Private Kranken­versicherung für leitende Angestellte

Das Wichtigste in Kürze

Private Kranken­versicherung für leitende Angestellte

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Wann können leitende Angestellte sich privat krankenversichern?

Eine private Kranken­versiche­rung kommt für leitende Ange­stellte dann in Frage, wenn ihr Gehalt oberhalb der sogenannten Ver­sicherungs­pflicht­grenze liegt. Diese liegt im Jahr 2020 bei 62.550 Euro Jahresgehalt bzw. 5.212,50 Euro Monatsgehalt. Um von der Versicherungs­­pflicht in der gesetzlichen Kranken­versicherung befreit werden zu können, muss diese Grenze mindestens ein Jahr lang überschritten werden. Die Krankenkasse informiert dann mit einem Schreiben darüber, dass die Versicherungs­­pflicht nicht mehr besteht.

Ist man als Geschäfts­führer angestellt, so gelten die gleichen Regeln. Selbst­ständige haben generell keine Versicherungs­pflicht in der gesetz­lichen Kranken­versicherung.

Vorteile der privaten Kranken­versicherung für leitende Angestellte

Als leitender Angestellte wechseln Sie mit der privaten Krankenversicherung in ein anderes Versorgungssystem und profitieren dabei unter anderem von folgenden Vorteilen:

Da Sie die Leistungen der privaten Krankenversicherung flexibel wählen können, sollten Sie sich im Vorhinein genau überlegen, welche Ihnen wichtig sind. Tarife mit besonders umfangreichen Leistungen kosten mehr als solche mit weniger Leistungen.

PKV-Vergleich: Die beste Kranken­versicherung für leitende Angestellte

Viele Testinstitute vergleichen die Angebote der unterschiedlichen privaten Krankenversicherungen und ihre Tarife regelmäßig. Die Ergebnisse werden anschließend in verschiedenen Medien on- und offline veröffentlicht. Allerdings sind die privaten Krankenversicherungen individuell und ihre Tarife komplex. Die Testergebnisse beschränken sich daher nur auf Modellkunden.

Mit unabhängiger Beratung sind Sie umfassend abgesichert

Unserer Ansicht nach kann nur eine unabhängige Beratung, die langfristig ausgelegt ist und alle Aspekte der individuellen Situation berücksichtigt, den wirklich am besten geeigneten Tarif für die PKV ausfindig machen. Für eine solche unabhängige und kostenlose Beratung zum Thema private Krankenversicherung können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden. Wir beraten Sie gerne auch zu den Themen Altersvorsorge, betriebliche Altersversorgung oder Berufsunfähigkeitsversicherung für leitende Angestellte. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 0201 - 10 22 77 0 oder unter der E-Mail-Adresse info@vonbuddenbrock.de. Unsere PKV-Spezialisten helfen Ihnen sehr gerne weiter.

FAQs

Ein Wechsel von der gesetzlichen Krankenkasse in die private Krankenversicherung lohnt sich in den folgenden Fällen eher weniger:
  • wenn Sie absehen können, dass Sie das hohe Gehalt nur temporär beziehen
  • wenn Sie über 45-50 Jahre alt sind (dies ist aber abhängig von den persönlichen Präferenzen – siehe der folgende Abschnitt)
  • wenn Ihr Gesundheitszustand schlecht ist. Versicherer führen nach Antragstellung eine Gesundheitsprüfung durch, die zu Beitragszuschlägen oder sogar zu Ablehnung führen kann.
Als grobe Richtlinie lässt sich sagen, dass sich ab einem Alter von 40 bis 50 Jahren der Wechsel in die private Krankenversicherung für leitende Angestellte eher nicht mehr lohnt. Dies liegt daran, dass sich mit steigendem Alter der Gesundheitszustand oft verschlechtert und die Versicherung dann teurer ist. Die gesetzliche Krankenkasse ist meistens die bessere Option, da die Kosten hier vom Einkommen und nicht vom Gesundheitszustand abhängen. Wenn Sie jedoch bereit sind, für die höherwertigeren Leistungen der PKV einen höheren Betrag zu bezahlen, und das Einkommen hierfür vorhanden ist, spricht nichts dagegen, auch mit über 40 noch in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Die Kosten für eine private Krankenversicherung für leitende Angestellte sind sehr individuell und hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Hierzu gehören zum Beispiel das Alter der zu versichernden Person, eventuelle Vorerkrankungen und das gewünschte Leistungsspektrum.

Was zahlt der Arbeitgeber?

Als Angestellter erhalten Sie von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss zur Krankenversicherung. Dieser ist das Äquivalent zum Arbeitgeberanteil, den gesetzlich Versicherte erhalten. Bei privat Versicherten überweist der Arbeitgeber dieser allerdings direkt an den Angestellten. Der Zuschuss soll in etwa die Hälfte der Krankenkassenbeiträge abdecken und ist beim Maximalbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung gedeckelt. Der Arbeitgeber übernimmt jedoch nie mehr als die Hälfte des tatsächlichen PKV-Beitrags. Darüber hinaus existieren weitere Bedingungen für den Zuschuss vom Arbeitgeber, die der gewählte Versicherer erfüllen muss: Zum Beispiel muss er einen Basis­-Tarif anbieten und nach Art der Lebensversicherungen agieren.

Viele Versicherer bieten günstige Einsteiger-Tarife an. Von diesen raten wir in aller Regel jedoch ab, denn der Preis für die günstigeren Monatsbeiträge ist oft ein lückenhafter Versicherungsschutz. Sobald Sie ernsthaft erkranken, erfolgt plötzlich ein böses Erwachen: Die Krankenkasse übernimmt Kosten nur anteilig oder erstattet sie im schlimmsten Fall gar nicht. Damit die beste Versicherung trotzdem gut genug ist, sollten Sie stattdessen lieber einen Top-Tarif mit dem vollen Leistungsspektrum abzuschließen. Unser Tipp: Nehmen Sie lieber eine höhere Selbstbeteiligung in Kauf, wenn der monatliche Beitrag nicht zu hoch werden soll. Selbst wenn die Selbstbeteiligung 1.200 oder 1.500 Euro beträgt, haben Sie zumindest immer die Sicherheit, dass dies die höchste auf Sie zukommende finanzielle Belastung ist.

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Robert Böhrk