Stephan Seidenfad Geschäftsführung und bAV-Experte
ETF-Direktversicherung für Arbeitgeber: Garantie, Kosten, Haftung
Erst Altlasten analysieren. Dann neu bauen. So bringt die ETF-Direktversicherung Ihrer Belegschaft Kapitalmarktchancen, und Ihr Unternehmen behält Zusageart, Tarifkosten und Haftung im Griff.
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Das erwartet Sie hier
Wie die ETF-Direktversicherung funktioniert, was sie netto bringt, wo Haftung beginnt und was zu Kleinbetrieb, Mittelstand, Konzern oder Bestand passt.
Die ETF-Direktversicherung ist eine fondsgebundene Rentenversicherung im Durchführungsweg Direktversicherung: Ein Teil der Beiträge fließt in börsengehandelte Indexfonds (ETFs), und der Arbeitgeber steht für die zugesagte Mindestleistung ein.
Beiträge fließen bis rund 8.000 € im Jahr (2026 genau 8.112 €) vor der Steuer in den Vertrag, bis 4.056 € auch ohne Sozialabgaben; der Arbeitgeber gibt mindestens 15 % dazu, soweit er Sozialabgaben einspart.
Bei 200 € Entgeltumwandlung unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung bleibt dem Arbeitgeber nach 15 % Zuschuss ein Plus von 12,30 € je Mitarbeiter und Monat.
Gegenüber einem privaten ETF-Sparplan mit gleichem Nettoaufwand bringt die ETF-Direktversicherung brutto rund doppelt so viel Rente, netto nur einen kleinen Vorsprung, der ab rund 1,7 bis 1,9 % Effektivkosten kippt.
Seit 22.01.2026 erlaubt das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG II) ein Opting-out per Betriebsvereinbarung ohne Tarifvertrag mit mindestens 20 % Zuschuss; Betriebe ohne Betriebsrat können diesen Weg nicht nutzen.
Stephan Seidenfad Mitgründer und Geschäftsführer
Zwei Stellschrauben entscheiden über Ihre ETF-Direktversicherung
Die ETF-Direktversicherung ist eine fondsgebundene Rentenversicherung im Durchführungsweg Direktversicherung. Ein Teil der Beiträge fließt in börsengehandelte Indexfonds (ETFs), für die zugesagte Mindestleistung steht der Arbeitgeber ein. Ob sie sich lohnt, entscheiden zwei Stellschrauben: die Zusageart und die Effektivkosten des Tarifs. Die Haftung bleibt bei Ihnen, auch wenn der Versicherer weniger garantiert, als Sie zusagen. Dieser Artikel zeigt, wie Sie Garantie, Kosten und Mitbestimmung aufsetzen, was netto ankommt und ob betriebliche Altersvorsorge oder ETF-Sparplan mehr bringt. Sie möchten das nicht allein angehen? Wir begleiten Sie von der Analyse bis zur Umsetzung.
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Kapitalmarktchancen für die Belegschaft, Haftung mit System
Als Baustein der betrieblichen Altersversorgung verbindet die ETF-Direktversicherung die Förderung aus dem Bruttogehalt mit Renditechancen am Kapitalmarkt. Wie viel Geld tatsächlich in ETFs fließt, bestimmen Garantieniveau und Tarifkonstruktion. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie das rechtlich funktioniert, was gefördert wird und warum der Blick zuerst dem Bestand gilt.
So funktioniert die ETF-Direktversicherung
Rechtlich ist die ETF-Direktversicherung eine ganz normale Direktversicherung nach § 1b Abs. 2 Betriebsrentengesetz (BetrAVG). Der Arbeitgeber schließt eine Lebensversicherung auf das Leben des Mitarbeiters ab, der Mitarbeiter ist bezugsberechtigt (Quelle: § 1b BetrAVG). Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und zahlt die Beiträge, der Lebensversicherer verwaltet das Kapital. Die ETF-Anlage ist ein Tarifmerkmal, kein eigener Rechtsweg.
Der Beitrag teilt sich in der Regel auf. Ein Teil sichert die zugesagte Mindestleistung, etwa im Sicherungsvermögen des Versicherers oder in einem Wertsicherungsfonds. Der Rest fließt in die freie Fondsanlage, hier ETFs. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) beschreibt die Logik so: Das Anlagerisiko für die garantierte Leistung trägt der Arbeitgeber, für alles darüber der Mitarbeiter (Quelle: DAV).
Die Direktversicherung ist der größte Durchführungsweg der Privatwirtschaft. Ende 2023 zahlten 5,45 Millionen Beschäftigte aktiv in eine Direktversicherung ein, deutlich mehr als in Pensionskassen mit 3,86 Millionen (Quelle: BMAS). Einen eigenen Anteil der ETF-Tarife weist keine öffentliche Statistik aus.
Im Neugeschäft der Lebensversicherer gewinnen Fondsprodukte deutlich an Gewicht. 2025 entfielen 19,0 Prozent des gesamten Neuzugangs auf fondsgebundene Renten- und Pensionsversicherungen, rein klassische Tarife kamen auf 6,0 Prozent (Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)). Die Zahlen umfassen private und betriebliche Verträge zusammen.
Förderung 2026: Was vor Steuer und Sozialabgaben in den Vertrag fließt
Die ETF-Direktversicherung wird gefördert wie jede Direktversicherung. Beiträge fließen bis rund 8.000 Euro im Jahr (2026 genau 8.112 Euro) vor der Steuer in den Vertrag. Das sind acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Rentenversicherung von 101.400 Euro (Quelle: § 3 Nr. 63 EStG). Versteuert wird nachgelagert, also erst die Leistung im Alter.
Sozialabgabenfrei sind Beiträge bis vier Prozent der BBG, 2026 also bis 4.056 Euro im Jahr oder 338 Euro im Monat. Entgeltumwandlung und Arbeitgeberbeiträge zählen dabei zusammen (Quelle: § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 SvEV). Beiträge zwischen 338 und 676 Euro im Monat bleiben vor der Steuer, sind aber sozialversicherungspflichtig.
Jeder rentenversicherungspflichtige Mitarbeiter kann verlangen, dass bis zu vier Prozent der BBG aus seinem Gehalt umgewandelt werden. Bietet der Arbeitgeber weder Pensionskasse noch Pensionsfonds an, kann der Mitarbeiter eine Direktversicherung verlangen. Dazu kommt ein Pflichtzuschuss von 15 Prozent, soweit der Arbeitgeber durch die Umwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart (Quelle: § 1a BetrAVG).
Warum Bestandsverträge eine zweite Prüfung brauchen
In vielen Betrieben laufen mehrere Vertragsgenerationen nebeneinander. Bei Direktversicherungen beruhen noch zehn Prozent der aktiv bedienten Verträge auf Entgeltumwandlung mit Pauschalbesteuerung nach § 40b Einkommensteuergesetz (EStG) alter Fassung. Das weist der Forschungsbericht „BAV 2023″ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) aus. Kommt eine ETF-Lösung dazu, entsteht eine weitere Schicht mit eigener Zusageart und eigenem Garantieniveau. Für jede einzelne steht der Arbeitgeber ein.
Deshalb gilt bei der ETF-Direktversicherung dieselbe Reihenfolge wie in jeder Versorgung: Erst Altlasten analysieren. Dann neu bauen. Welche Zusage in den bestehenden Verträgen steckt, ob Tarifgarantie und Zusage zusammenpassen und was die Tarife kosten, entscheidet über Haftung und Ergebnis. von Buddenbrock prüft das als Versicherungsexperte für betriebliche Altersversorgung (bAV), betriebliche Krankenversicherung (bKV) und Geschäftsführerversorgung, mit Finanzen, Recht und Steuern aus einer Hand.
Für Ihr Unternehmen heißt das: Bevor Sie eine ETF-Direktversicherung einführen oder Ihren Mitarbeitern empfehlen, sollten Sie wissen, was in Ihrem bestehenden Bestand zugesagt ist. Erst dann lässt sich entscheiden, ob neue Beiträge in eine neue Lösung fließen und wie die alten Verträge weiterlaufen.
Neu starten oder Bestand ergänzen: die ETF-Direktversicherung mit kalkulierbarer Haftung
Ob Sie die bAV neu aufsetzen oder schon Direktversicherungen im Bestand haben: Für jede Zusage stehen Sie als Arbeitgeber ein. Beim Neustart wählen wir mit Ihnen Zusageart, Garantieniveau und Tarif so, dass Ihre Haftung kalkulierbar bleibt. Laufen schon Verträge, legen wir zuerst Zusagen, Garantien und Ihr Einstandsrisiko nebeneinander, bevor eine neue Lösung dazukommt.
Lohnt sich die ETF-Direktversicherung für Arbeitgeber?
Ja, wenn die Belegschaft überwiegend unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung verdient. Dann spart der Arbeitgeber auf jede Entgeltumwandlung mehr Sozialversicherungsbeiträge, als er mit dem Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent weitergibt. Bei 200 Euro Umwandlung stehen 42,30 Euro Ersparnis 30 Euro Zuschuss gegenüber, ein Plus von 12,30 Euro je Mitarbeiter und Monat. Dazu kommen Bilanzneutralität und ein Benefit, der Fachkräfte bindet.
