
Beim Ausscheiden erlaubt die Vervielfältigungsregel zusätzlich bis 40.560 € vor der Steuer (2026: 4 % der Beitragsbemessungsgrenze je Dienstjahr, höchstens zehn Jahre).
Die Direktversicherung ist der Einstieg mit Deckel: Wer mehr aus der GmbH entnehmen will, ergänzt eine Unterstützungskasse oder eine Pensionszusage.
Stephan Seidenfad Geschäftsführung und bAV-Experte
Der Einstieg mit Deckel
Über die Direktversicherung fließen rund 8.000 Euro im Jahr vor der Steuer aus der GmbH in Ihre Versorgung. Wie gut dieses Geld geschützt ist, entscheidet nicht der Tarif, sondern eine Zeile im Versicherungsschein, das Bezugsrecht. Ist es nur eingeschränkt unwiderruflich, entscheidet beim beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführer die Auslegung im Einzelfall, ob der Insolvenzverwalter zugreift. Von unseren 15 erfahrensten Beratern erinnert sich ein einziger an einen Gesellschafter-Geschäftsführer, der schon gut versorgt zu ihm kam (interne Umfrage 2026). Nicht weil jemand etwas falsch gemacht hat, sondern weil nach der Einrichtung niemand mehr draufgeschaut hat. Liegt Ihr Vertrag schon im Ordner, prüfen wir ihn gern mit Ihnen.
Das ist neu in 2026
Deckelung 2026: Der Deckel für Beiträge in die Direktversicherung liegt bei rund 8.000 Euro im Jahr (2026 genau 8.112 Euro). Für 2027 hat das Bundeskabinett 8.496 Euro vorgesehen, die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus. → Mehr dazu im Abschnitt „Wo greift der Deckel, und was kommt darüber?“
Rund 8.000 Euro im Jahr: der kurze Weg vom Firmenkonto in Ihre Versorgung
Die Direktversicherung für Geschäftsführer ist der schnellste Weg, Geld aus der GmbH vor der Steuer in die eigene Versorgung zu bringen. Die GmbH schließt dafür eine Lebens- oder Rentenversicherung auf Ihr Leben ab und zahlt die Beiträge. Bis rund 8.000 Euro im Jahr (2026 genau 8.112 Euro) fließen ohne Lohnsteuer in den Vertrag (Quelle: § 3 Nr. 63 EStG). Das gilt für den Fremd-Geschäftsführer ebenso wie für die Direktversicherung des Gesellschafter-Geschäftsführers, auch des beherrschenden.
Mehr Netto aus dem Brutto. Steuerlich anerkannt, insolvenzgeschützt, mit einer Auszahlung nach Ihrem Plan. Das verspricht die Geschäftsführerversorgung insgesamt, und die Direktversicherung löst es im Kleinen ein. Insolvenzgeschützt ist sie, wenn das Bezugsrecht uneingeschränkt unwiderruflich ist. Die Direktversicherung ist der Einstieg mit Deckel: rund 8.000 Euro im Jahr, die Notfall-Lösung, wenn der Gewinn noch nicht reicht.
Was die Direktversicherung für die GmbH bedeutet
Für die GmbH bleibt der Weg bilanzneutral. Der Anspruch aus der Versicherung gehört nicht zu ihrem Betriebsvermögen, eine Pensionsrückstellung entsteht nicht (Quelle: § 4b EStG). Die Beiträge sind für die GmbH Betriebsausgabe. Ein späterer Käufer findet in der Bilanz keine Pensionsverpflichtung, die er bewerten oder ausfinanzieren müsste.
In der Belegschaft ist die Direktversicherung der größte Durchführungsweg der Privatwirtschaft: Ende 2023 zahlten 5,45 Millionen Beschäftigte in mindestens einen Vertrag ein (Quelle: BMAS). Wer als HR-Leitung die Lösung für die Mitarbeiter sucht, findet sie auf der Seite zur Direktversicherung für Mitarbeiter. Diese Seite behandelt die Versorgung der Geschäftsführung.
Ob Ihre bestehende Direktversicherung hält, was sie verspricht, hängt an drei Details: am Bezugsrecht, am Garantieniveau und an der schriftlichen Zusage hinter dem Vertrag.
Sie haben schon eine Versorgungszusage? 30 Minuten. Fünf Antworten. Klartext.
Sie schicken uns Zusage und Rückdeckungsvertrag. Wir prüfen Rendite, Auszahloptionen, KV-Status, Insolvenzschutz und Formalia. Sie bekommen eine Einschätzung in Klartext, auf Basis Ihrer realen Zahlen.
Noch keine Zusage? Dann rechnen wir in 15 Minuten, ob das Konzept zu Ihrer GmbH passt.
Welcher Geschäftsführer-Typ sind Sie? Drei Prüfungen, die getrennt laufen
Ob die Direktversicherung für Sie funktioniert, entscheiden drei getrennte Prüfungen: Gilt für Sie das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) mit dem Insolvenzschutz des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSVaG)? Sind Sie sozialversicherungspflichtig? Und ist die Förderung im Steuerrecht für Sie offen? Die Schwellen dafür sind nicht dieselben, deshalb gehört jede Prüfung einzeln auf den Tisch.
Betriebsrentengesetz: die Grenze liegt bei 50 Prozent
Für Fremd-Geschäftsführer und nicht beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer gilt das BetrAVG entsprechend, obwohl sie als Organ der GmbH keine Arbeitnehmer sind (Quelle: § 17 BetrAVG). Damit greifen Unverfallbarkeit, Übertragungsrecht und Insolvenzschutz. Einen Anspruch auf Entgeltumwandlung haben sie nur, wenn sie in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind.
Den Insolvenzschutz durch den PSVaG verliert ein einzelner Gesellschafter-Geschäftsführer mit einer Beteiligung ab 50 Prozent. Halten mehrere Gesellschafter-Geschäftsführer zusammen 50 Prozent oder mehr, werden ihre Anteile zusammengerechnet, und keiner von ihnen ist gesichert, außer wer unter zehn Prozent hält (Quelle: PSVaG). Eine Sperrminorität allein ändert am Betriebsrentenrecht nichts. Sie spielt in der Sozialversicherung eine Rolle.
Sozialversicherung: Mehrheit oder echte Sperrminorität
GmbH-Geschäftsführer sind in der Regel als Beschäftigte sozialversicherungspflichtig. Frei sind sie mit einer Mehrheitsbeteiligung, mit genau 50 Prozent oder mit weniger und einer umfassenden Sperrminorität aus dem Gesellschaftsvertrag. Stimmbindungsverträge außerhalb der Satzung reichen dafür nicht (Quelle: BSG).
