Stephan Seidenfad
bAV-Experte und Geschäftsführung

Die Direkt­versicherung als Investment oder ETF-Sparplan

ETF-Police in der bAV: Hohe Renditechancen, aber viele Fallstricke. Lassen Sie sich von unseren Experten beraten – und holen Sie das Maximum für Ihre Mitarbeiter heraus.

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Das erwartet Sie hier

Wie Sie die Direkt­versicherung mit einem ETF-Investment kombinieren, welche Chancen und Risiken sich dabei ergeben sowie wichtige Kriterien bei der Produktauswahl.

Inhalt dieser Seite
  1. Direkt­­versicherung und ETFs
  2. Beitragsgarantien in der Direkt­­versicherung
  3. Für wen ist die Kombination aus Direkt­­versicherung und Investment oder ETF ungeeignet?
  4. Darauf sollten Arbeitgeber bei der Kombination aus Direkt­­versicherung und Investment oder ETF achten
Von Maureen Menger
Fachlich geprüft durch Stephan Seidenfad
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Neben den klassischen Anlageformen besteht die Möglichkeit, die Direkt­versicherung mit Investments oder Exchange Traded Funds (ETFs) zu kombinieren.
  • Anleger können durch die Kombination aus Direkt­versicherung und ETF von den Chancen der Kapitalmärkte profitieren.
  • Auch in Investment-Produkten werden in der Regel Beitragsgarantien abgebildet.
  • Die Kombination aus Direkt­versicherung und Investment oder ETF eignet sich nicht für jeden Anleger.

Direkt­versicherung und ETFs

Die Direkt­versicherung bietet die Möglichkeit, direkt in einen oder mehrere ETFs investieren. Durch diese Kombination können Anleger sowohl von der Sicherheit und den steuerlichen Vorteilen einer Direkt­versicherung als auch vom Renditepotenzial und der Flexibilität von ETFs profitieren. Es ist jedoch wichtig, die individuellen Ziele, Risikobereitschaft und steuerlichen Aspekte zu berücksichtigen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.


Beitragsgarantien in der Direkt­versicherung

Grundsätzlich ist die Direkt­versicherung darauf ausgerichtet, eine gewisse Beitragsgarantie abzubilden. Dieser Ansatz entspricht den Vorgaben des Gesetzgebers und hat den Zweck, dass die zugesagten Leistungen der Direkt­versicherung auch tatsächlich erbracht werden können. Die Einstandspflicht des Arbeitgebers in der betrieblichen Altersvorsorge besagt, dass der Arbeitgeber für die Erfüllung seiner Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung haftet. Dadurch wird ein gewisses Maß an Sicherheit für die Arbeitnehmer gewährleistet.

Was bedeuten Garantien für die Anlage?

Selbst in einem starken Investmentprodukt landen 30 bis 40 Prozent der Anlage während der Ansparphase nicht im ETF-Sparplan oder im Fonds, sondern im Deckungsstock des Versicherers, um die vereinbarte (partielle) Beitragsgarantie abbilden zu können. Mittels Garantien wird bewusst auf Rendite verzichtet, um Sicherheiten zu erzielen. Es gibt allerdings heutzutage auch Direkt­versicherungen, die vollständig auf Garantien verzichten. Dann können Arbeitnehmer in ihrer Police das volle Risiko fahren. Da der Arbeitgeber im Worstcase für die Verluste einstehen muss, empfehlen die meisten Anbieter eine Grundgarantie.

Mehr zu den Beitragsgarantien in der bAV

Experten-Tipp:
Fördermechanismen in der betrieblichen Altersvorsorge

„Selbst wenn der Investmentanteil in einer ETF-Police innerhalb der betrieblichen Altersvorsorge hoch genug ist, wird ein Prozentanteil konservativ angelegt. Diese Form der Anlage kann sich für den Arbeitnehmer trotzdem spannend gestalten. In der bAV spart der Arbeitnehmer in der Regel sozialabgaben- und steuerfrei an. Der Arbeitgeber ist per Gesetz verpflichtet, die Entgeltumwandlung mit Minimum 15 Prozent zu fördern. Viele Arbeitgeber fördern heutzutage über dieses Minimum hinaus. So werden in 99 Prozent der Fälle 30 bis 40 Prozent, die sicher angelegt werden, durch die Fördermechanismen abgefedert.“

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Geschäftsführung und bAV-Experte

Mit uns die ideale betriebliche Altersvorsorge finden

Weniger Verwaltungsaufwand, zufriedenere Mitarbeiter, steuerlich optimiert – die bAV ist einer der wirkungsvollsten Benefits, die Sie Ihrem Team bieten können. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Lösung zu Ihrem Unternehmen passt.

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Geschäftsführung und bAV-Experte

Für wen ist die Kombination aus Direkt­versicherung und Investment oder ETF ungeeignet?

Die Kombination aus Direkt­versicherung und Investment oder ETF ist nicht für jeden Arbeitnehmer geeignet.

  • Ältere und risikoaverse Menschen: Es ist schwierig, älteren Menschen oder Menschen, die den Kapitalmärkten ängstlich gegenüberstehen, ein gutes Gefühl bei der Kombination aus Direkt­versicherung und Investment oder ETF zu vermitteln. Deshalb eignet sich die Anlagestrategie für diese Personengruppen eher weniger.
  • Konservative Mitarbeiterstruktur: Auch bei einer konservativen Mitarbeiterstruktur ist das Angebot von beispielsweise zwei unterschiedlichen Produkten die bessere Alternative.

Darauf sollten Arbeitgeber bei der Kombination aus Direkt­versicherung und Investment oder ETF achten

Damit die Kombination aus Direkt­versicherung und Investment oder ETF funktionieren kann, sollten Arbeitgeber auf Folgendes achten:

  • Eine Basisgarantie ist unerlässlich, jedoch sollte sie nicht zu 100 Prozent garantiert sein. Es ergibt vielmehr Sinn, Garantien im Bereich von 70 bis 80 Prozent anzustreben, was durch die Einstandspflicht in der betrieblichen Altersvorsorge bedingt ist.
  • Arbeitgeber sollten darauf achten, dass Anbieter ihnen ein Investment-Portfolio präsentieren.
  • Die genaue Anlagequote bestimmt die Chance. Dabei sind folgende Fragen entscheidend: Welcher Anteil wird im Investment landen? Wie viel braucht der Versicherer, um den Deckungsstock mit den Garantien zu bestücken? Ist dieser Anteil zu hoch, fehlt die Investment-Komponente.
  • Viele Investment-Chancen und Auswahlmöglichkeiten führen in der Regel zu Problemen bei der Auswahl. Arbeitgeber sollten deswegen eine Vorauswahl treffen und zusammen mit einem Berater ein Portfolio bauen, das zu den Bedürfnissen der Arbeitnehmer passt.

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Entgeltumwandlung Bei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen. Beitragsbemessungsgrenze Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung. Cashflow Beschreibt den Geldfluss innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Er zeigt, wie viel Geld nach Abzug aller Ausgaben von den Einnahmen tatsächlich übrig bleibt. Ein Cashflow kann negativ, neutral oder positiv sein.
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