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Welche Bedeutung die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz hat und wie Sie die bKV als Maßnahme zur Förderung der psychischen Gesundheit Ihrer Mitarbeiter einsetzen.
Die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz hat sich zu einem zentralen Thema für Unternehmen in Deutschland entwickelt.
Ein modernes betriebliches Gesundheitsmanagement zeichnet sich dadurch aus, dass es die psychische Gesundheit der Belegschaft als selbstverständlichen Bestandteil begreift.
Eine gezielte Unterstützung für das mentale Wohlbefinden der Mitarbeiter können Bestandteile einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) sein.
Die bKV bietet keine vollumfänglichen Leistungen für die psychische Gesundheit, dennoch bieten Versicherer vermehrt Leistungen zur mentalen Unterstützung in ihrem Katalog an.
Aktuelle Lage der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz
Im Jahr 2024 entfielen auf 100 Versicherte 342 Arbeitsunfähigkeitstage sowie 10,4 Arbeitsunfähigkeitsfälle. Damit lag die Zahl der Fälle um zwei Prozent überdem Vorjahresniveau.
Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen war bei Frauen höher als bei Männern: Auf 100 Versicherte entfielen bei Frauen 431 Fehltage, bei Männern 266.
2024 betrug die durchschnittliche Falldauer 33 AU-Tage.
Psychische Erkrankungen führen bereits bei jungen Beschäftigten zu vielen AU-Fällen; mit steigendem Alter verlängert sich die durchschnittliche Krankschreibungsdauer auf etwa 58 Tage.
Im Jahr 2024 entfielen im Gesundheitswesen auf 100 Versicherte 476 Arbeitsunfähigkeitstage, in der öffentlichen Verwaltung waren es 402.
Mit 182,6 AU-Tagen je 100 Versicherte lagen Depressionen nahezu auf dem Vorjahresniveau (2023: 182,2).
Reaktionen auf schwere Belastungs- und Anpassungsstörungen wiesen 2024 mit 60,3 AU-Tagen je 100 Beschäftigte einen leichten Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf.
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Weniger Krankentage, glücklichere Mitarbeiter, stärkeres Recruiting – und das Ganze steuerlich absetzbar. Klingt gut? Wir zeigen Ihnen, wie Sie das mit der richtigen bKV für Ihr Unternehmen umsetzen.
Welche Faktoren beeinflussen die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz?
Verschiedene Faktoren können die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz beeinflussen, darunter das Arbeitsumfeld, die Arbeitsbelastung, die Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzten sowie die Unternehmenskultur.
Ein übermäßiges oder unausgeglichenes Arbeitspensum, hohes Tempo oder Unterbesetzung steigern Stress; Unterforderung wirkt ebenfalls belastend.
Geringe Mitsprache bei Aufgaben- oder der Zeitgestaltung kann zu Frustration führen.
Unklare Zuständigkeiten oder widersprüchliche Anforderungen erzeugen Unsicherheit.
Arbeitszeitgestaltung: Unsoziale oder starre Arbeitszeiten beeinträchtigen Regeneration und erhöhen das Risiko von Belastungen.
Lärm, ungeeignete Ergonomie, extreme Temperaturen oder mangelnde Sicherheit können psychisch belastend wirken.
Autoritärer Stil, geringe Wertschätzung oder „toxische“ Normen (z. B. übertriebener Präsentismus) begünstigen Stressreaktionen.
Fehlende Unterstützung durch Kollegen oder Vorgesetzte schwächt Bewältigungsressourcen.
Gewalt, Belästigung, Diskriminierung & Mobbing sind psychosoziale Gefährdungen mit hohem Krankheitsrisiko.
Jobunsicherheit, unangemessene Vergütung oder ausbleibende Entwicklungschancen belasten mental.
Konfligierende Anforderungen zwischen Arbeit und Privatleben erhöhen die psychische Beanspruchung.
Auswirkungen psychischer Gesundheitsprobleme auf Unternehmen
Die zunehmenden psychischen Belastungen in der Belegschaft haben Konsequenzen für Unternehmen:
Psychische Beeinträchtigungen verschlechtern die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erheblich und führen zu einem Anstieg krankheitsbedingter Fehlzeiten.