Meldet die GmbH einen geschäftsführenden Gesellschafter als Beschäftigten zur Sozialversicherung an, muss die Krankenkasse seinen Status von der Deutschen Rentenversicherung Bund in einem Statusfeststellungsverfahren prüfen lassen (Quelle: § 7a SGB IV). Ohne Anmeldung ist ein freiwilliger Antrag möglich. Ändern sich die Anteile, etwa durch eine Kapitalerhöhung oder einen neuen Mitgesellschafter, ändert sich auch der Status. Von ihm hängt ab, ob der Beitrag neben der Lohnsteuer auch in der Sozialversicherung beitragsfrei bleibt.
In der Team-GmbH mit mehreren Gründern laufen beide Prüfungen auseinander. Jeder Gründer mit weniger als 50 Prozent kann sozialversicherungspflichtig sein, und trotzdem hat keiner PSV-Schutz, wenn die Anteile zusammen 50 Prozent erreichen. Für diese Konstellation ist das unwiderrufliche Bezugsrecht der eigentliche Insolvenzschutz.
Steuerrecht: auch der beherrschende GGF ist begünstigt
Steuerlich gilt jeder Geschäftsführer mit Anstellungsvertrag als Arbeitnehmer. Deshalb kann auch der beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer, kurz GGF, die Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG nutzen, auch wenn er nicht rentenversicherungspflichtig ist (Quelle: Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 12.08.2021).
Gefördert werden nur Beiträge aus dem ersten Dienstverhältnis (Quelle: § 3 Nr. 63 EStG). Wer Geschäftsführer zweier GmbHs ist, nutzt den Rahmen deshalb nur einmal.
Geschäftsführer-Typ
BetrAVG und PSV-Schutz
Sozialversicherung (Regelfall)
Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG
Fremd-Geschäftsführer ohne Beteiligung
Ja, BetrAVG gilt entsprechend
Pflichtig
Ja
Minderheits-GGF unter 50 %
Ja, aber Anteile mehrerer GGF werden zusammengerechnet
In der Regel pflichtig
Ja
GGF mit genau 50 % oder umfassender Sperrminorität
Ab 50 % kein PSV-Schutz, die Sperrminorität allein schließt das BetrAVG nicht aus
Nicht pflichtig
Ja
Beherrschender GGF über 50 %
Nein
Nicht pflichtig
Ja
Vorstand einer AG
In der Regel ja, BetrAVG gilt entsprechend, sofern er nicht als beherrschender Aktionär Unternehmer ist
Rentenversicherung nicht pflichtig
Ja
Mitunternehmer einer Personengesellschaft
Nein
Nicht maßgeblich
Nein
Einzelunternehmer
Nein
Nicht maßgeblich
Nein, kein Dienstverhältnis
Für den beherrschenden GGF zählen danach vor allem Geldfluss, Deckel und Insolvenzschutz. Fremd-Geschäftsführer finden ihre Punkte bei Sozialabgaben, Arbeitgeberzuschuss und Ausscheiden.
Sonderfälle: GmbH und Co. KG, Vorstand, Versorgungswerk
Wer Geschäftsführer der Komplementär-GmbH und zugleich Kommanditist ist, bezieht keinen Arbeitslohn, sondern eine Sondervergütung (Quelle: § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG). Für ihn greift die Förderung der Direktversicherung nicht. In Familien-KGs, in denen der Senior Kommanditist ist, lohnt deshalb vor jedem Abschluss der Blick darauf, wer in welcher Rolle an der Gesellschaft beteiligt ist.
Vorstände einer AG sind in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht versicherungspflichtig (Quelle: § 1 SGB VI). Für sie ist die Direktversicherung ein kleiner, steuerlich geförderter Baustein neben der eigentlichen Vorstandsversorgung. Geschäftsführer in Ärzte-, Anwalts- oder Steuerberater-GmbHs, die über ein Versorgungswerk befreit sind, haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung, können die Direktversicherung aber vereinbaren.
Betriebsrentengesetz, Sozialversicherung und Steuerrecht ziehen ihre Grenzen an verschiedenen Stellen. Wer sie vermischt, plant mit Vorteilen, die es für ihn nicht gibt. Wir ordnen Ihren Status anhand Ihres Gesellschaftsvertrags ein und klären im Bestandscheck in 30 Minuten, welche Regeln für Sie gelten.
Experten-Tipp: Sozialversicherungspflichtig und trotzdem ohne PSV-Schutz
„Kein Tarifvergleich ersetzt den Blick in den Gesellschaftsvertrag. In einer GmbH mit drei geschäftsführenden Gründern zu je einem Drittel kann jeder sozialversicherungspflichtig sein. Den Schutz des Pensions-Sicherungs-Vereins hat trotzdem keiner, weil die Anteile zusammengerechnet werden. Mein Rat: Lassen Sie Status und PSV-Schutz getrennt prüfen und vereinbaren Sie ein uneingeschränkt unwiderrufliches Bezugsrecht. In dieser Konstellation ist es Ihr eigentlicher Insolvenzschutz.“
Wie kommt das Geld aus der GmbH in die Direktversicherung?
Das Geld kommt auf zwei Wegen in den Vertrag: arbeitgeberfinanziert, also zusätzlich zum Gehalt, oder per Entgeltumwandlung aus einem Teil Ihres Gehalts oder Ihrer Tantieme. Für die GmbH sind beide Wege Betriebsausgabe. Für Sie bleibt der Beitrag bis zum Deckel ohne Lohnsteuer, versteuert wird erst bei der Auszahlung (Quelle: § 22 Nr. 5 EStG).
Die Rechnung: Ausschüttung oder Versorgung
Aus 100.000 Euro Gewinn werden privat rund 51.000. Oder 100.000. Wer Gewinn ausschüttet, zahlt zuerst rund 30 Prozent in der GmbH, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer, es bleiben rund 70.000 Euro (Quelle: § 23 KStG). Danach gehen gut 26 Prozent Abgeltungsteuer ab, privat kommen rund 51.000 Euro an. Fließt derselbe Betrag als Betriebsausgabe in Ihre Versorgung, kommt jeder Euro an (Stand 2026).
Bei der Direktversicherung gilt diese Rechnung bis zum Deckel von rund 8.000 Euro im Jahr. Sie betrifft den Gesellschafter-Geschäftsführer, denn eine Ausschüttung bekommen nur Gesellschafter. Fremd-Geschäftsführer lesen sie besser als Vergleich mit einer Gehaltserhöhung: Auf Gehalt und Tantieme liegt die Belastung in der Spitze bei bis 47,5 Prozent. Der Spitzensteuersatz beträgt 2026 42 Prozent ab 69.879 Euro und 45 Prozent ab 277.826 Euro zu versteuerndem Einkommen, jeweils plus Solidaritätszuschlag (Quelle: § 32a EStG).
Das ist kein Trick, sondern eine Struktur, die es seit Jahrzehnten gibt. Beiträge bis zum Deckel sind beim Geschäftsführer nach § 3 Nr. 63 EStG ohne Lohnsteuer und bei der GmbH Betriebsausgabe, die Besteuerung ist nachgelagert: Sie zahlen nicht weniger Steuern, sondern später und meist zu einem günstigeren Satz, während Ihr Kapital in der Zwischenzeit voll arbeitet (Quelle: § 3 Nr. 63 EStG). Ob das bei Ihnen passt, hängt von Alter der GmbH, Amtszeit und Angemessenheit ab.
