Vier Würfel setzen sich zu einem Bild zusammen, auf dem zwei Hände und ein Schutzschild zu sehen ist.
Maureen Stum

Warum die Direktversicherung in der bAV am meisten überzeugt

Klarheit in der Rechtsprechung, logische Gesetzgebung und leichte Portabilität: Die Direktversicherung ist der gängigste Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) und für viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Mittel der Wahl, wenn sie in die Entgeltumwandlung einsteigen möchten. Wie die Direktversicherung funktioniert und was die Grundlagen sind, lesen Sie hier.  

Wie funktioniert die betriebliche Altersvorsorge über eine Direktversicherung? 

Um die betriebliche Altersvorsorge zu realisieren, kann der Arbeitgeber zwischen fünf verschiedenen Durchführungswegen wählen. Die sogenannte Direktversicherung ist in der Praxis die häufigste Form der bAV. In keinem Durchführungsweg sind die Handhabe, Flexibilität und der rechtliche Rahmen so umfassend geklärt wie in der Direktversicherung. Im Jahr 2022 betrug die Anzahl an Direktversicherungen bereits rund 8,8 Millionen – Tendenz steigend (Quelle).

Bei diesem Durchführungsweg der bAV einigt sich der Arbeitnehmer mit seinem Arbeitgeber auf einen Betrag, den er aus seinem Bruttoeinkommen, in der Regel steuer- und sozialabgabenfrei, in die Altersvorsorge einbezahlen lässt. Das Geld fließt dann in der Regel in das Rentenversicherungsprodukt einer Versicherung. Mit Renteneintritt erhält der Arbeitnehmer seine Renten- und/ oder seine Kapitalleistung durch den Versicherer. 

Direktversicherung: eine Symbiose aus Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Versicherungsunternehmen 

Der Arbeitgeber ist bei einer Direktversicherung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) der direkte Vertragspartner (Versicherungsnehmer) der Versicherungsgesellschaft, weil diese Form der Altersvorsorge als Bestandteil der betrieblichen Sozialleistungen konzipiert ist. Hierbei übernimmt der Arbeitgeber die Rolle des Vertragsinhabers, um seinen Mitarbeitern (versicherte Personen) eine zusätzliche Altersvorsorge zu ermöglichen. 

Dieses Arrangement erstattet es dem Arbeitgeber, die Vorteile der bAV, wie steuerliche Anreize und möglicherweise günstigere Konditionen aufgrund kollektiver Vertragsgestaltung, direkt an seine Mitarbeiter weiterzugeben. Zudem vereinfacht es die administrative Handhabung und Integration der Altersvorsorgeleistungen in das Gesamtpaket der betrieblichen Sozialleistungen. 

Nichtsdestotrotz ist der Arbeitnehmer mit Renteneintritt bezugsberechtigt und wird als versicherte Person in den Vertrag eingetragen. Die formalen Regeln dazu löst die sogenannte Entgeltumwandlungsvereinbarung. „Das ist eine Regelung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über die der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber erlaubt, Geld an die Versicherung zu zahlen“, weiß bAV-Experte Stephan Seidenfad.  

Der Versicherer fungiert als Produktanbieter, während die bAV zunächst ein rechtlich relevantes Versprechen vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer ist. Versicherungsgesellschaften sind staatlich anerkannte, vertrauenswürdige Anlageformen, die dem Arbeitgeber Sicherheiten in Bezug auf Bilanz, Haftung und Rechtsprechungen bieten.  

Garantien in der Direktversicherung 

Mit einem Teil der Beiträge bildet der Versicherer in der Regel einen Mindestsockel, um die Renten- oder Kapitalleistung mit Renteneintritt garantiert sicherzustellen. Dadurch entlastet der Versicherer den Arbeitgeber weitestgehend von seiner Einstandspflicht aus dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge (BetrAVG). Den zweiten Teil – idealerweise den größeren Anteil – der Beiträge investiert er am Kapitalmarkt, um Rendite zu erzeugen.  

Anders als bei der Direktversicherung gibt es Garantien in privaten Investmentdepots nicht. Sie sind dennoch wichtig, um die Mindestleistungen sicherzustellen. Entscheidend für den Erfolg ist die Aufteilung zwischen dem Deckungsstock und den Kapitalanlagen. „Ein effizienter Versicherer minimiert die Mittel im Deckungsstock, um mehr Kapital für Investitionen am freien Kapitalmarkt freizusetzen. Hier lauert die Rendite, die Chance auf Performance oberhalb der Deckungsstöcke.“ 

Es ist essenziell, einen bAV-erfahrenen Versicherer mit einer klaren und transparenten Anlagestrategie zu wählen. „Eine solche Auswahl garantiert, dass das investierte Geld nicht nur sicher angelegt wird, sondern auch mit einer guten Performance in Form von Rente oder Kapitalauszahlungen zurückfließt.“ 

Die Vorteile der Direktversicherung auf einen Blick

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Stephan Seidenfad

Geschäftsführer und Gründer Experte für die Themengebiete: bAV, Recht & Steuern, kAV, Digitale Lösungen und Absicherung

Stephan Seidenfad | von Buddenbrock

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