Was die ETF-Direktversicherung den Arbeitgeber netto kostet
Unsere Musterrechnung arbeitet mit den Arbeitgeberanteilen 2026: Rentenversicherung 9,3 Prozent, Arbeitslosenversicherung 1,3 Prozent, Krankenversicherung 7,3 Prozent plus halber durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 1,45 Prozent, Pflegeversicherung 1,8 Prozent. Zusammen sind das 21,15 Prozent unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung von 69.750 Euro im Jahr (Quelle: Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026). Umlagen und Unfallversicherung sind nicht eingerechnet.
Teilnehmende (je 200 € Entgeltumwandlung)
Zuschuss 15 % pro Monat
Ersparnis Arbeitgeber pro Monat
Saldo pro Monat
Saldo pro Jahr
Saldo pro Jahr im Opting-out (20 %)
10
300 €
423 €
+123 €
+1.476 €
+276 €
30
900 €
1.269 €
+369 €
+4.428 €
+828 €
100
3.000 €
4.230 €
+1.230 €
+14.760 €
+2.760 €
Die Tabelle ist eine Musterrechnung mit Werten 2026, alle Teilnehmenden verdienen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung. Nicht enthalten sind der Verwaltungsaufwand und die Ertragsteuerwirkung, nach der der Saldo kleiner ausfällt.
Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung spart der Arbeitgeber nur noch Renten- und Arbeitslosenversicherung, also 10,6 Prozent. Bei 200 Euro Umwandlung sind das 21,20 Euro, und genau so hoch ist dann die Pflicht zum Zuschuss. Oberhalb der BBG der Rentenversicherung von 101.400 Euro entfällt die Ersparnis und mit ihr der Pflichtzuschuss, denn er gilt nur, soweit der Arbeitgeber spart (Quelle: § 1a Abs. 1a BetrAVG). Wer bei Gutverdienern pauschal 15 Prozent zahlt, legt also drauf.
Arbeitgeberfinanziert statt Gehaltserhöhung
Ein arbeitgeberfinanzierter Beitrag von 100 Euro kostet das Unternehmen 100 Euro. Eine Gehaltserhöhung um 100 Euro kostet unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung 121,15 Euro. Beim Mitarbeiter kommen davon netto nur rund 51 Euro an (Musterrechnung: 5.000 Euro brutto im Monat, ledig, kinderlos, Werte 2026). In die Direktversicherung fließen die vollen 100 Euro, versteuert und verbeitragt wird erst im Alter.
Für Geringverdiener gibt es zusätzlich den Förderbetrag nach § 100 EStG. Zahlt der Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn einen eigenen Beitrag, verrechnet er 30 Prozent davon mit der Lohnsteuer. 2026 sind das höchstens 288 Euro im Jahr, bei einem Monatslohn bis 2.575 Euro. Ab 2027 steigt der Förderbetrag auf bis zu 360 Euro, die Einkommensgrenze liegt dann bei drei Prozent der BBG der Rentenversicherung (Quelle: § 100 EStG). Voraussetzung ist ein Tarif, der die Vertriebskosten gleichmäßig auf alle Beiträge verteilt.
So rechnet sich das 2026: Ein Arbeitgeberbeitrag von 80 Euro im Monat kostet nach Förderbetrag 56 Euro, im Vertrag landen 80 Euro. Ab 2027 kosten 100 Euro Beitrag nach Förderbetrag 70 Euro. Eine gleich teure Gehaltserhöhung käme bei einer Geringverdienerin mit 2.400 Euro brutto nur zu gut der Hälfte netto an.
Bilanz, Insolvenzsicherung und Verwaltung
Die Direktversicherung belastet die Bilanz des Arbeitgebers in der Regel nicht. Der Versicherungsanspruch gehört nicht zum Betriebsvermögen, wenn der Mitarbeiter bezugsberechtigt ist (Quelle: § 4b EStG). Die Beiträge sind Betriebsausgaben, eine Pensionsrückstellung wie bei der Direktzusage entsteht nicht.
Handelsrechtlich gilt für mittelbare Verpflichtungen wie die Direktversicherung ein Passivierungswahlrecht. Kapitalgesellschaften, die keine Rückstellung bilden, geben den Betrag im Anhang an (Quelle: Art. 28 EGHGB). Relevant wird das, wenn die Zusage mehr verspricht, als der Tarif garantiert.
Einen Beitrag zum Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) zahlt der Arbeitgeber nur, wenn das Bezugsrecht widerruflich ist oder er den Vertrag abgetreten oder beliehen hat (Quelle: § 10 BetrAVG). Bei Entgeltumwandlung ist das Bezugsrecht ohnehin ab dem ersten Beitrag unwiderruflich. Gegenüber Direktzusage, Unterstützungskasse und Pensionsfonds ist das ein Kostenvorteil.
Im Mittelstand ist die Direktversicherung Standard. In einer forsa-Befragung im Auftrag der ALH Gruppe nutzen 87 Prozent der Unternehmen mit 20 bis 500 Beschäftigten, die eine bAV anbieten, die Direktversicherung. 55 Prozent zahlen genau den gesetzlichen Zuschuss von 15 Prozent (Quelle: forsa/ALH Gruppe).
Laut der forsa-Befragung für die ALH Gruppe halten 72 Prozent der Mittelständler die bAV für einen wichtigen Benefit, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Unter den Anbietern einer bAV sehen 52 Prozent eine stärkere Bindung. 24 Prozent halten den Verwaltungsaufwand für hoch, die meiste Arbeit machen Ein- und Austritte sowie die Datenpflege in der Lohnabrechnung. Diesen Teil können Sie abgeben: Wir begleiten auf Wunsch auch die laufende Verwaltung.
Experten-Tipp: 15 Prozent Zuschuss sind ein Minimum, kein Konzept
„Ich halte den Pflichtzuschuss von 15 Prozent für eine Untergrenze, nicht für eine Planungsgröße. Unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung sparen Sie rund 21 Prozent Sozialabgaben. Ein Zuschuss von 20 Prozent ist dort also rechnerisch durch Ihre Ersparnis gedeckt. Mein Rat: Leiten Sie die Höhe aus Ihrer eigenen Gehaltsstruktur ab, nicht aus dem Gesetzestext, und rechnen Sie sie für jede Gehaltsgruppe einzeln durch.“
Nettotarif oder Bruttotarif: Die Kosten entscheiden über das Ergebnis
Die Tarifkosten sind der größte Hebel einer ETF-Direktversicherung, größer als die Auswahl der ETFs. Gemessen werden sie als Effektivkosten, also als Minderung der Rendite durch alle Kosten in Prozentpunkten pro Jahr. In unserer Musterrechnung mit 230 Euro Monatsbeitrag und 30 Jahren Laufzeit kostet jeder halbe Prozentpunkt Effektivkosten rund acht Prozent des Endkapitals. Zwei statt ein Prozent Effektivkosten bedeuten bei fünf Prozent Bruttorendite 24.696 Euro weniger Kapital.
Was Netto- und Bruttotarife unterscheidet
Beim Bruttotarif sind Abschluss- und Vertriebskosten in den Beitrag einkalkuliert und werden meist in den ersten Jahren vom Beitrag abgezogen. Beim Nettotarif ist keine Provision einkalkuliert, die Beratung wird getrennt vergütet, etwa als Honorar. Eine gesetzliche Definition für Nettoprodukte gibt es nicht (Quelle: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)).
Nettotarife sind eine Nische. In einer Befragung des Instituts für Versicherungswissenschaft an der Universität zu Köln boten Anfang 2026 nur 13 von 25 teilnehmenden Versicherungsunternehmen Nettotarife an, über alle Sparten. Ihr Anteil am Neugeschäft in der Lebensversicherung lag bei 6,5 Promille (Quelle: Institut für Versicherungswissenschaft Köln). Eine eigene Zahl für die bAV gibt es nicht.
Auch ohne Provision ist die Beratung nicht umsonst. Die BaFin weist darauf hin, dass der gesetzliche Stornoschutz bei Nettoprodukten für die separat gezahlte Vergütung nicht greift. Für Arbeitgeber zählt deshalb, wer das Honorar trägt. Wird es aus dem umgewandelten Entgelt des Mitarbeiters bezahlt, ist die Wertgleichheit zu prüfen: Der umgewandelte Lohn muss in eine gleichwertige Anwartschaft fließen.
Was Kosten über 30 Jahre ausmachen
Effektivkosten pro Jahr
Endkapital bei 5 % Bruttorendite
Minderung gegenüber 0 % Kosten
Endkapital bei 6 % Bruttorendite
0,0 %
188.301 €
Keine
225.229 €
0,5 %
172.456 €
−8,4 %
205.829 €
1,0 %
158.128 €
−16,0 %
188.301 €
1,5 %
145.166 €
−22,9 %
172.456 €
2,0 %
133.432 €
−29,1 %
158.128 €
2,5 %
122.806 €
−34,8 %
145.166 €
Prämissen unserer Musterrechnung: 200 Euro Entgeltumwandlung plus 30 Euro Zuschuss, Einzahlung jeweils zum Monatsanfang, 30 Jahre, 82.800 Euro Beiträge. Die Bruttorendite gilt für das gesamte Vertragsguthaben aus ETF- und Sicherungsteil. Die Kostensätze sind Szenarien, keine Marktwerte.