Arbeitgeberfinanziert oder Entgeltumwandlung?
Für den beherrschenden GGF ist es wirtschaftlich dasselbe Geld, rechtlich aber nicht derselbe Weg. Bei Entgeltumwandlung muss für Personen unter dem BetrAVG das Bezugsrecht von Anfang an unwiderruflich sein, die Anwartschaft ist sofort unverfallbar. Außerdem darf die GmbH den Vertrag weder verpfänden noch abtreten oder beleihen (Quelle: § 1b BetrAVG).
Für Zusagen, die allein aus einem angemessenen Gehalt umgewandelt werden, gilt nach dem Bundesfinanzhof eine Erleichterung. Belasten sie die GmbH nicht mit Risiken und ist der Anspruch insolvenzgesichert, kommt es weder auf eine Probezeit noch auf die Erdienbarkeit an (Quelle: BFH). Erdienbarkeit meint die Mindestzeit bis zum Beginn der Auszahlung.
Das Urteil vom 19.11.2025 betrifft eine Direktzusage aus Entgeltumwandlung. Für arbeitgeberfinanzierte Zusagen gilt die Erleichterung nicht, weil der Bundesfinanzhof sie gerade mit der Finanzierung aus dem eigenen Gehalt begründet. Ob sie auf die Direktversicherung aus Entgeltumwandlung übertragbar ist, ist nicht höchstrichterlich geklärt.
Sozialabgaben und Arbeitgeberzuschuss
Eine Ersparnis bei Sozialabgaben gibt es nur für sozialversicherungspflichtige Geschäftsführer. Sie gilt bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Rentenversicherung, 2026 sind das 4.056 Euro im Jahr oder 338 Euro im Monat (Quelle: § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 SvEV). Liegt das Gehalt auch nach der Umwandlung über der BBG, entsteht keine Ersparnis.
Die BBG der Rentenversicherung liegt 2026 bundeseinheitlich bei 101.400 Euro im Jahr, die der Kranken- und Pflegeversicherung bei 69.750 Euro (Quelle: Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026). Für Geschäftsführergehälter sind das niedrige Schwellen. Wer darüber liegt, hat bei der Direktversicherung nur den steuerlichen Hebel.
Mit der Ersparnis entfällt auch der Pflichtzuschuss. Die GmbH muss 15 Prozent des umgewandelten Betrags nur zuschießen, soweit sie selbst Sozialversicherungsbeiträge spart (Quelle: § 1a BetrAVG). Fremd-Geschäftsführer über der BBG können deshalb einen arbeitgeberfinanzierten Beitrag zusätzlich zum Gehalt verhandeln, statt auf einen Zuschuss zu warten, der nicht kommt.
Was in der Lohnabrechnung steht
In der Lohnabrechnung erscheint der Beitrag bis zum Deckel als Bezug ohne Lohnsteuer. Beim sozialversicherungspflichtigen Geschäftsführer bleibt er bis 338 Euro im Monat zusätzlich beitragsfrei. Beim beherrschenden GGF, der nicht sozialversicherungspflichtig ist, betrifft die Abrechnung nur die Lohnsteuer.
Wer seine Zusage vor 2005 erhalten hat, hat eine Altzusage. Sie kann weiter nach § 40b EStG in der alten Fassung mit 20 Prozent pauschal versteuert werden, bis 1.752 Euro im Jahr (Quelle: Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 12.08.2021).
Diese pauschal versteuerten Beiträge mindern aber den Rahmen nach § 3 Nr. 63 EStG (Quelle: § 52 Abs. 4 EStG). Wer neu abschließt oder umstellt, sollte das vorher durchrechnen lassen.
Experten-Tipp: Nach der Gründung ist Entgeltumwandlung der robustere Start
„Arbeitgeberfinanziert klingt für den Gesellschafter-Geschäftsführer nach dem besseren Weg. Wirtschaftlich ist es dasselbe Geld. In den ersten Jahren nach der Gründung ist die Entgeltumwandlung trotzdem der robustere Start: Bei Gehaltsumwandlung hat der Bundesfinanzhof weder Probezeit noch Erdienbarkeit verlangt, entschieden für eine Direktzusage. Meine Empfehlung: Wandeln Sie aus einem angemessenen Gehalt um, mit unwiderruflichem Bezugsrecht ab Beginn. Sind GmbH und Amtszeit alt genug, kommt die Unterstützungskasse dazu.“
Der Deckel der Direktversicherung liegt bei rund 8.000 Euro im Jahr (2026 genau 8.112 Euro), das sind acht Prozent der BBG der Rentenversicherung (Quelle: § 3 Nr. 63 EStG). Bei 150.000 Euro Jahresgehalt deckt er rund 5,4 Prozent ab. Für einen Gesellschafter-Geschäftsführer, der Gewinn in sechsstelliger Höhe entnehmen will, ist das ein Anfang, kein Konzept.
Für 2027 steigt der Deckel voraussichtlich auf 8.496 Euro im Jahr. Das Bundeskabinett hat die neuen Rechengrößen Anfang Oktober 2026 beschlossen, der Bundesrat muss noch zustimmen (Quelle: Bundesregierung). Am Prinzip des Deckels ändert das nichts.
Direktversicherung, Unterstützungskasse und Pensionszusage im Vergleich
Merkmal
Direktversicherung
Unterstützungskasse (rückgedeckt)
Pensionszusage mit Rückdeckung
Grenze der Beiträge
8 % der BBG, 2026: 8.112 € im Jahr
Kein fester Höchstbetrag, Grenzen setzen § 4d EStG und die Angemessenheit
Kein fester Höchstbetrag, Grenze ist die Angemessenheit
Bilanz der GmbH
Anspruch nicht im Betriebsvermögen (§ 4b EStG)
Beiträge sind Betriebsausgabe (§ 4d EStG)
Pensionsrückstellung in der Bilanz
Insolvenzschutz beim beherrschenden GGF
Uneingeschränkt unwiderrufliches Bezugsrecht
Verpfändung der Rückdeckung mit Anzeige (§ 1280 BGB)
Verpfändung der Rückdeckung mit Anzeige (§ 1280 BGB)
Typischer Einsatz
Einstieg, auch in den ersten Jahren nach der Gründung
Aufbau über den Deckel hinaus mit gleichbleibenden oder steigenden Beiträgen
Größere Zusagen, Tantieme
Zusammen ergibt das die Reihenfolge, mit der wir in der Geschäftsführerversorgung arbeiten: Erst entnehmen. Dann optimieren. Dann absichern. Dann vermehren. Die Direktversicherung übernimmt den ersten Schritt bis zum Deckel. Was darüber hinaus aus der GmbH fließen soll, läuft über die Unterstützungskasse oder eine Pensionszusage. Wie sich alle fünf Wege unterscheiden, zeigt der Überblick Durchführungswege im Vergleich.