Die zunehmenden Ausfallzeiten (durch psychische Erkrankungen) resultieren zudem in Unterbesetzungen und einer erhöhten Arbeitsbelastung für die verbleibenden Mitarbeiter.
Die hohe Betroffenheit arbeitsloser Personen deutet zudem auf eine komplexe Wechselwirkung zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit hin, die die Wiedereingliederung erschwert und die Gesellschaft insgesamt belastet.
Hohe Stresslevel führen dazu, dass viele der Mitarbeiter über einen Arbeitsplatzwechsel.
Arbeitgeber, die die (psychische) Gesundheit ihrer Mitarbeiter proaktiv unterstützen, agieren nicht nur sozial verantwortlich, sondern sichern sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, indem sie Ausfallzeiten reduzieren und die Leistungsfähigkeit der Belegschaft stabilisieren.
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Mental-Health-First-Aid-Kurse samt anonymem Employee-Assistance-Programm sichern schnelle Hilfe.
Flexible Arbeitszeiten und Home-Office stärken die Work-Life-Balance.
Kurze Achtsamkeits- oder Bewegungspausen fördern die Resilienz.
Die betriebliche Krankenversicherung als Prävention
Die betriebliche Krankenversicherung bietet keinen vollumfänglichen Schutz im psychologischen Bereich. Angesichts der Bedeutung der psychischen Gesundheit reagieren die Versicherer allerdings auf die aktuellen Entwicklungen, indem sie vermehrt Leistungen zur mentalen Unterstützung in ihre Versicherungskataloge aufnehmen. Das psychologische Angebot der Versicherer kann folgende Bausteine umfassen:
Prävention
Präventive Maßnahmen wie Stressmanagement-Kurse, Achtsamkeitsübungen und Work-Life-Balance-Initiativen können ein Bestandteil der bKV sein. Beispiele für solche Kurse umfassen Yoga, Kochkurse für gesunde Ernährung und Workshops zu Achtsamkeit und Resilienz.
Coaching-Angebote
Viele bKV-Anbieter integrieren spezifische Coaching-Angebote, die auf die psychische Gesundheit abzielen. Dazu gehören gezieltes Stress-Coaching, Burnout-Coaching und Schlafcoaching.
Service-Hotline
Die bKV trägt maßgeblich dazu bei, die Zugangsbarrieren zu psychologischer Beratung und Therapie abzubauen. Mitarbeiter erhalten bei vielen Versicherern einen Zugang zu einem Netzwerk von Fachleuten und Ressourcen im Bereich der psychischen Gesundheit in Form von Service-Hotlines.
Vorteile der bKV für psychische Gesundheit
Vorteile für Arbeitgeber
Präventive Angebote der betrieblichen Krankenversicherung können zu weniger Krankheitstagen und einer geringeren Fluktuation führen.
Mitarbeiter, die mental gesund und ausgeglichen sind, sind in der Regel engagierter, konzentrierter und produktiver.
Eine bKV signalisiert eine moderne und fürsorgliche Unternehmenskultur. Dies ist ein entscheidender Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte.
Coaching-Angebote bei Stress oder Schlafproblemen ermöglichen ein frühzeitiges Eingreifen, bevor sich ernsthafte psychische Erkrankungen manifestieren. Das verhindert lange Ausfallzeiten und hohe Folgekosten.
Indem der Arbeitgeber in die mentale Gesundheit seiner Belegschaft investiert, zeigt er Wertschätzung. Dies stärkt die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen.
Vorteile für Arbeitnehmer
Service-Hotlines und Coaching-Angebote bieten schnelle und unkomplizierte Ersthilfe.
Mitarbeiter können Angebote wie Yoga, Kurse zur gesunden Ernährung oder Resilienz-Workshops nutzen, ohne selbst dafür aufkommen zu müssen. Dies fördert aktiv das eigene Wohlbefinden.
Service-Hotlines und externe Coaching-Angebote ermöglichen es den Mitarbeitern, sich vertraulich Hilfe zu suchen, ohne dass der Arbeitgeber direkt davon erfährt.
Das Angebot solcher Leistungen durch den Arbeitgeber trägt dazu bei, das Thema mentale Gesundheit im Unternehmen zu normalisieren und die Hemmschwelle zu senken, bei Bedarf Hilfe in Anspruch zu nehmen.
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