Fünf Prozent Bruttorendite sind eine vorsichtige Annahme, keine Prognose. Der weltweite Aktienindex MSCI World erzielte von Ende 2000 bis zum 30.09.2026 in Euro 6,67 Prozent pro Jahr, mit wieder angelegten Dividenden. Das gilt vor jeglichen Fonds- oder Versicherungskosten (Quelle: MSCI World Index Factsheet EUR). Das Vertragsguthaben enthält außerdem den Sicherungsteil, der weniger abwirft.
Effektivkosten verlangen und vergleichen
Wer Tarife vergleichen will, findet dafür keine Marktstatistik. Die BaFin nimmt Direktversicherungen und Rückdeckungsversicherungen ausdrücklich aus ihren Kostenabfragen aus (Quelle: BaFin). Marktdurchschnitte für Netto- oder Bruttotarife in der bAV, die im Netz kursieren, haben deshalb keine belastbare Grundlage.
Die Zahl für den einzelnen Tarif steht trotzdem schwarz auf weiß zur Verfügung. Der Versicherer muss dem Versicherungsnehmer vor Abschluss die Effektivkosten nennen (Quelle: § 2 VVG-InfoV). Versicherungsnehmer ist bei der Direktversicherung der Arbeitgeber. Sie können diese Angabe also für jeden angebotenen Tarif verlangen und nebeneinanderlegen, auch für Ihren Bestand.
Bei Entgeltumwandlung zählt auch, wie die Abschlusskosten verteilt werden. Werden sie voll aus den ersten Beiträgen gedeckt, spricht nach Auffassung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) einiges für eine unangemessene Benachteiligung der Mitarbeiter. Angemessen könne eine Verteilung auf fünf Jahre sein. Hält der Tarif der Kontrolle nicht stand, trifft die Rechtsfolge den Arbeitgeber: Er schuldet eine höhere Versorgung (Quelle: BAG).
Bei Kündigung gilt ohnehin mindestens die Verteilung der Abschluss- und Vertriebskosten auf die ersten fünf Vertragsjahre (Quelle: § 169 VVG). Ungezillmerte Tarife, die Kosten gleichmäßig verteilen, sind außerdem Voraussetzung für den Förderbetrag nach § 100 EStG. Wer die Kosten der bAV im Blick hat, prüft deshalb die Kostenstruktur vor dem Garantieniveau.
Experten-Tipp: Netto ist ein Etikett, keine Kostengarantie
„Nettotarife gelten als die saubere Lösung. Ich halte das Etikett für überbewertet: Provisionsfrei heißt nicht kostenlos, das Honorar fällt nur an anderer Stelle an. Kommt es aus dem umgewandelten Entgelt, stellt sich zudem die Frage der Wertgleichheit. Mein Rat: Vergleichen Sie nicht Netto gegen Brutto, sondern die Effektivkosten jedes Tarifs, ein separates Honorar eingerechnet. Diese Angabe muss Ihnen der Versicherer vor Abschluss nennen.“
bAV oder ETF-Sparplan: Was bringt Mitarbeitern netto mehr?
Für Arbeitgeber heißt die Antwort: Ob die betriebliche Altersversorgung (bAV) netto vorn liegt, steuern Sie selbst, über die Tarifkosten und einen Zuschuss über 15 Prozent. Brutto bringt die ETF-Direktversicherung bei gleichem Nettoaufwand rund doppelt so viel Zusatzrente wie ein privater ETF-Sparplan. Netto, nach Steuer, Kranken- und Pflegeversicherung und einer etwas niedrigeren gesetzlichen Rente, bleibt ein kleiner Vorsprung von rund 20 bis 30 Euro im Monat. Er hält nur bei niedrigen Tarifkosten: Ab rund 1,7 bis 1,9 Prozent Effektivkosten liegt der Sparplan vorn.
Der Grund liegt in der unterschiedlichen Förderlogik. Die Betriebsrente wird vor Steuer und Sozialabgaben angespart, im Alter aber voll versteuert und verbeitragt. Der Sparplan kommt aus versteuertem Netto, seine Erträge sind dafür gering belastet. Bei Aktien-ETFs bleiben 30 Prozent der Erträge außer Ansatz, die effektive Belastung sinkt so auf 18,46 Prozent statt 26,375 Prozent, ohne Kirchensteuer (Quelle: § 20 InvStG).
ETF oder Betriebsrente: die Unterschiede im Überblick
Merkmal
ETF-Direktversicherung
Privater ETF-Sparplan
Finanzierung
Aus dem Bruttogehalt
Aus dem Nettogehalt
Steuer bei Einzahlung
Bis 8.112 € im Jahr vor der Steuer (2026)
Keine Förderung
Sozialabgaben bei Einzahlung
Bis 4.056 € im Jahr beitragsfrei (2026)
Keine Förderung
Arbeitgeberzuschuss
Mindestens 15 %, soweit Sozialabgaben gespart werden
Keiner
Steuer in der Ansparphase
Keine laufende Steuer im Vertrag
Vorabpauschale, meist durch den Sparer-Pauschbetrag gedeckt
Steuer bei Auszahlung
Voll steuerpflichtig nach § 22 Nr. 5 EStG
Abgeltungsteuer auf den Gewinn, 30 % Teilfreistellung
Kranken- und Pflegeversicherung im Alter
Beitragspflichtig, Freibetrag 197,75 € nur in der Krankenversicherung und nur für Pflichtversicherte
Hohen Tarifkosten, kurzem Horizont, Bedarf an Verfügbarkeit
Die Beitragspflicht der Betriebsrente in der Kranken- und Pflegeversicherung folgt aus dem Sozialgesetzbuch, Renten der bAV gelten dort als Versorgungsbezüge (Quelle: § 229 SGB V).
Musterrechnung: Was im Alter netto ankommt
Für 200 Euro Umwandlung zahlen Mitarbeiter je nach Einkommen netto rund 103 bis 117 Euro, im Vertrag landen mit 15 Prozent Zuschuss 230 Euro. Unsere Vergleichsrechnung beruht auf diesen Prämissen:
Teamleitung mit 5.000 Euro brutto im Monat, gesetzlich pflichtversichert, ledig, kinderlos, keine Kirchensteuer, Steuer- und Beitragsrecht 2026.
200 Euro Entgeltumwandlung plus 30 Euro Zuschuss, Nettoaufwand 102,75 Euro im Monat.
Vergleichsvariante: dieselben 102,75 Euro im Monat in einem thesaurierenden Aktien-ETF mit 0,2 Prozent laufenden Kosten.
Beide Varianten 30 Jahre mit derselben Bruttorendite, verrentet über einen rechnerischen Auszahlungsplan von 25 Jahren mit einem Prozent Zins.
Beträge in heutiger Kaufkraft (zwei Prozent Inflation), Rentenbeginn mit 1.900 Euro gesetzlicher Rente nach der Minderung durch die Umwandlung.
Bruttorendite
Effektivkosten ETF-Direktversicherung
Netto-Alterseinkommen mit bAV
Netto-Alterseinkommen mit Sparplan
Vorteil bAV, pflichtversichert
Vorteil bAV, freiwillig gesetzlich versichert
5 %
1,0 %
1.824 €
1.803 €
+22 €
−5 €
5 %
1,5 %
1.808 €
1.803 €
+6 €
−21 €
5 %
2,0 %
1.794 €
1.803 €
−9 €
−35 €
6 %
1,0 %
1.861 €
1.831 €
+31 €
+5 €
6 %
1,5 %
1.842 €
1.831 €
+11 €
−15 €
6 %
2,0 %
1.824 €
1.831 €
−6 €
−33 €
Brutto ergibt die bAV bei fünf Prozent Rendite und einem Prozent Kosten 329 Euro Monatsrente, der Sparplan 160 Euro. Netto schrumpft der Abstand, weil auf die Betriebsrente Einkommensteuer und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung anfallen und die gesetzliche Rente um 58,94 Euro sinkt. Der Sparplan ist kaum belastet: Über 30 Jahre fallen auf die Vorabpauschale, die jährliche Pauschalbesteuerung thesaurierender Fonds, nur 106 Euro Steuer an, weil der Sparer-Pauschbetrag fast immer reicht.
Wer im Alter freiwillig gesetzlich versichert ist, verliert den Freibetrag in der Krankenversicherung. Für diese Gruppe liegt die Gewinnschwelle schon bei rund einem Prozent Effektivkosten. Erträge aus dem Sparplan werden bei freiwillig Versicherten allerdings ebenfalls verbeitragt, das ist in der Tabelle nicht eingerechnet.