Die Unterstützungskasse hat keinen festen Euro-Deckel wie die Direktversicherung, unbegrenzt ist sie trotzdem nicht. Bei der rückgedeckten Kasse kann die GmbH den Beitrag an den Versicherer als Betriebsausgabe abziehen, wenn die Beiträge gleich bleiben oder steigen (Quelle: § 4d EStG).
Wann der zweite Baustein dazukommt
Für Unterstützungskasse und Pensionszusage gelten beim beherrschenden GGF Wartezeiten. Die Direktversicherung aus Entgeltumwandlung ist deshalb der Baustein, der auch in den ersten Jahren nach der Gründung funktioniert.
Das Konzept lohnt sich, sobald Ihre GmbH rund 500 Euro im Monat vor der Steuer in Ihre Versorgung geben kann. Ab dieser Größe prüfen wir, ob die Direktversicherung allein trägt oder ob eine Kombination mit der Unterstützungskasse mehr aus dem Gewinn macht. Die Antwort hängt an Gehalt, Gewinn, Alter der GmbH und bestehenden Zusagen.
Warum ein Versorgungskonzept ohne Analyse riskant ist
Jede GmbH hat eine andere Ausgangslage: Beteiligungsverhältnisse, Sozialversicherungsstatus, bestehende Zusagen, Krankenversicherung im Alter, geplanter Verkauf. Eine Versorgungsanalyse klärt, welche Bausteine zusammenpassen und wo Altverträge nachgebessert werden müssen. Standardlösungen und Vergleichsportale lassen diese Faktoren außen vor. Von Buddenbrock ist Versicherungsexperte für bAV, bKV und Geschäftsführerversorgung und verbindet seit 2002 Finanzen, Recht und Steuern in einer Beratung. Für die steuerrechtliche Einordnung Ihrer individuellen Situation arbeiten wir mit spezialisierten Steuerberatern aus unserem Experten-Netzwerk zusammen.
Liegt Ihr Entnahmeziel über rund 8.000 Euro im Jahr, reicht der Deckel allein nicht. Wer heute schon den vollen Rahmen ausschöpft und trotzdem Gewinn in der GmbH stehen lässt, verschenkt den größeren Teil des Hebels. Wer noch gar nichts hat, sollte wissen, ob die Direktversicherung allein genügt oder gleich der erste von zwei Bausteinen wird.
Rund 8.000 Euro im Jahr: Reicht die Direktversicherung für Ihre Entnahme?
Ob die Direktversicherung allein trägt oder eine Unterstützungskasse mehr aus Ihrem Gewinn macht, hängt an Gehalt, Gewinn, Alter der GmbH und bestehenden Zusagen. Im Bestandscheck rechnen wir das mit Ihren Zahlen durch, mit Finanz-, Rechts- und Steuerkompetenz in einem Gespräch.
Ist die Direktversicherung bei Insolvenz der GmbH geschützt?
Ob die Direktversicherung eines Geschäftsführers bei Insolvenz der GmbH geschützt ist, entscheidet das Bezugsrecht. Ist es uneingeschränkt unwiderruflich, erwerben Sie den Anspruch schon mit der Benennung, er gehört Ihnen und nicht der Insolvenzmasse (Quelle: § 159 VVG). Ist es widerruflich, erwerben Sie das Recht erst mit dem Versicherungsfall. Bis dahin kann der Insolvenzverwalter widerrufen und den Rückkaufswert zur Masse ziehen, also den Betrag, den der Versicherer bei einer Kündigung auszahlt.
Für Fremd-Geschäftsführer und nicht beherrschende GGF springt bei einem widerruflichen Bezugsrecht nach Eintritt der Unverfallbarkeit der PSVaG ein (Quelle: § 7 BetrAVG). Der beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer fällt nicht unter diesen Schutz. Für ihn ist das Bezugsrecht der einzige Insolvenzschutz seiner Direktversicherung. Wie der Insolvenzschutz der betrieblichen Altersversorgung für Mitarbeiter funktioniert, steht auf einer eigenen Seite.
Die Falle im Altvertrag: eingeschränkt unwiderruflich
In arbeitgeberfinanzierten Verträgen ist eine Klausel verbreitet, die das Bezugsrecht nur eingeschränkt unwiderruflich macht. Die GmbH behält sich vor, die Leistung an sich zu ziehen, wenn Sie vor der Unverfallbarkeit ausscheiden oder grob treuwidrig handeln. Bei Arbeitnehmern legen die Gerichte diesen Vorbehalt eng aus, eine insolvenzbedingte Kündigung löst ihn nicht aus.
Beim beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführer hängt viel an der Auslegung. Das Oberlandesgericht München hat 2024 einen Fall entschieden, in dem das Bezugsrecht nur eingeschränkt unwiderruflich war. Das Gericht hat den Vorbehalt beim Gesellschafter-Geschäftsführer ebenso eng gelesen wie bei einem Arbeitnehmer. Ihm stand ein Aussonderungsrecht zu, also das Recht, den Vertrag aus der Insolvenzmasse herauszuverlangen (Quelle: OLG München). Für Ihren eigenen Vertrag ist dieser Beschluss eine Orientierung, keine Gewissheit.
Verlässlich ist nur eine klare Klausel: Beim beherrschenden GGF gehört ein uneingeschränkt unwiderrufliches Bezugsrecht für Erleben und Tod in Zusage und Versicherungsvertrag. Dann kommt es auf die Auslegung eines Vorbehalts nicht mehr an. Bestehende Verträge lassen sich darauf prüfen und umstellen.
Verpfändung: bei der Direktversicherung ein Risiko
Bei der Direktversicherung ist eine Verpfändung durch die GmbH an Dritte, etwa an die Hausbank als Kreditsicherheit, eine Gefahr für Sie. Bei Entgeltumwandlung ist sie verboten, ebenso Abtretung und Beleihung (Quelle: § 1b Abs. 5 BetrAVG). Beim beherrschenden GGF gehört dieser Ausschluss ausdrücklich in die Zusage, sonst höhlt ein Darlehen auf den Vertrag das Bezugsrecht aus.
Bei der Pensionszusage ist es umgekehrt. Dort wird die Rückdeckungsversicherung an den GGF verpfändet und die Verpfändung beim Versicherer angezeigt (Quelle: § 1280 BGB). Erst diese Kette aus Zusage, Rückdeckung und Verpfändung schützt ihn. Dasselbe Wort steht also in zwei Verträgen für zwei entgegengesetzte Dinge.
Welches Bezugsrecht in Ihrem Vertrag steht, sehen Sie nicht im Kontoauszug, sondern nur in Zusage und Versicherungsschein. Wer seine Direktversicherung vor Jahren eingerichtet hat, sollte genau diese beiden Dokumente nebeneinanderlegen. Steht dort ein Vorbehalt, ist er beim beteiligten GGF kein Detail, sondern die Stelle, an der der Insolvenzverwalter ansetzt.
