Starke Benefits einführen: Diese 3 Schritte führen Sie sicher ans Ziel

Stephan Seidenfad

Geschäftsführer und Gründer
Experte für die Themengebiete: bAV, Recht & Steuern, kAV, Digitale Lösungen und Absicherung

Starke Benefits: 3 Schritte, die Sie gehen sollten

Sie wollen in Ihrer Firma etwas für die Mitarbeiterbindung tun? Sie denken darüber nach, was Sie Ihren Mitarbeitern Gutes tun können? Sie suchen nach einem starken Benefit, der Ihnen hilft, neue Fachkräfte zu finden und zu binden?
Dann haben wir hier eine Kurzanleitung in drei Schritten, wie Sie sicher ans Ziel kommen.

Schritt 1: Schauen Sie sich an, welche Menschen in Ihrer Firma arbeiten…

Der erste Schritt ist ein Analyse-Schritt: Um einen passgenauen Benefit für Eure Mitarbeitenden zu entwickeln, müsst Ihr Euch klar machen, wer genau bei Euch arbeitet. Sind es viele kreative oder vor allem ausführende Kräfte? Dichter und Denker oder Arbeiter? Sind Eure Mitarbeiter eher jung und dynamisch, in der Mitte ihres Lebens oder nähern sie sich dem Ende ihrer beruflichen Laufbahn? Nur wenn Euch klar ist, welche Typen von Menschen bei Euch in der Firma beschäftigt sind, könnt Ihr Euch im nächsten Schritt Gedanken über ihre Drucksituationen und Anforderungen machen.

…welche Anforderungen und Bedürfnisse sie haben…

Im Kern gibt es zwei Arten von Benefits: Benefits, die eine Notwendigkeit erfüllen und sinnvoll sind – und Benefits, die vor allem emotional fesseln. Sinnvolle Benefits sind zum Beispiel Vorsorge-Leistungen wie eine betriebliche Krankenversicherung oder betriebliche Altersvorsorge. Ein aktuell weit verbreitetes Beispiel für einen emotionalen Benefit ist das E-Bike. „Es schafft fast Aufregung im Unternehmen, wenn Du die Möglichkeit eröffnest, günstig ein E-Bike zu bekommen“, sagt Stephan Seidenfad augenzwinkernd im aktuellen Video unseres Youtube-Kanals „Klartext bAV“. Wichtig ist also als erstes zu unterscheiden, für welche Art Benefit Eure Mitarbeitenden zu begeistern sind. Und dafür müsst Ihr Euch die Frage stellen: Was ist der Bedarf, den Eure Mitarbeiter haben?

…und bedienen Sie sie mit Ihren Benefits.

Hätten sie gern einen Dienstwagen, haben sie ein Krankenversicherungsthema, haben viele Eurer Mitarbeiter Kinder und wäre für sie ein Zuschuss zur Kinderbetreuung eine Bereicherung? Habt Uhr viele Pendler im Unternehmen, die sich über ein vergünstigtes ÖPNV-Ticket freuen würden?
Ausgehend vom Wissen, wer bei Euch in der Firma arbeitet, geht es also jetzt darum, welche Sorgen, Wünsche und Bedürfnisse damit erwartbar einhergehen. „Wenn Du ein Muster erkennen kannst, also eine relative Häufung gleicher Anforderungen und Bedürfnisse Deiner Mitarbeitenden, muss der Benefit genau in diese Richtung führen“, sagt Seidenfad. „Alles andere geht am Thema vorbei und wird an fehlendem Interesse und mangelnder Begeisterung Deiner Mitarbeitenden scheitern.“

Schritt 2: Erspüren Sie auch die verborgene Not Ihrer Mitarbeiter…

Ein emotionaler, begeisternder Benefit, der passgenau auf Eure Mitarbeitenden zugeschnitten ist, ist stark. Die Steigerung davon ist ein Benefit, der Euren Mitarbeitenden ein Problem abnimmt, vor dem sie sich selbst drücken. „Die allermeisten Arbeitnehmer wissen zum Beispiel, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird, um ihren Lebensstandard im Ruhestand auch nur ansatzweise zu halten“, sagt Stephan Seidenfad. „Gleichzeitig haben die meisten trotz dieses Wissens keine Lust, sich damit wirklich zu beschäftigen. Altersvorsorge und Gesundheitsvorsorge sind nicht sexy, sondern in der ersten Wahrnehmung kompliziert und oft auch unangenehm. Niemand steht morgens auf und denkt sich ‚heute habe ich Lust, mich um meine Altersvorsorge zu kümmern‘. Darin liegt eine große Chance – denn Du als Arbeitgeber kannst ihnen dieses Thema abnehmen.“

…und schaffen Sie emotionale Bindung durch sinnvolle Benefits.

