Robert Böhrk
Experte für Gesundheitsvorsorge

Der Return on Investment einer bKV

Weniger Fehlzeiten, geringere Fluktuation, bis zu 69 % Kosteneinsparung gegenüber einer Gehalts­erhöhung – und das steuerlich absetzbar. Lassen Sie sich von unseren Experten zeigen, wie sich die Investition für Ihr Unter­nehmen konkret rechnet.

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Das erwartet Sie hier

Welche wirtschaftlichen Vorteile die bKV für Ihr Unternehmen bringt sowie eine Gegenüberstellung von Beitragskosten und eingesparten Unternehmenskosten.

Inhalt dieser Seite
  1. Herausforderungen für Unternehmen: historischer Krankenstand und explodierende Kosten
  2. Kosten pro Mitarbeiter: Krankentage, Fluktuation, Gehaltserhöhung
  3. Return on Investment: Kostenersparnisse durch die bKV
Von Maureen Menger
Fachlich geprüft durch Robert Böhrk
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die betriebliche Kranken­versicherung (bKV) ist eine strategische Investition mit einem klar kalkulierbaren, positiven Return on Investment (ROI).
  • Die Zusatz­versicherung wirkt dem Rekord-Krankenstand entgegen, senkt die Lohnfortzahlungskosten spürbar und ist ein entscheidender Hebel im Kampf gegen die Fluktuation.
  • Der ROI der bKV zeigt die finanzielle Rentabilität der Gesundheitsinvestition, indem eingesparte bzw. zusätzlich erwirtschaftete Kosten (zum Beispiel weniger Fehlzeiten, geringere Fluktuation) den Beitragskosten gegenübergestellt werden.
  • Unsere Experten beraten Sie gerne zu den Vorteilen der betrieblichen Kranken­versicherung für Ihr Unternehmen.

Herausforderungen für Unternehmen: historischer Krankenstand und explodierende Kosten

Deutschland verzeichnete in den letzten Jahren einen dramatischen Anstieg der krankheitsbedingten Fehlzeiten. Aktuelle Berichte führender Institute und Krankenkassen zeichnen ein alarmierendes Bild:

  • Historischer Höchststand: Laut Analysen von Krankenkassen wie der DAK oder der AOK erreichte der Krankenstand in 2023 mit durchschnittlich über 5,5 % einen Rekordwert – der höchste seit Jahrzehnten. Das bedeutet, an jedem Arbeitstag fehlten im Schnitt 55 von 1.000 Beschäftigten. (Quelle)
  • Enorme Kosten durch Lohnfortzahlung: Jeder Krankheits­tag eines Mitarbeiters verursacht direkte Kosten durch die gesetzliche Lohnfortzahlung. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) beziffert den Produktionsausfall durch Krankheit für die deutsche Wirtschaft auf Milliardensummen.
  • Indirekte Kosten als Brandbeschleuniger: Zu den direkten Lohnfortzahlungskosten kommen schwerer messbare, aber oft noch höhere indirekte Kosten: Produktionsausfälle, Projektverzögerungen, Überlastung der verbleibenden Teammitglieder (was deren Krankheits­risiko erhöht) und potenzielle Qualitätseinbußen.

Mit uns die ideale betriebliche Kranken­versicherung finden

Weniger Krankentage, glücklichere Mitarbeiter, stärkeres Recruiting – und das Ganze steuerlich absetzbar. Klingt gut? Wir zeigen Ihnen, wie Sie das mit der richtigen bKV für Ihr Unternehmen umsetzen.

Foto von Robert Böhrk
Experte für Gesundheitsvorsorge

Kosten pro Mitarbeiter: Krankentage, Fluktuation, Gehaltserhöhung

Kosten pro Krankheits­tag

KostenkomponenteGrundlageWert pro AU-Tag
Produktionsausfall (Lohnkosten pro MA*)BAuA*≈ 156 Euro
Verlust an Bruttowertschöpfung (pro MA*)BAuA*≈ 237 Euro (ohne Wohnungswirtschaft)
Gesamtkosten pro MA*BAuA*393 Euro
*MA=Mitarbeiter, BAuA=Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
(Quelle)  

Was bedeuten die Kennzahlen?