Steht in Ihrer Direktversicherung das richtige Bezugsrecht?
Eine Zeile im Versicherungsschein entscheidet beim beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführer, ob der Vertrag in der Insolvenz Ihnen gehört oder der Masse. Wir legen Zusage und Versicherungsschein nebeneinander und prüfen Bezugsrecht und Verpfändungsausschluss. Wo nötig, stellen wir den Vertrag gemeinsam mit Ihnen um.
Was gehört in den Vertrag? Hinterbliebene, Berufsunfähigkeit, Garantie
Neben dem Bezugsrecht gehören drei Entscheidungen in den Vertrag: wer im Todesfall Geld bekommt, ob die Berufsunfähigkeit mit abgesichert ist und welche Garantie gilt. Alle drei werden beim Abschluss festgelegt. Wer sie dem Standardantrag überlässt, merkt die Folgen erst im Leistungsfall.
Hinterbliebene: enger Kreis, namentliche Benennung
Bei einer geförderten Direktversicherung darf die Todesfallleistung nur an wenige Personen gehen: Ehegatten und eingetragene Lebenspartner, Kinder, frühere Ehegatten und Lebensgefährten, die namentlich benannt sind (Quelle: Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 12.08.2021). Andere Personen erhalten nur ein angemessenes Sterbegeld. Mehr dazu auf der Seite zur Hinterbliebenenversorgung.
Für unverheiratete Paare hat das eine zweite Folge: Leistungen an den Lebensgefährten können erbschaftsteuerpflichtig sein. Das Finanzgericht München hat 2026 im Fall einer Lebensgefährtin eine Gesamtbelastung aus Einkommen- und Erbschaftsteuer von rund 60 Prozent als nicht übermäßig bewertet (Quelle: FG München). Wer unverheiratet ist, klärt Benennung und Steuerfolge am besten vor dem Abschluss mit seinem Steuerberater.
Berufsunfähigkeit: im Vertrag oder daneben?
Der beherrschende GGF hat in der Regel keinen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente, weil ihm in den letzten fünf Jahren die nötigen drei Jahre Pflichtbeiträge fehlen (Quelle: § 43 SGB VI). Eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BU) in der Direktversicherung schließt diese Lücke mit gefördertem Beitrag. Mit einer Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit läuft auch die Altersversorgung weiter.
Der Preis ist dreifach. Die BU-Leistung wird später voll versteuert, bei gesetzlich Krankenversicherten fallen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an, und der BU-Beitrag verbraucht einen Teil des Deckels. Eine separate private BU-Versicherung kostet mehr, bleibt aber beim Ausscheiden unabhängig vom Vertrag der GmbH. Die Wahl hängt vor allem daran, ob Sie die Absicherung nach einem Ausscheiden behalten wollen.
Garantie und Kosten: Rendite kommt zuletzt
Rendite ist bei der Direktversicherung die Folge der Struktur, nicht der Grund für den Abschluss. Seit 2025 dürfen Versicherer für neue Verträge höchstens 1,0 Prozent Garantiezins kalkulieren (Quelle: § 2 DeckRV). Eine Beitragsgarantie von 100 Prozent ist damit teuer, weil sie den Anteil drückt, der am Kapitalmarkt arbeitet.
Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) kam 2023 zu dem Ergebnis, dass eine Garantie von bis zu 60 Prozent der Beitragssumme im Mittel höhere Leistungen ermöglicht. Eine Absenkung unter 60 Prozent bringt danach keinen nennenswerten Mehrwert. Der Bericht ist ausdrücklich keine Position des Verbands (Quelle: DAV).
Bei einer beitragsorientierten Leistungszusage, der üblichen Form der Direktversicherung, verlangt das Bundesarbeitsgericht, dass die Mindesthöhe der Leistung schon bei der Umwandlung der Beiträge in eine Anwartschaft feststeht (Quelle: BAG). Für den beherrschenden GGF gilt das BetrAVG nicht.
Die Kosten stehen im Angebot. Der Versicherer muss die Effektivkosten als Minderung der Wertentwicklung in Prozentpunkten bis zum Beginn der Auszahlung ausweisen (Quelle: § 2 VVG-InfoV). Vergleichen Sie diese Zahl, bevor Sie über Fondsauswahl sprechen. Wer Firmenvermögen gezielt am Kapitalmarkt anlegen will, findet die Möglichkeiten auf der Seite Firmenvermögen in ETFs investieren.
Experten-Tipp: Weder volle Garantie noch null Prozent
„Meine eigene Unterstützungskasse läuft seit 2008 ETF-basiert. In der Direktversicherung des beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführers rate ich trotzdem von null Prozent Garantie ab: Ob die Förderung dann noch anerkannt wird, hat kein Gericht entschieden. Volle Garantie kostet dagegen Rendite. Mein Rat: Wählen Sie eine Bruttobeitragsgarantie zwischen 60 und 80 Prozent und vergleichen Sie vorher die Effektivkosten im Angebot.“
Was passiert mit der Direktversicherung bei Verkauf oder Ausscheiden?
Die Direktversicherung hängt an Ihnen, nicht an der Bilanz der GmbH, und das macht sie beim Verkauf unkompliziert. Werden die Anteile verkauft, bleibt die GmbH Versicherungsnehmerin, der Vertrag geht mit der Gesellschaft auf den Käufer über. Scheiden Sie aus, stehen drei Wege offen: Sie übernehmen den Vertrag privat, er wird beitragsfrei gestellt, oder ein neuer Arbeitgeber führt ihn fort.
Vervielfältigungsregel: bis 40.560 Euro beim Ausscheiden
Aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses darf die GmbH zusätzlich zum laufenden Deckel einen Einmalbeitrag in die Direktversicherung zahlen. Erlaubt sind vier Prozent der BBG für jedes Kalenderjahr im Dienstverhältnis, höchstens zehn Jahre (Quelle: § 3 Nr. 63 Satz 3 EStG). 2026 sind das höchstens 40.560 Euro. Eine Anrechnung früherer Beiträge sieht die geltende Fassung nicht vor. Die frühere Regel mit 1.800 Euro je Dienstjahr galt bis 2017 und ist überholt.
Der Einmalbeitrag ist nur von der Lohnsteuer befreit, nicht von Sozialabgaben. Die Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) stellt nur die laufenden Beiträge bis vier Prozent der BBG beitragsfrei, den Einmalbeitrag nach der Vervielfältigungsregel nennt sie nicht (Quelle: § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 SvEV). Beim beherrschenden GGF ohne Versicherungspflicht spielt das keine Rolle.
Bei Altverträgen nach § 40b EStG in der alten Fassung bleibt die Regel anwendbar. Ihr Rahmen verringert sich aber, soweit die GmbH beim Ausscheiden die alte Vervielfältigungsregel nach § 40b EStG nutzt und den Beitrag pauschal versteuert (Quelle: § 52 Abs. 4 EStG). Die laufende Pauschalversteuerung eines Altvertrags mindert den Rahmen dagegen nicht.