Der Arbeitgeberzuschuss als stärkster Hebel
Arbeitgeberzuschuss
Beitrag in den Vertrag
Bruttorente in heutiger Kaufkraft
Netto-Vorteil gegenüber Sparplan pro Monat
15 % (Pflicht)
230 €
329 €
+22 €
20 % (Opting-out)
240 €
343 €
+30 €
30 % (freiwillig)
260 €
372 €
+47 €
Der Zuschuss ist der stärkste Hebel, weil er ohne Nettoaufwand des Mitarbeiters in den Vertrag fließt. Nicht in Euro erfasst sind die Mindestleistung, für die der Arbeitgeber einsteht, und mögliche Bausteine für Invalidität oder Hinterbliebene. Für den Sparplan sprechen volle Verfügbarkeit und Vererbbarkeit. Die Rechnung wendet heutiges Recht auf eine Rente in 30 Jahren an, der steigende Besteuerungsanteil der gesetzlichen Rente erhöht die Steuer im Alter künftig eher.
Für Ihre Belegschaft heißt das: Ob die ETF-Direktversicherung netto vorn liegt, entscheidet sich nicht am Kapitalmarkt, sondern an zwei Zahlen, die Sie als Arbeitgeber festlegen. Die Effektivkosten des Tarifs und die Höhe Ihres Zuschusses. Beide lassen sich für Ihren Bestand und für neue Angebote konkret durchrechnen.
Welches Garantieniveau ist sinnvoll, und wann haftet der Arbeitgeber?
Der Arbeitgeber haftet für das, was er zusagt, nicht für das, was der Versicherer garantiert. Sinnvoll ist deshalb ein Garantieniveau, das der Tarif genau so garantiert, wie es in der Zusage steht. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) sieht bei einer Absenkung der Garantie bis auf 60 Prozent der Beiträge im Mittel höhere Leistungen. Darunter bringt eine weitere Absenkung keinen signifikanten Mehrwert mehr (Quelle: DAV).
Die Grundlage ist die Einstandspflicht. Der Arbeitgeber steht für die Erfüllung der zugesagten Leistungen auch dann ein, wenn ein Versicherer dazwischensteht (Quelle: § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG). Diese Pflicht lässt sich vertraglich nicht zulasten der Mitarbeiter ausschließen. Mehr zu den Haftungsrisiken in der bAV lesen Sie auf unserer Übersichtsseite.
Die Zusageart legt die Haftung fest
Zusageart
Rechtsgrundlage
Mindestleistung
Einstandspflicht des Arbeitgebers
Beitragsorientierte Leistungszusage (BOLZ)
§ 1 Abs. 2 Nr. 1 BetrAVG
Kein gesetzlicher Prozentsatz, muss aber bei Umwandlung feststehen
Ja, für die zugesagte Mindestleistung
Beitragszusage mit Mindestleistung (BZML)
§ 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrAVG
Summe der Beiträge abzüglich Risikoanteile
Ja, bis zur Beitragssumme
Reine Beitragszusage (Sozialpartnermodell)
§ 1 Abs. 2 Nr. 2a, §§ 21 ff. BetrAVG
Garantie gesetzlich verboten
Nein, nur über einen Tarifvertrag möglich
Bei der BOLZ verlangt das Bundesarbeitsgericht (BAG), dass schon bei der Umwandlung feststeht, welche Leistung mindestens herauskommt (Quelle: BAG). Einen festen Prozentsatz nennt das Gesetz nicht. Wie weit die Garantie bei Entgeltumwandlung sinken darf, ist höchstrichterlich nicht entschieden.
Ganz ohne Garantie geht es im Rahmen von BOLZ und BZML nach Auffassung der DAV nicht: Rein fondsgebundene Rentenversicherungen ohne Garantie können nicht als Direktversicherung vereinbart werden. Eine Garantie verbietet nur die reine Beitragszusage im Sozialpartnermodell, und die setzt einen Tarifvertrag voraus (Quelle: § 22 BetrAVG).
Rechenbeispiel: Wann der Arbeitgeber nachzahlt
Ein Mitarbeiter zahlt über die Jahre 100.000 Euro Beiträge in eine ETF-Direktversicherung ein. Der Tarif garantiert 80 Prozent, also 80.000 Euro. Bei Rentenbeginn liegt das Vertragsguthaben nach einem Börseneinbruch bei 70.000 Euro. Was der Arbeitgeber zahlt, hängt allein an seiner Zusage.
Zusage deckungsgleich mit dem Tarif: Der Arbeitgeber hat eine BOLZ mit 80 Prozent Mindestleistung zugesagt. Der Versicherer zahlt aus seiner Garantie 80.000 Euro, der Arbeitgeber zahlt nichts dazu.
Zusage höher als die Tarifgarantie: Der Arbeitgeber hat eine BZML zugesagt, also die Beitragssumme. Der Versicherer zahlt 80.000 Euro, die Lücke bis 100.000 Euro, abzüglich etwaiger Risikoanteile, schuldet das Unternehmen aus eigenen Mitteln. Das sind bis zu 20.000 Euro für einen einzigen Mitarbeiter.
Dasselbe gilt, wenn der Versicherer selbst in Schieflage gerät. Übernimmt der Sicherungsfonds der Lebensversicherer die Verträge, kann die Aufsichtsbehörde garantierte Leistungen um bis zu fünf Prozent herabsetzen. Die Lücke zur Zusage trägt dann der Arbeitgeber (Quelle: § 222 VAG).
Dass das kein theoretisches Risiko ist, zeigen Urteile zu Pensionskassen. Kürzt der Versorgungsträger seine Leistungen, muss der Arbeitgeber die Differenz zahlen (Quelle: BAG). Für die Direktversicherung gilt über § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG dieselbe Rechtslage.
Was hinter dem Wort ETF-Quote steckt
Wie viel des Beitrags tatsächlich in ETFs fließt, hängt nicht allein am Garantieniveau. Bei Hybridtarifen schichtet der Versicherer laufend zwischen Sicherungsvermögen, Wertsicherungsfonds und freien Fonds um. Fallen die Kurse, sinkt der ETF-Anteil, und ein großer Teil kann im Sicherungsvermögen festliegen, wenn sich die Märkte erholen. Ein Bedingungswerk eines Bruttotarifs mit Stand Juni 2026 räumt diesen Effekt ausdrücklich ein (Quelle: Allgemeine Bedingungen für die fondsgebundene Rentenversicherung als Direktversicherung).
Selbst bei gleichem Garantieniveau von 80 Prozent liegen die angestrebten Aktienquoten verschiedener Tarifkonstruktionen weit auseinander, das zeigt die Auswertung von Tarifbedingungen. Eine pauschale ETF-Quote je Garantiestufe gibt es deshalb nicht. Lassen Sie sich die Quote für Ihren Tarif zeigen, für den Normalfall und für einen Börseneinbruch.
Sechs Punkte, die Ihre Haftung begrenzen
Mit diesen Regeln halten Sie die Einstandspflicht bei der ETF-Direktversicherung kalkulierbar:
Zusageart ausdrücklich benennen und die Mindestleistung so beziffern, wie der Tarif sie garantiert.
Die Zusage auf die Leistung aus dem Versicherungsvertrag beziehen, nicht auf Hochrechnungen, Prognosen oder Rentenbeträge aus Angeboten.
Ein Ablaufmanagement als Standard vereinbaren, das vor Rentenbeginn automatisch in sicherere Anlagen umschichtet. Gesetzlich vorgeschrieben ist es nicht.
Die Fondsauswahl in der Versorgungsordnung regeln: wer wählt, welche ETFs zur Auswahl stehen, welche Standardanlage gilt.
Den garantierten Rentenfaktor prüfen. Er legt fest, wie viel Monatsrente je 10.000 Euro Kapital mindestens gezahlt wird, und kann nach den Bedingungen entfallen oder mit Abschlag gelten.
Auskünfte an Mitarbeiter richtig, eindeutig und vollständig halten, gerade bei Renditebeispielen.
Der letzte Punkt hat Gewicht. Erteilt der Arbeitgeber Auskünfte, ohne dazu verpflichtet zu sein, müssen sie richtig, eindeutig und vollständig sein (Quelle: BAG). Vermittler, die der Arbeitgeber im Betrieb informieren lässt, sind nach dem Urteil des BAG vom 18.02.2020 nicht automatisch seine Erfüllungsgehilfen.
Für die Mitarbeiter ist die Direktversicherung mit unwiderruflichem Bezugsrecht gut geschützt. In der Insolvenz des Arbeitgebers gehört der Vertrag dann nicht zur Masse, der Mitarbeiter hat ein Aussonderungsrecht (Quelle: BAG). Bei Entgeltumwandlung ist dieses Bezugsrecht ab dem ersten Beitrag Pflicht.
Die Wahl der Zusageart ist damit keine Formalie, sondern eine Haftungsentscheidung für das Unternehmen. Ob Zusage und Tarifgarantie in Ihren Verträgen zusammenpassen, steht in drei Dokumenten: Versorgungsordnung, Entgeltumwandlungsvereinbarung und Versicherungsbedingungen. Erst nebeneinander gelesen zeigen sie, welches Risiko bei Ihnen liegt.
Welche Zusage steckt in Ihrer ETF-Direktversicherung?
Versorgungsordnung, Entgeltumwandlungsvereinbarung und Versicherungsbedingungen zeigen erst nebeneinander, welches Risiko bei Ihnen liegt. Wir lesen alle drei zusammen, mit Finanzen, Recht und Steuern aus einer Hand, und sagen Ihnen, ob Zusage und Tarifgarantie deckungsgleich sind.