Produktions­ausfall (≈ 156 €)
Zur Ermittlung des Produktionsausfalls rechnet die BAuA die entgangene Arbeits­leistung in Lohnkosten um. Sie spiegelt, was dem Betrieb an bezahlter Arbeitszeit „fehlt“.

Bruttowertschöpfungs­verlust (≈ 237 €)
Diese weiter gefasste Größe enthält zusätzlich den entgangenen Anteil an Gewinn- und Kapital­einkommen pro Tag. Sie wird häufig herangezogen, um den gesamt­wirtschaftlichen Nutzen von Prävention zu beziffern.

Wichtige Hinweise
  • Branchenspezifische Unterschiede: In hoch­produktiven Branchen (zum Beispiel IT, Finanzdienst­leistungen) liegt der Verlust pro Fehltag laut BAuA weit über 200 €; im Bau­gewerbe oder Handel darunter.
  • Indirekte Kosten (Ersatz­personal, Überstunden, Qualitäts­einbußen) werden in keiner der beiden Studien monetarisiert.
  • Trend: Sowohl Entgeltfortzahlungs- als auch Produktions­ausfall­kosten haben sich binnen eines Jahrzehnts fast verdoppelt; Haupttreiber sind höhere Kranken­stände (insb. Atemwegs- und psychische Erkrankungen) und gestiegene Löhne (Quelle).

Beispielrechnung auf Grundlage der Kostenkomponenten

Durchschnittlicher Krankenstand über alle Branchen5,5 Prozent*
Arbeitstage pro Jahr250
Mitarbeiter100
Kosten pro Mitarbeiter5.109 Euro*
Gesamtkosten pro Jahr510.900 Euro
*100*13 Tage (250*5,5 Prozent) *393
*(Quelle)

Fluktuationskosten

Durchschnittliche Fluktuation15 Prozent*
Mitarbeiter100
Fluktuation pro Jahr15 Mitarbeiter
Kosten7 bis 12 mal Monatsgehalt
Durchschnittsgehalt4.400 Euro Brutto
Kosten pro Mitarbeiter30.800 Euro*
Gesamtkosten pro Jahr462.000 Euro
*30*4.400*7
*(Quelle)

Kosten Gehaltserhöhung

GehaltserhöhungUm 3 Prozent im Durchschnitt von 4.400 Euro auf 4.530 Euro
Kosten pro Mitarbeiter163 Euro mtl./ 1.956 Euro p.a.
Gesamtkosten jährlich195.600 Euro
Effekt bei Mitarbeiter65 Euro

Zusammenfassung

  • Krankheits­kosten: 510.900 Euro
  • Fluktuationskosten: 462.000 Euro
  • Gehaltserhöhung: 195.600 Euro

Berechnung auf Grundlage der Kennzahlen: (Quelle)

Hinweise der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): Die BAuA informiert, dass in die Statistik zur Arbeitsunfähigkeit und die Schätzungen der volkswirtschaftlichen Kosten Daten der Pflicht- und freiwilligen Mitglieder von Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) mit Krankengeldanspruch eingehen. Rentner und mitversicherte Familienangehörige bleiben unberücksichtigt. Für die Berechnung der GKV-Mitgliederzahlen werden Mitgliedsjahre herangezogen. eine Person, die im Berichtsjahr ein halbes Jahr krankenversichert war, fließt mit 0,5 GKV-Mitgliedsjahre in die Berechnungen ein.

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Return on Investment: Kostenersparnisse durch die bKV

Moderne Tarife der betrieblichen Kranken­versicherung fördern aktiv die Vorsorge und helfen, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie zu langen und kostspieligen Ausfällen führen.