Beim beherrschenden GGF sollte der Einmalbeitrag vor dem Ausscheiden klar vereinbart und angemessen sein, damit die GmbH ihn als Betriebsausgabe abziehen darf. Die Wirkung ist eine Stundung: Die spätere Leistung wird voll versteuert.
Liquidation: übertragen statt kündigen
Wird die GmbH aufgelöst, liegt die Kündigung nahe, sie ist aber teuer. Der Rückkaufswert wird dann sofort als sonstige Einkunft voll versteuert (Quelle: § 22 Nr. 5 EStG). Die Alternative ist der Wechsel der Versicherungsnehmerstellung auf Sie und die beitragsfreie oder private Fortführung bis zum Leistungsalter.
Fremd-Geschäftsführer: Wechsel und Eigentümerwechsel
Für Fremd-Geschäftsführer und nicht beherrschende GGF gilt das BetrAVG. Nach dem Ausscheiden können sie innerhalb eines Jahres verlangen, dass der Übertragungswert auf den neuen Arbeitgeber übergeht, soweit er die BBG nicht übersteigt (Quelle: § 4 BetrAVG). Für den beherrschenden GGF gilt dieser Anspruch nicht, bei ihm regelt allein die Zusage, was passiert. Details zum Arbeitgeberwechsel stehen auf einer eigenen Seite.
Gesetzlich unverfallbar ist eine arbeitgeberfinanzierte Zusage erst nach drei Jahren Zusagedauer (Quelle: § 1b BetrAVG). Wer als Fremd-Geschäftsführer einen neuen Vertrag verhandelt, hält deshalb am besten drei Punkte schriftlich fest. Dazu gehören ein unwiderrufliches Bezugsrecht ab Beginn, eine sofortige vertragliche Unverfallbarkeit und eine Regelung für den Eigentümerwechsel.
Sie können den Vertrag nach dem Ausscheiden als alleiniger Versicherungsnehmer mit eigenen Beiträgen fortführen. Dann fallen auf den Teil aus diesen Beiträgen später keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an (Quelle: Bundesverfassungsgericht). Bleibt die GmbH Versicherungsnehmerin, gilt das nicht. Die eigenen Beiträge sind dafür nicht mehr nach § 3 Nr. 63 EStG gefördert.
Experten-Tipp: Der Exit-Beitrag gehört in den Kaufvertrag
„Die Vervielfältigungsregel gilt gern als Exit-Bonus. Ich sehe sie nüchterner: Bis 40.560 Euro gehen beim Ausscheiden vor der Steuer in Ihre Versorgung, versteuert wird später voll. Den Beitrag zahlt die GmbH, und die gehört dann oft schon dem Käufer. Deshalb: Halten Sie den Einmalbeitrag vor dem Ausscheiden schriftlich fest, nehmen Sie ihn in den Kaufvertrag auf und planen Sie das Auszahlungsjahr gleich mit.“
Wie wird die Direktversicherung ausgezahlt und versteuert?
Die Leistung wird voll nachgelagert besteuert, als laufende Auszahlung ebenso wie als Kapital, soweit sie auf geförderten Beiträgen beruht (Quelle: § 22 Nr. 5 EStG). Was bei Ihnen ankommt, hängt an zwei Stellschrauben: der Form der Auszahlung und Ihrem Krankenversicherungsstatus im Alter.
Ausgezahlt wird die Altersleistung bei Zusagen ab 2012 in der Regel nicht vor dem 62. Lebensjahr, bei früheren Zusagen nicht vor dem 60. (Quelle: Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 12.08.2021). Diese Altersgrenze gehört zu den Voraussetzungen der steuerlichen Förderung.
Kapital oder laufende Auszahlung
Wählen Sie Kapital, fällt die gesamte Summe in ein Steuerjahr. Die Fünftelregelung mildert sonst die Progression bei Einmalzahlungen. Nach dem Bundesfinanzhof greift sie aber nicht, wenn das Kapitalwahlrecht von Anfang an im Vertrag stand (Quelle: BFH). Eine laufende Auszahlung verteilt die Steuer über die Jahre. Wer Kapital will, legt die Auszahlung am besten in ein Jahr mit niedrigen übrigen Einkünften.
Krankenversicherung im Bezug
Wer im Alter in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert ist, zahlt auf die Leistung Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge allein. Eine Kapitalzahlung wird dafür auf 120 Monate verteilt, jeder Monat zählt mit einem Hundertzwanzigstel (Quelle: § 229 SGB V). Das Kapital wird also zehn Jahre lang verbeitragt.
In der Krankenversicherung gilt 2026 ein Freibetrag von 197,75 Euro im Monat, ein Zwanzigstel der Bezugsgröße (Quelle: § 226 SGB V). Freiwillig gesetzlich Versicherte bekommen diesen Freibetrag nicht. Für sie zählt die Leistung voll mit.
In der Pflegeversicherung gibt es den Freibetrag nicht, dort zählt die Leistung ab dem ersten Euro, sobald die Freigrenze überschritten ist (Quelle: § 57 SGB XI). Privat krankenversicherte Gesellschafter-Geschäftsführer zahlen auf die Leistung keine Beiträge. Der Krankenversicherungsstatus im Alter ist damit eine der Stellen, an denen eine Versorgung Geld verliert, ohne dass es jemand bemerkt.
Kapital oder laufende Auszahlung, gesetzlich oder privat krankenversichert: Was am Ende ankommt, entscheidet sich lange vor dem ersten Auszahlungstag. Wer diese Stellschrauben heute kennt, kann sie auch heute setzen. Welche davon in Ihrem Vertrag schon festgelegt sind, zeigt ein Blick in Ihre Unterlagen.
Unsere Empfehlungen
Unsere Einschätzung aus der Beratung: Die Direktversicherung ist für jeden Geschäftsführer-Typ ein sinnvoller erster Baustein, aber für keinen das ganze Konzept, sobald der Gewinn den Deckel übersteigt. Entscheidend ist, dass Typ, Vertrag und Zusage zusammenpassen.
Beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer: Direktversicherung als Einstieg mit Deckel, uneingeschränkt unwiderrufliches Bezugsrecht für Erleben und Tod, Ausschluss von Verpfändung, Abtretung und Beleihung. Darüber Unterstützungskasse oder Pensionszusage.
Minderheits-GGF in der Team-GmbH: Sozialversicherungsstatus und PSV-Schutz getrennt prüfen lassen. Das Bezugsrecht ist auch hier der eigentliche Schutz.
Fremd-Geschäftsführer: Arbeitgeberfinanzierten Beitrag verhandeln, sofortige vertragliche Unverfallbarkeit und eine Regelung für den Eigentümerwechsel festhalten.
Gesellschafter-Geschäftsführer kurz vor Verkauf oder Übergabe: Vervielfältigungsregel und Auszahlungsjahr gemeinsam planen.