Für Arbeitgeber wiegen zwei Nachteile direkt: die Einstandspflicht für die zugesagte Mindestleistung und der laufende Verwaltungsaufwand. Für die Mitarbeiter bindet die ETF-Direktversicherung das Geld bis zum Rentenbeginn und wird im Alter voll versteuert und verbeitragt. Sie mindert die gesetzliche Rente leicht und hat einen Kostenmantel, den ein reiner ETF-Sparplan nicht hat. Keiner dieser Punkte spricht grundsätzlich gegen sie. Sie gehören aber offen in jede Entscheidung und in jede Mitarbeiterinformation.
Für die Mitarbeiter: Kapitalbindung, Steuer und Krankenkasse
Das Kapital ist bis zum Rentenbeginn gebunden. Scheidet ein Mitarbeiter aus, kann er den Vertrag mit eigenen Beiträgen fortführen oder beitragsfrei stellen. An das Geld kommt er vor dem Versorgungsfall in der Regel nicht heran (Quelle: § 2 BetrAVG). Für kurzfristige Ziele ist die ETF-Direktversicherung deshalb ungeeignet.
Im Alter ist die Rente voll einkommensteuerpflichtig, soweit sie auf geförderten Beiträgen beruht (Quelle: § 22 EStG). Neben der gesetzlichen Rente gibt es für die Betriebsrente keinen zusätzlichen Werbungskosten-Pauschbetrag. Je höher die gesetzliche Rente, desto höher der Steuersatz auf die Betriebsrente.
Dazu kommen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Pflichtversicherte Rentner haben 2026 in der Krankenversicherung einen Freibetrag von 197,75 Euro im Monat, in der Pflegeversicherung gilt nur eine Freigrenze (Quelle: § 226 SGB V). Auf eine Betriebsrente von 500 Euro fallen so 73,89 Euro an, kinderlos und mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent. Freiwillig gesetzlich Versicherte zahlen auf den vollen Betrag, privat Versicherte gar nicht.
Unterm Strich bleiben pflichtversicherten Rentnern mit mittlerer gesetzlicher Rente von 1.600 bis 2.400 Euro netto rund 60 bis 73 Prozent der Betriebsrente. Freiwillig Versicherten bleiben 58 bis 64 Prozent. So weist es unsere Musterrechnung für einen Rentenbeginn 2026 aus, ledig und kinderlos, bei Betriebsrenten von 300 bis 800 Euro.
Teuer wird die volle Kapitalauszahlung. Wählt der Mitarbeiter statt der Rente das Kapital, gilt die Fünftelregelung nicht, die sonst die Steuerprogression bei Einmalzahlungen mildert. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden (Quelle: BFH). In unserer Musterrechnung bleiben von 100.000 Euro Kapital bei 1.900 Euro gesetzlicher Rente nach Steuer und zehn Jahren Krankenkassenbeiträgen netto rund 44.000 Euro. Rente, Auszahlungsplan oder ein Teilkapital bis 30 Prozent verteilen die Last.
Für die Mitarbeiter: Rentenminderung und Jobwechsel
Sozialabgabenfreie Entgeltumwandlungsenkt die gesetzliche Rente, das hat die Bundesregierung bestätigt (Quelle: Deutscher Bundestag). 200 Euro Umwandlung kosten nach Werten 2026 je Umwandlungsjahr rund 1,96 Euro gesetzliche Monatsrente, nach 30 Jahren also 58,94 Euro brutto im Monat. Wer oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung verdient, ist davon nicht betroffen.
Beim Jobwechsel nimmt der Mitarbeiter den Vertrag mit oder lässt ihn binnen eines Jahres zum neuen Arbeitgeber übertragen (Quelle: § 4 BetrAVG). Bleibt er beitragsfrei liegen, wächst er nur noch aus den Erträgen. Mehr zum Arbeitgeberwechsel mit Betriebsrente lesen Sie in unserem Ratgeber.
Solche ruhenden Verträge sind verbreitet. Ende 2023 waren 26,4 Prozent aller Direktversicherungsverträge in der Anwartschaftsphase beitragsfrei gestellt, 2001 waren es 15,9 Prozent (Quelle: BMAS). Bei einem fondsgebundenen Vertrag schwankt der Übertragungswert zudem bis zum Stichtag der Übertragung.
Für den Arbeitgeber
Für die zugesagte Mindestleistung haftet der Arbeitgeber selbst, wie das Haftungskapitel zeigt. Wie groß dieses Risiko ist, hängt allein davon ab, ob Zusage und Tarifgarantie zusammenpassen. Dazu kommt laufende Verwaltung: Ein- und Austritte, entgeltlose Zeiten, die richtige Zuschussberechnung bei Gehältern oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen.
Wann der private Sparplan die bessere Wahl sein kann
In diesen Fällen schneidet ein privater ETF-Sparplan netto oft gleich gut oder besser ab:
Der Tarif hat Effektivkosten oberhalb von rund 1,7 bis 1,9 Prozent und der Arbeitgeber zahlt nur den Pflichtzuschuss.
Der Mitarbeiter wird im Alter voraussichtlich freiwillig gesetzlich versichert sein, dann kippt die Rechnung schon bei rund einem Prozent Effektivkosten.
Bis zum Rentenbeginn bleiben nur noch wenige Jahre, sodass Kursverluste kaum aufzuholen sind und die Garantie die Anlage bremst.
Der Mitarbeiter braucht das Geld absehbar vor dem Ruhestand oder will es frei vererben.
Arbeitgeber, die diese Grenzen offen ansprechen, gewinnen Glaubwürdigkeit und vermeiden Enttäuschungen im Rentenalter. Zugleich gilt: Je höher der Zuschuss und je niedriger die Tarifkosten, desto kleiner wird die Gruppe, für die der Sparplan besser ist.
Welche dieser Grenzen in Ihrer Belegschaft eine Rolle spielt, hängt von Altersstruktur, Gehältern und Krankenversicherungsstatus ab. Das lässt sich nicht pauschal beantworten, wohl aber für Ihr Unternehmen durchrechnen. Genau das ist der Ausgangspunkt eines bAV-Gesprächs mit uns.
Experten-Tipp: Die schönste Hochrechnung ist das größte Haftungsrisiko
„In vielen Betrieben sieht die Belegschaft vor allem die Hochrechnung mit der doppelten Bruttorente. Genau das halte ich für das größere Risiko als jeden Nachteil: Wer freiwillig informiert, muss richtig und vollständig informieren. Mein Rat: Geben Sie eine schriftliche Standardinformation heraus, die Kapitalbindung, Steuer, Krankenkassenbeiträge im Alter und Rentenminderung offen nennt. Hochrechnungen kennzeichnen Sie ausdrücklich als nicht garantiert.“
BRSG II: Opting-out, Betriebsrat und neue Pflichten seit 2026
Das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG II) ist seit dem 22.01.2026 in Kraft, einzelne Teile gelten erst ab 01.07.2026 oder 01.01.2027 (Quelle: BGBl. 2026 I Nr. 14). Für die ETF-Direktversicherung zählen vor allem das Opting-out ohne Tarifvertrag, höhere Abfindungsgrenzen, ein erweitertes Fortsetzungsrecht und ab 2027 ein höherer Förderbetrag für Geringverdiener. Einen Überblick gibt unsere Seite zum Zweiten Betriebsrentenstärkungsgesetz.
Opting-out ohne Tarifvertrag: die Voraussetzungen
Beim Opting-out wandelt der Mitarbeiter automatisch einen Teil seines Gehalts um, solange er nicht widerspricht. Neu ist, dass das seit 2026 auch ohne Tarifvertrag geht, per Betriebs- oder Dienstvereinbarung (Quelle: § 20 BetrAVG). Alle Bedingungen müssen zusammen erfüllt sein:
Das Entgelt ist nicht tariflich geregelt und wird auch nicht üblicherweise tariflich geregelt.
Es gibt eine Betriebs- oder Dienstvereinbarung, Einzelverträge genügen nicht.
Der Arbeitgeber zahlt mindestens 20 Prozent des umgewandelten Entgelts als Zuschuss. Damit gilt der Pflichtzuschuss von 15 Prozent als erfüllt.
Das Angebot geht in Textform mindestens drei Monate vor der ersten Fälligkeit zu und nennt Betrag und Vergütungsbestandteil.
Der Mitarbeiter kann ohne Begründung binnen mindestens eines Monats widersprechen und die Umwandlung mit höchstens einem Monat Frist beenden.
Der Zuschuss von 20 Prozent hängt anders als der Pflichtzuschuss nicht an der Sozialversicherungsersparnis. Unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung bleibt dem Arbeitgeber bei 200 Euro Umwandlung noch ein Plus von 2,30 Euro im Monat. Darüber zahlt er 18,80 Euro drauf, oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung 40 Euro (Musterrechnung, Werte 2026). Der Nutzen liegt in der höheren Beteiligung, nicht in der Ersparnis.
Die Dreimonatsfrist ist leicht zu übersehen. Wer zum 1. Februar 2027 starten will, muss das Angebot rechnerisch bis Anfang November 2026 in Textform zugestellt haben. Für Mitarbeiter, die widersprechen, bleibt alles wie bisher, für alle anderen beginnt die Umwandlung automatisch.
Der Betriebsrat hält den Schlüssel
Ohne Betriebsrat gibt es kein Opting-out auf dem neuen Weg. Eine Betriebsvereinbarung beschließen Arbeitgeber und Betriebsrat gemeinsam und schriftlich (Quelle: § 77 BetrVG). Gegen den Willen des Betriebsrats lässt sich ein Opting-out nach § 20 Abs. 3 BetrAVG damit nicht einführen.
Für Kleinbetriebe ist das die eigentliche Hürde. In Betrieben mit zehn bis 20 Beschäftigten hatten 2025 nur sechs Prozent einen Betriebs- oder Personalrat, bei 21 bis 50 Beschäftigten 14 Prozent. Bei 101 bis 200 Beschäftigten waren es 47 Prozent, bei über 200 Beschäftigten 74 Prozent (Quelle: IAB-Betriebspanel 2025). Im oberen Mittelstand und im Konzern ist das Opting-out damit eine echte Option.
Mitbestimmung auch ohne Opting-out
Auch ohne Opting-out redet der Betriebsrat mit. Bei Fragen der betrieblichen Lohngestaltung hat er ein Mitbestimmungsrecht, soweit kein Gesetz und kein Tarifvertrag die Frage regelt (Quelle: § 87 Abs. 1 BetrVG). Allein entscheidet der Arbeitgeber, ob er Mittel bereitstellt, wie viel, für welchen Personenkreis und über welchen Durchführungsweg. Mitbestimmt ist, wie ein freiwilliges Budget verteilt wird.
Wählt der Arbeitgeber die Direktversicherung, ist auch die Auswahl des Versicherers mitbestimmungsfrei (Quelle: BAG). Ob Garantieniveau und Fondsauswahl zum mitbestimmten Leistungsplan gehören, ist höchstrichterlich nicht geklärt. Wer den Betriebsrat früh einbindet, klärt diese Fragen gemeinsam, bevor ein Streit entsteht.
Für Betriebsräte stehen meist drei Fragen im Vordergrund: Wer trägt das Kapitalmarktrisiko, wie stark sinkt die gesetzliche Rente, und was kosten Krankenkassenbeiträge im Alter? Die ETF-Direktversicherung bietet darauf belastbare Antworten: eine Mindestleistung mit Einstandspflicht des Arbeitgebers, sofortige Unverfallbarkeit der Entgeltumwandlung und ein unwiderrufliches Bezugsrecht. Ein Zuschuss über 15 Prozent ist für beide Seiten das stärkste Argument.
Weitere Änderungen für die Direktversicherung
Neben dem Opting-out bringt das BRSG II diese Neuerungen:
Kleinstanwartschaften: Abfindung ohne Zustimmung bis 59,33 Euro Monatsrente oder 7.119 Euro Kapital, mit Zustimmung bis 79,10 Euro oder 9.492 Euro, wenn der Betrag direkt in die gesetzliche Rentenversicherung fließt (§ 3 BetrAVG).
Fortsetzungsrecht: Seit 01.07.2026 kann der Mitarbeiter eine Direktversicherung aus Entgeltumwandlung nach jeder entgeltlosen Zeit binnen drei Monaten zu den alten Bedingungen fortsetzen, nicht mehr nur nach der Elternzeit (§ 212 VVG).
Zahlungsverzug: Seit 01.07.2026 muss der Versicherer die versicherte Person zusätzlich auf das Fortsetzungsrecht hinweisen. Textform und mindestens zwei Monate Zahlungsfrist galten schon vorher (§ 166 Abs. 4 VVG).
Ab 01.01.2027: Förderbetrag nach § 100 EStG bis 360 Euro im Jahr und vorzeitige Betriebsrente schon neben einer gesetzlichen Teilrente (§ 6 BetrAVG).
Alle Änderungen stehen im Gesetzestext des BRSG II mit den jeweiligen Daten des Inkrafttretens (Quelle: BGBl. 2026 I Nr. 14, Regelungstext). Für Arbeitgeber heißt das konkret: entgeltlose Zeiten sauber an den Versicherer melden und Versorgungsordnungen mit starren Altersgrenzen auf die neue Teilrenten-Regel prüfen.
Schon seit 01.01.2025 gilt in der Lebensversicherung ein Höchstrechnungszins von 1,0 Prozent statt 0,25 Prozent, die erste Anhebung seit 1994 (Quelle: § 2 DeckRV). Garantien lassen sich damit günstiger darstellen als in den Jahren davor. Garantieniveau und ETF-Anteil bleiben trotzdem eine Frage des einzelnen Tarifs.
Ob Opting-out für Ihr Unternehmen in Frage kommt, hängt an drei Fragen: Ist Ihr Entgelt tariflich geregelt, gibt es einen Betriebsrat, und rechnet sich der Zuschuss von 20 Prozent bei Ihrer Gehaltsstruktur? Die Fristen laufen ab dem Tag, an dem das Angebot zugeht.
BRSG II und ETF-Direktversicherung: Was Sie jetzt anpassen
Ob Opting-out bei Ihnen möglich ist, hängt an Tarifbindung, Betriebsrat und Gehaltsstruktur. Wir prüfen die Voraussetzungen, rechnen den Zuschuss von 20 Prozent für Ihre Belegschaft durch und erarbeiten mit Ihnen das Konzept für Betriebsvereinbarung und Mitarbeiterkommunikation.
ETF-Direktversicherung oder Altersvorsorgedepot ab 2027?
Beides ergänzt sich eher, als dass es konkurriert. Das Altersvorsorgedepot ist geförderte Privatvorsorge, die der Mitarbeiter selbst abschließt, ohne Arbeitgeber, ohne Zuschuss und ohne Einstandspflicht. Die ETF-Direktversicherung ist betriebliche Altersversorgung mit deutlich höherem Förderrahmen und Arbeitgeberzuschuss. Mitarbeiter werden ab 2027 trotzdem fragen, was sich mehr lohnt.
Das Altersvorsorgereformgesetz ist im Mai 2026 verkündet worden, die neuen Produkte starten am 01.01.2027 (Quelle: BGBl. 2026 I Nr. 156). Das Altersvorsorgedepot kommt ohne Mindestkapital und ohne Garantie aus, beides darf gar nicht vereinbart werden. Für das Standarddepot sind die Effektivkosten auf 1,0 Prozent gedeckelt.
Zulagen, Kosten und Haftung im Vergleich
Gefördert wird mit Zulagen: 50 Prozent auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag und 25 Prozent auf weitere Beiträge bis 1.800 Euro, zusammen höchstens 540 Euro Grundzulage im Jahr. Dazu kommen bis zu 300 Euro je Kind und einmalig 200 Euro für unter 25-Jährige, so regelt es das Altersvorsorgereformgesetz.
Merkmal
ETF-Direktversicherung
Altersvorsorgedepot (ab 2027)
Vertragspartner
Arbeitgeber als Versicherungsnehmer
Mitarbeiter selbst
Förderrahmen
Bis 8.112 € im Jahr vor der Steuer, bis 4.056 € ohne Sozialabgaben (2026)
Zulagen auf bis zu 1.800 € Eigenbeitrag, Sonderausgabenabzug
Arbeitgeberzuschuss
Mindestens 15 %, soweit Sozialabgaben gespart werden
Gesetzlich nicht vorgesehen
Garantie
Mindestleistung je nach Zusageart
Ausgeschlossen
Kostendeckel
Keiner
1,0 % Effektivkosten im Standarddepot
Haftung des Arbeitgebers
Einstandspflicht
Keine
Besteuerung im Alter
Nachgelagert nach § 22 Nr. 5 EStG
Nachgelagert nach § 22 Nr. 5 EStG
Ein Punkt spricht im Alter für das Depot. Leistungen aus gefördertem Altersvorsorgevermögen im Sinne des § 92 EStG sind von Krankenkassenbeiträgen ausgenommen (Quelle: § 229 SGB V). Ob und in welchem Umfang das für jedes Altersvorsorgedepot gilt, sollte vor einer Aussage an die Belegschaft geklärt sein.
Für Arbeitgeber heißt das: Der Zuschuss bleibt das Argument, das nur die bAV hat. Jeder Euro Zuschuss fließt ohne Nettoaufwand des Mitarbeiters in den Vertrag. Wer nur den Pflichtzuschuss zahlt und einen teuren Tarif wählt, wird ab 2027 schwerer erklären können, warum die Belegschaft nicht privat sparen soll. Sinnvoll ist eine Mitarbeiterkommunikation, die beide Wege nebeneinanderstellt.
Experten-Tipp: Das Altersvorsorgedepot ist kein Gegner der bAV
„Ab 2027 werden Mitarbeiter fragen, warum sie nicht einfach das geförderte Depot nehmen. Kleinreden würde ich das neue Produkt nicht, Kostendeckel und Zulagen sind echte Argumente. Ihr Argument ist ein anderes: der Zuschuss, den nur die bAV kennt. Mein Rat: Stellen Sie beide Wege neutral nebeneinander, ohne einzelnen Mitarbeitern eines davon zu empfehlen. Beides schließt sich nicht aus, und ein Zuschuss über 15 Prozent entscheidet den Vergleich.“
Welche ETF-Direktversicherung passt zu welchem Unternehmen?
Die richtige ETF-Direktversicherung hängt weniger vom Anbieter ab als von Unternehmensgröße, Tarifbindung, Betriebsrat und Bestand. Für alle gilt: eine BOLZ mit einer Mindestleistung, die der Tarif deckungsgleich garantiert, ein Tarif mit nachgewiesenen niedrigen Effektivkosten und ein automatisches Ablaufmanagement. Wo die Unterschiede liegen, zeigen die folgenden Ausgangslagen.
Kleinbetrieb: ein Tarif für alle
Der Anspruch auf Entgeltumwandlung gilt ab dem ersten rentenversicherungspflichtigen Mitarbeiter. Der Mitarbeiter kann eine Direktversicherung verlangen, den Versicherer wählt aber der Arbeitgeber (Quelle: BAG). Unsere Empfehlung: Legen Sie früh einen Gruppentarif fest, statt jeden Wunsch bei einem anderen Versicherer umzusetzen. Jeder zusätzliche Vertrag bringt eine eigene Zusageart und ein eigenes Haftungsbild.
Opting-out scheidet ohne Betriebsrat aus. Wer die Beteiligung trotzdem erhöhen will, setzt auf einen arbeitgeberfinanzierten Grundbeitrag, bei Geringverdienern mit dem Förderbetrag nach § 100 EStG. Von den Beschäftigten in Betrieben mit bis zu vier Mitarbeitern haben nur 19 Prozent eine Betriebsrente, bei fünf bis neun Mitarbeitern 30 Prozent (Quelle: BMAS).
Mittelstand: Zuschuss und Kommunikation entscheiden
Im Mittelstand ist die Direktversicherung Standard, die Beteiligung aber oft niedrig. In 39 Prozent der befragten Unternehmen nutzt weniger als ein Viertel der Beschäftigten die Entgeltumwandlung (Quelle: forsa/ALH Gruppe, „Betriebliche Versorgung“). Unsere Empfehlung: ein Zuschuss über 15 Prozent, ein Garantieniveau im Korridor zwischen 60 und 80 Prozent und mit Betriebsrat eine nüchterne Rechnung zum Opting-out.
Der Korridor stützt sich auf die Untersuchung der Deutschen Aktuarvereinigung, nach der Garantien unter 60 Prozent keinen nennenswerten Mehrwert bringen. Die rechtliche Untergrenze bei Entgeltumwandlung ist allerdings offen. Für ältere Mitarbeiter mit wenigen Jahren bis zur Rente passt oft ein Tarif mit höherer Garantie oder eine klassische Variante besser. Kursverluste sind dann kaum noch aufzuholen. Ob eine Versorgungsordnung je nach Alter unterschiedliche Tarife vorgeben darf, sollte vorher geprüft werden.
Konzern: die ETF-Direktversicherung als Baustein
Ab 500 Beschäftigten hat praktisch jeder Betrieb eine bAV, laut BMAS-Erhebung 99 bis 100 Prozent. Die Frage ist deshalb nicht ob, sondern welche Rolle die ETF-Direktversicherung in der bestehenden Landschaft spielt. Wegen des Deckels von rund 8.000 Euro im Jahr ist sie typischerweise das Entgeltumwandlungsangebot neben einem arbeitgeberfinanzierten Hauptsystem über Unterstützungskasse, Direktzusage oder Pensionsfonds.
Konzerne mit Tarifbindung prüfen zuerst den Tarifvertrag. Entgeltumwandlung aus tariflichem Entgelt ist nach § 20 Abs. 1 BetrAVG nur möglich, soweit der Tarifvertrag sie zulässt. Von § 1a BetrAVG darf ein Tarifvertrag zudem abweichen und so Durchführungsweg und Versorgungsträger festlegen (Quelle: § 19 BetrAVG). Nach Zukäufen laufen oft mehrere Versorgungsordnungen nebeneinander. Weil Einstandsrisiken aus Direktversicherungen meist nicht bilanziert sind, gehören Zusagen und Verträge in jede Due Diligence, also die Prüfung vor einem Unternehmenskauf.
Fonds-Whitelist, Garantieniveau, Ablaufmanagement und die Überwachung der Versicherer liegen beim Versicherungsnehmer, also beim Arbeitgeber. Bei vielen Standorten gehört das in eine konzernweite Regel, die mit Gesamt- oder Konzernbetriebsrat abgestimmt ist. Arbeitgeberfinanzierte Beiträge müssen zudem Teilzeitkräfte mindestens anteilig erreichen.
Bestand mit Bruttotarifen: erst analysieren, dann umstellen
Laufende Verträge vorschnell umzustellen kann teuer werden. Ein Tarifwechsel bei laufender Entgeltumwandlung berührt Zusage und Wertgleichheit, neue Abschlusskosten mindern den Wert. Unsere Empfehlung: zuerst Zusageart, Garantie, Kosten und Rentenfaktor der bestehenden Verträge prüfen. Dann entscheiden, ob neue Beiträge in eine neue Lösung fließen und der Bestand beitragsfrei weiterläuft.
Gesellschafter-Geschäftsführer: die Brücke zur eigenen Versorgung
Für den beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) gilt der Anspruch auf Entgeltumwandlung nicht, weil er nicht rentenversicherungspflichtig ist (Quelle: § 17 BetrAVG). Die Direktversicherung ist für ihn der Einstieg mit Deckel: rund 8.000 Euro im Jahr, die Notfall-Lösung, wenn der Gewinn noch nicht reicht. Wie mehr Versorgung aufgebaut wird, zeigt unsere Seite zur Geschäftsführerversorgung.
Warum eine ETF-Direktversicherung ohne Versorgungsanalyse riskant ist
Jedes Unternehmen bringt eine andere Ausgangslage mit: Altverträge, Tarifbindung, Betriebsrat, Altersstruktur, Gehälter relativ zu den Beitragsbemessungsgrenzen. Eine Versorgungsanalyse klärt, welche Zusageart und welches Garantieniveau tragen, was die Tarife wirklich kosten und ob sich ein Zuschuss über 15 Prozent rechnet. Standardlösungen lassen diese Faktoren außen vor. Diesen Abgleich mit Ihren Verträgen und Zahlen leisten weder AI-Auskunftstools noch Vergleichsportale.
Dazu kommt ein Unterschied in der Verantwortung. Wer als Versicherungsvermittler berät, haftet für eine fehlerhafte Beratung (Quelle: § 63 VVG). Die Einstandspflicht bleibt beim Arbeitgeber, deshalb muss die Konstruktion von Anfang an stimmen. Wir sind dabei nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden und vergleichen mit Zugang zum gesamten Markt, Nettotarife eingeschlossen.
Stephan Seidenfad · Mitgründer und Geschäftsführer
„Finanzen, Recht und Steuern aus einer Hand, das ist seit 2002 unser Mantra. Wir analysieren immer erst die Altlasten. Dann bauen wir neu.“
Seit 2002 berät Stephan Seidenfad Unternehmen zur betrieblichen Altersversorgung, 2004 hat er von Buddenbrock mitgegründet. Über 1.000 Firmenkunden, vom 30-Mann-Betrieb bis zum Konzern mit 55.000 Mitarbeitern.
Was ist eine ETF-Direktversicherung, und wie unterscheidet sie sich von einer klassischen Direktversicherung?
Eine ETF-Direktversicherung ist eine fondsgebundene Rentenversicherung im Durchführungsweg Direktversicherung. Der Sparanteil fließt ganz oder teilweise in börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer, der Mitarbeiter ist bezugsberechtigt. Einen eigenen Rechtsbegriff gibt es nicht. Rechtlich ist sie eine Direktversicherung nach § 1b Abs. 2 des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG).
Der Unterschied liegt in Kapitalanlage, Garantie und Kosten. Klassische Tarife legen im Sicherungsvermögen des Versicherers an und garantieren über den Rechnungszins, der laut Deckungsrückstellungsverordnung höchstens 1,0 Prozent beträgt. Bei der ETF-Variante sichert ein Garantiebaustein die zugesagte Mindestleistung, der Rest fließt je nach Tarif in ETFs. Förderung und Einstandspflicht des Arbeitgebers sind in beiden Fällen gleich.
Was können Mitarbeiter vom Arbeitgeber verlangen, und wer wählt Versicherer und Tarif?
Jeder in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Mitarbeiter kann verlangen, dass bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze aus seinem Gehalt umgewandelt werden. 2026 sind das 4.056 Euro im Jahr. Bietet der Arbeitgeber weder Pensionskasse noch Pensionsfonds an, kann der Mitarbeiter dafür eine Direktversicherung verlangen, so regelt es § 1a BetrAVG. Dieser Anspruch auf Entgeltumwandlung gilt ab dem ersten pflichtversicherten Mitarbeiter.
Ob dabei ein ETF-Tarif oder ein klassischer Tarif gewählt wird, regelt das Gesetz nicht. Den Versorgungsträger sucht nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts der Arbeitgeber aus, nicht der Mitarbeiter.