  • Flexible Gesundheitsbudgets: Statt fester Leistungen bieten viele Tarife ein jährliches Budget (z. B. 300 €, 600 € oder mehr), das Mitarbeiter flexibel für eine Vielzahl von präventiven Maßnahmen nutzen können: erweiterte Krebsvorsorge, professionelle Zahnreinigung, Sehhilfen, Hörgeräte, aber auch Osteopathie und andere Heilpraktikerleistungen.
  • Der Effekt: Die regelmäßige Zahnreinigung kann teuren Zahnersatz verhindern. Eine frühzeitig angepasste Sehhilfe beugt Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen vor. Die Nutzung von Physiotherapie verhindert, dass aus einer Verspannung ein chronisches Rückenleiden wird.

Mitarbeiter binden, Fluktuation halbieren

Viele Arbeitgeber unterschätzen die Kosten der Fluktuation. Sie umfassen nicht nur die Rekrutierungsanzeige, sondern auch den Zeitaufwand für Interviews, die Einarbeitung, den Produktivitätsverlust und den Abfluss von Know-how.

  • Steigerung der Arbeitgeberattraktivität: Die bKV ist eine attraktive und sofort erlebbare Zusatzleistung. Im “War for Talents” ist sie ein klares Differenzierungsmerkmal.
  • Reduzierung der Kündigungsabsicht: Die Wertschätzung, die durch eine bKV ausgedrückt wird, ist ein starker emotionaler Anker und kann die Kündigungsrate senken.

Weitere Vorteile der betrieblichen Kranken­versicherung im Überblick

Beispielrechnungen Return on Investment durch bKV

Der Return on Investment (ROI) im Kontext der bKV zeigt, ob und wie stark sich die Gesundheitsinvestition finanziell auszahlt. Er wird berechnet, indem man die eingesparten oder zusätzlich erwirtschafteten Beträge (zum Beispiel weniger Fehlzeiten, niedrigere Fluktuation) den Beitragskosten gegenüberstellt.

Kosten bKV pro Mitarbeiter50 Euro (§ 8 Steuer- und Sozialabgabenfrei)
Kosten pro Jahr60.000 Euro

Effekt

Die Kosten amortisieren sich:

  1. Die Krankheits­quote sinkt um den Faktor 0,91 Prozent auf 4,59 Prozent. Der Effekt: 1,53 Tage weniger pro Arbeitnehmer – mit schnelleren Arztterminen möglich.
  2. Die Fluktuationsquote sinkt um Faktor 1,95 Prozent auf 13,05 Prozent. Der Effekt: Zwei Mitarbeiter, die nicht wechseln oder schneller eingestellt werden.
  3. bKV statt Gehaltserhöhung: 69 Prozent Kosteneinsparung
  4. Bei dieser bKV-Investition kann der Arbeitgeber den Mitarbeitern ein Budget in Höhe von 1.200 Euro gewähren. Statt 60 Euro netto, haben die Mitarbeiter 100 Euro netto pro Monat zur Verfügung für medizinische Leistungen.

BKV mit Versteuerung nach 37b und Sozialabgaben

  • Kosten pro Jahr: 113.923 Euro

Kosten amortisieren sich:

  1. Die Krankheits­quote sinkt um Faktor 1,46 Prozent auf 4,04Prozent. Der Effekt: 2,9 Tage weniger pro Arbeitnehmer – mit schnelleren Arztterminen möglich
  2. Die Fluktuationsquote sinkt um Faktor 3,7 Prozent auf 11,3 Prozent. Der Effekt: Vier Mitarbeiter, die nicht wechseln oder schneller eingestellt werden.
  3. bKV statt Gehaltserhöhung: 41,76 Prozent Kosteneinsparung

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Weniger Krankentage, glücklichere Mitarbeiter, stärkeres Recruiting – und das Ganze steuerlich absetzbar. Klingt gut? Wir zeigen Ihnen, wie Sie das mit der richtigen bKV für Ihr Unternehmen umsetzen.

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