Mit einem solchen Benefit, also beispielsweise einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV), einer betrieblichen Berufsunfähigkeitsversicherung (bBU) oder einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) löst Ihr vielleicht keine unmittelbare Begeisterung aus. Ihr schafft aber stattdessen eine Erleichterung, die viel tiefer und nachhaltiger wirkt: das gute Gefühl, gut versorgt und abgesichert zu sein. Ihr löst das schlechte Gewissen auf, ein wichtiges Thema vor sich her zu schieben. Und, für Euch als Arbeitgeber wichtig: Ihr erzeugt das Gefühl, dass Ihr Euch gut um Eure Mitarbeitenden kümmert. Statt kurzfristiger Freude über ein neues E-Bike schafft Ihr also eine langlebige, positive Emotion Euch als Arbeitgeber gegenüber. Kurzum: Ihr schafft Bindung.

Schritt 3: Legen Sie Wert auf die Kommunikation Ihres Benefits…

Während Benefits wie E-Bike, Tankgutscheine oder Rabattkarten quasi selbsterklärend sind, müsst Ihr als Arbeitgeber sinnvolle Benefits wie bAV, bBU oder bKV erklären, damit sie ihre volle Wirkung entfalten. Dabei ist eine gute Kommunikationsstrategie entscheidend, wird aber viel zu selten mitgedacht. „Ja, ein E-Bike ist cool und ein Bus- oder Bahnticket ist auch gut – aber lass uns vielleicht mal nicht über eine Gehaltserhöhung oder ein neues cooles Gimmick sprechen, sondern darüber, wie ich als Unternehmen Dir eine Last abnehmen kann“, fasst Stephan Seidenfad den Ansatz zusammen.  

…erklären Sie die Funktionsweise…

Bei der Vermittlung des neuen Benefits können zwei Aspekte besonders hilfreich sein: Der Einsatz des Bruttos, statt des Nettos, und der Zugang zu Expertise, der ansonsten verwehrt bleibt. „Bei meinem Spezialthema, der betrieblichen Altersvorsorge, kommt der Vorteil des Brutto-Einsatzes besonders zum Tragen“, erklärt Seidenfad. „Sich von einem Teil seines Netto-Gehaltes zu trennen, also dem, was am Ende des Monates auf dem Konto landet, fällt vielen schwer. Denn es bedeutet unmittelbaren, sichtbaren Verzicht. Psychologisch einfacher und auch finanziell besser ist es, auf einen Teil des Bruttos zu verzichten. Er landet dann erst gar nicht als „Rest“ nach Steuern auf dem Konto, sondern fließt vollständig in die bAV. Und der Arbeitgeber legt auch noch etwas oben drauf!“

…und überzeugen Sie mit starken Argumenten.

Ein zweites wichtiges Argument, auf das man hinweisen sollte, ist der Zugang zu einem Beratungs-Niveau, das Einzelpersonen in der Regel nicht zur Verfügung steht. „Viele Arbeitgeber können mit ihren finanziellen Mitteln und Kontakten eine bAV-Beratung ermöglichen, die in der Regel deutlich hochwertiger ist als die Beratung, auf die ein einzelner Mitarbeiter zugreifen kann“, so Seidenfad. „Ich kann also meinen Beschäftigten sagen, ‚Ihr müsst das Thema nicht allein zu Hause angehen – ich nehme Euch das ab und lasse Euch dafür auch an meinem Experten-Netzwerk teilhaben, für das qualitativ beste Ergebnis.“  

Zusätzlicher Schritt: Eine gute Beratung

Nach unserer Erfahrung bieten die drei skizzierten Schritte einen guten Leitfaden, um einen starken Benefit einzuführen. Bei der Ausgestaltung sollten je nach Art des Benefits aber Spezialisten hinzugezogen werden. Die Ausgestaltung einer betrieblichen Altersversorgung oder Krankenversicherung bietet zum Beispiel viele Chancen birgt aber auch Risiken, sowohl für Arbeitgeber als auch die Beschäftigten. Dabei spielen steuerliche Fragen, rechtliche Fragen und auch Fragen der Haftung eine entscheidende Rolle. Wenn Sie einen sinnvollen Benefit wie eine bAV in Ihrem Unternehmen einführen wollen, stellen Sie gern Ihre Fragen direkt unserem bAV-Spezialisten Stephan Seidenfad. Weitere Informationen und Tipps finden Sie auch auf unserem Youtube-Kanal und hier im Blog