Auf den Anspruch hinweisen muss der Arbeitgeber nach BAG 3 AZR 807/11 nicht von sich aus. Informiert er, müssen die Auskünfte richtig, eindeutig und vollständig sein. Alles darüber hinaus, etwa arbeitgeberfinanzierte Beiträge, ist freiwillig, sofern nicht Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Gleichbehandlung es verlangen.
Wie unterscheidet sich die ETF-Direktversicherung von den anderen Durchführungswegen der bAV?
Alle fünf Durchführungswege stehen im Betriebsrentengesetz: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse und Direktzusage. Die Direktversicherung gilt als einfachster Weg. Der Mitarbeiter hat einen eigenen Anspruch gegen den Versicherer, und im Betrieb entsteht keine Pensionsrückstellung wie bei der Direktzusage.
Einen Beitrag zum Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) zahlt der Arbeitgeber laut § 10 BetrAVG nur in bestimmten Fällen. Das gilt, wenn das Bezugsrecht widerruflich ist oder er den Vertrag abgetreten oder beliehen hat.
Die Förderung bis acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung gilt nach § 3 Nr. 63 des Einkommensteuergesetzes (EStG) auch für Pensionskasse und Pensionsfonds. Gegen die Direktversicherung sprechen der Förderdeckel von rund 8.000 Euro im Jahr und die rein versicherungsförmige Kapitalanlage. Für mehr Versorgung nutzen Konzerne deshalb meist Unterstützungskasse, Direktzusage oder Pensionsfonds.
Wie viel Entgeltumwandlung ist mit 15 Prozent Zuschuss voll sozialabgabenfrei?
Rechnerisch höchstens rund 294 Euro im Monat. Sozialabgabenfrei sind Beiträge bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Rentenversicherung, 2026 also 338 Euro im Monat oder 4.056 Euro im Jahr. Die Grenze gilt laut § 1 der Sozialversicherungsentgeltverordnung für Entgeltumwandlung und Arbeitgeberzuschuss zusammen. 294 Euro plus gut 44 Euro Zuschuss ergeben die 338 Euro.
Vor der Steuer bleiben Beiträge bis acht Prozent der BBG, 2026 also 676 Euro im Monat. Zwischen 338 und 676 Euro sind Beiträge damit vor der Steuer, aber sozialversicherungspflichtig. Für den Teil über 338 Euro entfällt auch der Pflichtzuschuss, weil der Arbeitgeber dort keine Sozialabgaben spart.
Wie führen Arbeitgeber die ETF-Direktversicherung ein, und welcher Verwaltungsaufwand entsteht?
Die Einführung läuft in der Regel in sechs Schritten:
Entscheidung über Finanzierung, Zusageart und Garantieniveau.
Kollektive Grundlage schaffen, etwa eine Versorgungsordnung, eine Betriebsvereinbarung oder einen Tarifvertrag.
Versicherer und Tarif auswählen, meist als Rahmenvertrag mit dem Arbeitgeber als Versicherungsnehmer.
Entgeltumwandlungsvereinbarung je Mitarbeiter abschließen.
Beiträge in der Lohnabrechnung mit den Grenzen für Steuer und Sozialabgaben abrechnen.
Laufende Pflichten erfüllen: pünktliche Beiträge, Meldung von Ein- und Austritten und von entgeltlosen Zeiten.
Bei Entgeltumwandlung schreibt § 1b Abs. 5 BetrAVG das unwiderrufliche Bezugsrecht von Beginn an vor.
Beim Aufwand zeigt eine forsa-Befragung im Auftrag der ALH Gruppe vom Januar 2026: 24 Prozent der Mittelständler mit bAV halten ihn für hoch. Die meiste Arbeit machen Ein- und Austritte sowie die Datenpflege in der Lohnabrechnung. Sinnvoll ist eine Versorgungsordnung, die Zusageart, Garantieniveau, Fondsregeln und Gleichbehandlung festhält.
Welche Vertragsklauseln sollten Arbeitgeber vor Abschluss prüfen?
Diese sechs Punkte gehören in die Prüfung der Versicherungsbedingungen:
Rentenfaktor, also die Monatsrente je 10.000 Euro Kapital: ab wann er garantiert ist und unter welchen Bedingungen er entfällt oder mit Abschlag gilt.
Kostenverteilung: Abschlusskosten gleichmäßig oder auf mindestens fünf Jahre verteilt, nicht voll aus den ersten Beiträgen gedeckt. Bei Kündigung gilt laut § 169 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) ohnehin mindestens die Verteilung auf fünf Jahre.
Fondsersetzung und Fondsschließung: Gründe, Information der Mitarbeiter und Wahlrecht.
Überschussverwendung: Bei Entgeltumwandlung dürfen Überschüsse nach § 1b Abs. 5 BetrAVG nur die Leistung verbessern.
Ablaufmanagement: als Standard, kostenlos, mit festem Startzeitpunkt und Widerspruchsmöglichkeit. Gesetzlich vorgeschrieben ist es nicht.
Beitragspause, Fortsetzungsrecht und Rückkaufswert.
Was passiert mit der ETF-Direktversicherung, wenn ein Mitarbeiter den Arbeitgeber wechselt?
Entgeltumwandlung und Zuschuss sind sofort unverfallbar, das Bezugsrecht ist von Beginn an unwiderruflich. Arbeitgeberfinanzierte Beiträge werden laut § 1b BetrAVG nach drei Jahren Zusagedauer und ab dem 21. Lebensjahr unverfallbar.
Der Mitarbeiter kann den Vertrag mit eigenen Beiträgen fortführen, beitragsfrei stellen oder binnen eines Jahres auf den neuen Arbeitgeber übertragen lassen. Verlangt er die Übertragung, ist der Übertragungswert laut § 4 BetrAVG auf die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung begrenzt. Der neue Arbeitgeber muss eine wertgleiche Zusage erteilen.
Für den Arbeitgeber zählt die versicherungsförmige Lösung. Fehlt eine Auflage, etwa das unwiderrufliche Bezugsrecht oder der Verzicht auf Abtretung und Beleihung, steht er laut § 2 BetrAVG für die Differenz ein.
Was passiert bei Elternzeit, Sabbatical oder anderen Zeiten ohne Entgelt?
Besteht das Arbeitsverhältnis ohne Entgelt fort, etwa in der Elternzeit oder im unbezahlten Sabbatical, wird eine Entgeltumwandlung mangels Gehalt beitragsfrei. Der Vertrag bleibt bestehen, es fließen aber keine neuen Beiträge.
Seit 01.07.2026 kann der Mitarbeiter nach jeder entgeltlosen Zeit verlangen, dass der Vertrag zu den vor der Umwandlung vereinbarten Bedingungen weiterläuft. Dafür hat er drei Monate nach deren Ende Zeit. Das ist nach § 212 VVG nicht abdingbar. Zuvor galt das nur für die Elternzeit.
Gerät ein Beitrag in Verzug, muss der Versicherer die versicherte Person in Textform informieren und ihr mindestens zwei Monate Zahlungsfrist einräumen. So steht es in § 166 Abs. 4 VVG. Seit 01.07.2026 muss er zusätzlich auf das Fortsetzungsrecht hinweisen.
Für den Arbeitgeber heißt das: entgeltlose Zeiten sauber an den Versicherer melden. Wie Zuschuss und arbeitgeberfinanzierte Beiträge in dieser Zeit behandelt werden, sollte die Versorgungsordnung regeln.
Wie sind Teilzeitkräfte, Minijobber und Auszubildende bei der ETF-Direktversicherung gestellt?
Teilzeitkräfte und befristet Beschäftigte dürfen nicht schlechter behandelt werden als Vollzeitkräfte. Ein arbeitgeberfinanzierter Beitrag ist deshalb mindestens anteilig zu gewähren, ein Ausschluss braucht einen sachlichen Grund, so regelt es § 4 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes.
Minijobber haben den Anspruch auf Entgeltumwandlung nur, wenn sie rentenversicherungspflichtig sind. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung trifft das auf 20,9 Prozent der gewerblichen Minijobber zu. Seit 01.07.2026 kann die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht einmalig widerrufen werden.
Auszubildende zählen laut § 17 Abs. 1 BetrAVG als Arbeitnehmer im Sinne des Betriebsrentengesetzes und haben bei Rentenversicherungspflicht denselben Anspruch auf Entgeltumwandlung. Diese ist sofort unverfallbar, arbeitgeberfinanzierte Anwartschaften werden nach drei Jahren und ab dem 21. Lebensjahr unverfallbar.
Planen wir Ihre ETF-Direktversicherung gemeinsam.
Erst analysieren wir Ihren Bestand, dann bauen wir mit Ihnen eine Lösung, bei der Ihre Haftung kalkulierbar bleibt und die Ihre Belegschaft versteht.
EntgeltumwandlungBei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen.BeitragsbemessungsgrenzeDie Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung.Nachgelagerte BesteuerungRenten werden erst bei Auszahlung besteuert, während die Beiträge in der Ansparphase steuerfrei oder steuermindernd sind. Ziel ist es, die Steuerlast ins Rentenalter zu verlagern, wenn das Einkommen meist geringer ist.