Diese Unterlagen gehören zu Ihrer Direktversicherung
Beim beherrschenden GGF erkennt das Steuerrecht die Beiträge nur an, wenn die Zusage im Voraus klar, eindeutig und schriftlich vereinbart ist. Prüfen Sie, ob diese Unterlagen vollständig vorliegen:
Schriftliche Versorgungszusage oder Entgeltumwandlungsvereinbarung, datiert vor dem ersten Beitrag
Gesellschafterbeschluss und Befreiung vom Selbstkontrahierungsverbot nach § 181 BGB, weil der GGF die Zusage für die GmbH mit sich selbst schließt
Versicherungsschein mit uneingeschränkt unwiderruflichem Bezugsrecht für Erleben und Tod
Ausschluss von Verpfändung, Abtretung und Beleihung durch die GmbH
Aktuelle Erklärung zur Todesfallbegünstigung, bei Lebensgefährten mit namentlicher Benennung
Bescheid aus dem Statusfeststellungsverfahren der Deutschen Rentenversicherung, falls eines durchgeführt wurde
Was bei der Einrichtung passiert
Eine Direktversicherung für den Geschäftsführer einzurichten bedeutet mehr, als einen Antrag zu unterschreiben. Es braucht eine Zusage, die zum Status passt, einen Gesellschafterbeschluss, das richtige Bezugsrecht und die saubere Abbildung in der Lohnabrechnung. Wir begleiten den gesamten Ablauf, von der Statusprüfung über die Zusage bis zur laufenden Betreuung bei Gehaltsänderungen, Anteilsverschiebungen oder einem Verkauf. Liegt schon ein Vertrag vor, beginnt alles mit dem Bestandscheck.
Ob Ihre Direktversicherung heute so steht, dass sie einer Insolvenz der GmbH standhält, zeigt erst der Blick in Zusage und Versicherungsschein. Und ob sie für Ihre Entnahmeziele reicht, zeigt erst die Rechnung mit Ihren Zahlen.
Stephan Seidenfad · Geschäftsführung und bAV-Experte
„Ich bin das Gesicht. Den Alleingang gibt es hier nicht. Was Sie auf YouTube von mir hören, mache ich seit 2008 selbst so. Und mein Team setzt es seit über 20 Jahren so um, dass es einer Betriebsprüfung standhält.“
Seit 2002 berät Stephan Seidenfad Gesellschafter-Geschäftsführer und Unternehmen zu Versorgung und bAV, 2004 hat er von Buddenbrock mitgegründet. Seine eigene Unterstützungskasse läuft seit 2008. Wer bei uns anruft, spricht mit jemandem, der das Konzept bei ihm gelernt hat.
Mitgründer 2004 · Berater seit 2002 · Eigene U-Kasse seit 2008 · Schloss Schellenberg, Essen · YouTube: Klartext für Entscheider
Häufige Fragen zur Direktversicherung für Geschäftsführer
Was ist eine Direktversicherung für Geschäftsführer, und wie funktioniert sie?
Eine Direktversicherung für Geschäftsführer ist eine Lebens- oder Rentenversicherung, die die GmbH als Versicherungsnehmerin auf das Leben des Geschäftsführers abschließt und bezahlt. Der Geschäftsführer ist die versicherte Person, er oder seine Hinterbliebenen sind bezugsberechtigt, so beschreibt es § 1b BetrAVG. Die Beiträge sind für die GmbH Betriebsausgabe, eine Pensionsrückstellung entsteht nicht.
Beim Geschäftsführer bleiben Beiträge bis rund 8.000 Euro im Jahr (2026 genau 8.112 Euro) ohne Lohnsteuer, versteuert wird erst bei der Auszahlung. Das gilt für Fremd-Geschäftsführer ebenso wie für Gesellschafter-Geschäftsführer, auch für beherrschende.
Welche Geschäftsführer können die Direktversicherung nutzen?
Grundsätzlich jeder Geschäftsführer mit Anstellungsvertrag: Fremd-Geschäftsführer, Minderheits-Gesellschafter-Geschäftsführer und beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF). Die Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG gilt für Beiträge aus dem ersten Dienstverhältnis. Nicht möglich ist sie für Einzelunternehmer und für Mitunternehmer einer Personengesellschaft. Welche Regeln für Ihren Typ gelten, entscheiden drei getrennte Prüfungen: Betriebsrentengesetz mit Insolvenzschutz, Sozialversicherung und Steuerrecht.
Wie viel darf 2026 ohne Lohnsteuer in die Direktversicherung für Geschäftsführer fließen, und was ist sozialabgabenfrei?
Der Deckel liegt bei rund 8.000 Euro im Jahr (2026 genau 8.112 Euro, das sind 676 Euro im Monat). Das sind acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung von 101.400 Euro, so regelt es § 3 Nr. 63 EStG. Für 2027 hat das Bundeskabinett nach Angaben der Bundesregierung 8.496 Euro vorgesehen, der Bundesrat muss noch zustimmen (Stand Oktober 2026).
Sozialabgabenfrei sind davon höchstens vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, 2026 also 4.056 Euro im Jahr (338 Euro im Monat), laut § 1 SvEV. Das gilt nur für sozialversicherungspflichtige Geschäftsführer, deren Gehalt auch nach der Umwandlung unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Beim beherrschenden GGF ohne Versicherungspflicht bleibt der steuerliche Vorteil.
Wie wird die Direktversicherung für einen beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer steuerlich anerkannt?
Das Finanzamt prüft, ob die Zusage einem Fremdvergleich standhält. Sie muss im Voraus, klar und schriftlich vereinbart sein, vor dem ersten Beitrag. Dazu gehören ein Gesellschafterbeschluss und die Befreiung vom Selbstkontrahierungsverbot nach § 181 BGB, und die Gesamtvergütung muss angemessen bleiben. Fehlt eine Voraussetzung, droht eine verdeckte Gewinnausschüttung.
Eine Entgeltumwandlung betrifft nur künftige Entgeltansprüche, so regelt es § 1 BetrAVG. Die Wartezeiten, die für Pensionszusage und Unterstützungskasse gelten, übertragen Sie nicht ungeprüft auf die Direktversicherung.
Für Zusagen allein aus einem angemessenen Gehalt hat der Bundesfinanzhof bei einer Direktzusage aus Entgeltumwandlung weder Probezeit noch Erdienbarkeit verlangt. Für arbeitgeberfinanzierte Zusagen gilt das nicht. Ob es auf die Direktversicherung aus Entgeltumwandlung übertragbar ist, ist nicht höchstrichterlich geklärt.
Was bedeutet unwiderrufliches Bezugsrecht, und warum ist es für Geschäftsführer wichtig?
Bei einem unwiderruflichen Bezugsrecht erwirbt der Geschäftsführer den Anspruch schon mit der Benennung, die GmbH kann ihn nicht mehr ändern. Der Anspruch gehört ihm und nicht der Insolvenzmasse, so regelt es § 159 VVG. Ist das Bezugsrecht widerruflich, erwirbt er das Recht erst mit dem Versicherungsfall. Bis dahin kann der Insolvenzverwalter widerrufen und den Rückkaufswert zur Masse ziehen.
Beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer stehen nicht unter dem Schutz des Pensions-Sicherungs-Vereins, das Bezugsrecht ist ihr einziger Insolvenzschutz. Es sollte uneingeschränkt unwiderruflich sein, für Erleben und Tod. Ein Vorbehalt zugunsten der GmbH ist beim beteiligten GGF riskant, weil es dann auf die Auslegung im Einzelfall ankommt. Verlässlich ist nur die uneingeschränkte Klausel. Was in Ihrem Vertrag steht, zeigen nur Zusage und Versicherungsschein.
Was passiert mit der Direktversicherung beim Ausscheiden oder Unternehmensverkauf?
Beim Verkauf der Anteile bleibt die GmbH Versicherungsnehmerin, der Vertrag geht mit der Gesellschaft auf den Käufer über. Er findet in der Bilanz keine Pensionsverpflichtung, die er bewerten müsste.
Scheiden Sie aus, stehen drei Wege offen: Sie übernehmen den Vertrag privat, er wird beitragsfrei gestellt, oder ein neuer Arbeitgeber führt ihn fort. Fremd-Geschäftsführer und nicht beherrschende GGF können nach § 4 BetrAVG innerhalb eines Jahres die Übertragung auf den neuen Arbeitgeber verlangen. Das gilt, soweit der Übertragungswert die Beitragsbemessungsgrenze nicht übersteigt. Beim beherrschenden GGF regelt allein die Zusage, was gilt. Eine Kündigung ist meist teuer, weil der Rückkaufswert sofort voll zu versteuern ist, laut § 22 Nr. 5 EStG.
Was ist die Vervielfältigungsregel, und wann kann sie ein Geschäftsführer nutzen?
Aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses darf die GmbH zusätzlich zum laufenden Deckel einen Einmalbeitrag zahlen. Erlaubt sind vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze für jedes Kalenderjahr im Dienstverhältnis, höchstens zehn Jahre. 2026 sind das höchstens 40.560 Euro, so regelt es § 3 Nr. 63 Satz 3 EStG. Die frühere Regel mit 1.800 Euro je Dienstjahr gilt nicht mehr.
Der Einmalbeitrag ist nur von der Lohnsteuer befreit, nicht von Sozialabgaben. Bei Altverträgen nach § 40b EStG alter Fassung bleibt die Regel anwendbar, ihr Rahmen verringert sich aber, soweit die GmbH die alte Vervielfältigungsregel nach § 40b EStG nutzt. Die spätere Leistung wird voll versteuert, die Regel stundet die Steuer also. Wer verkauft oder übergibt, plant die Zahlung zusammen mit dem Auszahlungsjahr.
Was ist der Unterschied zwischen Direktversicherung und Unterstützungskasse für Geschäftsführer?
Der wesentliche Unterschied liegt in der Grenze. Die Direktversicherung hat einen festen Deckel von acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, das sind rund 8.000 Euro im Jahr (2026 genau 8.112 Euro). Die Unterstützungskasse hat keinen festen Euro-Deckel, unbegrenzt ist sie trotzdem nicht. Bei der rückgedeckten Kasse zählt der Beitrag an den Versicherer nur als Betriebsausgabe, wenn die Beiträge gleich bleiben oder steigen, laut § 4d EStG. Dazu kommt die Angemessenheit der Gesamtversorgung.
Für Gesellschafter-Geschäftsführer mit Gehältern deutlich über der Beitragsbemessungsgrenze reicht die Direktversicherung allein deshalb in der Regel nicht. Sie ist der Einstieg mit Deckel. Weil für Unterstützungskasse und Pensionszusage beim beherrschenden GGF Wartezeiten gelten, ist sie oft der erste Baustein. Darüber ergänzen Unterstützungskasse oder Pensionszusage, die Wege lassen sich kombinieren.
Welche Nachteile hat die Direktversicherung für Gesellschafter-Geschäftsführer?
Der geförderte Rahmen ist auf rund 8.000 Euro im Jahr begrenzt (2026 genau 8.112 Euro). Für größere Entnahmeziele ist die Direktversicherung ein Anfang, kein Konzept. Das Geld ist bis zum Ruhestand gebunden. Bei der Wahl des Tarifs zählen die Effektivkosten, die der Versicherer nach § 2 VVG-InfoV im Angebot ausweisen muss.
Die Leistung wird voll nachgelagert versteuert, als Auszahlung wie als Kapital, laut § 22 Nr. 5 EStG. Wer im Ruhestand gesetzlich pflichtversichert ist, zahlt auf die Leistung Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge allein. Ein Kapitalbetrag wird dafür auf 120 Monate verteilt, so regelt es § 229 SGB V. Privat Versicherte zahlen darauf keine Beiträge. Beim beherrschenden GGF kommen die Formalien der Zusage und das richtige Bezugsrecht hinzu.
Was gilt für eine Direktversicherung mit Zusage aus der Zeit vor 2005?
Zusagen vor 2005 können weiter nach § 40b EStG alter Fassung pauschal versteuert werden. Diese Beiträge mindern aber den Rahmen nach § 3 Nr. 63 EStG, so regelt es § 52 Abs. 4 EStG. Die Vervielfältigungsregel beim Ausscheiden bleibt auch für solche Verträge anwendbar, ihr Rahmen verringert sich aber, soweit die GmbH die alte Vervielfältigungsregel nach § 40b EStG nutzt.
Wer neu abschließt oder einen Altvertrag umstellt, sollte das vorher durchrechnen lassen. Prüfen Sie bei Altverträgen außerdem Bezugsrecht und Verpfändungsausschluss in Zusage und Versicherungsschein.
Ihr nächster Schritt
Sprechen wir über Ihr Vermögen.
Ein Gespräch, unverbindlich und auf Augenhöhe. Sie erfahren, wo Sie stehen und was sich für Sie und Ihr Unternehmen wirklich lohnt.
Betriebliche Altersvorsorge für Geschäftsführer: Was für GGF gilt
Das erwartet Sie hier Welche bAV-Wege Ihnen als Gesellschafter-Geschäftsführer offenstehen, welche Regeln gelten und wie Sie Ihre Versorgung absichern. Das […]
Das erwartet Sie hier Sie erfahren, welche Versorgungsbausteine GmbH-Geschäftsführer wirklich brauchen, welcher GF-Typ welche Regeln beachten muss und wie Sie […]
Firmenvermögen in Privatvermögen umwandeln: der Weg vom Firmenkonto in Ihr Vermögen
Das erwartet Sie hier Wie Sie als Gesellschafter-Geschäftsführer Gewinn vor der Steuer entnehmen, die Struktur absichern und die Auszahlung planen. […]
EntgeltumwandlungBei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen.BeitragsbemessungsgrenzeDie Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung.