Private Altersvorsorge: Besser spät als nie – besser JETZT als später

Dennis Jörißen

Spezialist für private Altersvorsorge

Wann sollte ich mit einer Altersvorsorge beginnen?

Jeder, der mal irgendwie mit dem Thema Altersvorsorge in Berührung gekommen ist, hat sicher mindestens diesen einen Satz gehört:

Je früher man anfängt, desto besser!

Das leuchtet schnell ein, denn wer früher anfängt zu sparen beziehungsweise einzuzahlen, bekommt am Ende mehr raus. Umso erstaunlicher ist es, dass sich trotzdem viele Menschen erst sehr spät in ihrem (Arbeits-)Leben wirklich mit dem Thema „private Altersvorsorge“ beschäftigen. Eine Statista-Umfrage der letzten vier Jahre zeigt ein immer ähnliches Ergebnis: Knapp 60 Prozent sind mäßig bis gar nicht an privater Altersvorsorge interessiert.

Warum ist private Altersvorsorge wichtig?

Eigentlich müsste inzwischen allen klar sein, dass von den heutigen Arbeitnehmern nur die wenigsten auf eine ausreichende gesetzliche Rente hoffen können. Das deutsche Renten-System wankt durch den demografischen Wandel enorm: Vor 50 Jahren wurde ein Rentner noch von vier Arbeitnehmern finanziell getragen – 2030 müssen statistisch 1,5 Arbeitnehmer einen Rentner finanziell mitversorgen. Ausführlich haben wir uns mit diesem Problem schon in einem anderen Artikel befasst. Eine wirksame Antwort darauf hat die Politik bisher nicht gefunden. Deshalb wird es für jeden einzelnen von uns immer wichtiger, sich selbst um seine finanzielle Zukunft nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben zu kümmern. Auf die gesetzliche Rente oder darauf, dass die Politiker und Politikerinnen bis dahin Lösungen gefunden haben, sollte sich lieber niemand verlassen.

Warum ignorieren viele Menschen das Problem zu lange?

Wenn das Problem der Altersfinanzierung in Deutschland lange bekannt ist – warum kümmern sich dann viele Menschen erst so spät oder gar nicht um die private Vorsorge? Die Antwort darauf muss natürlich ganz individuell gegeben werden. Einige Ansätze liegen aber auf der Hand: Für viele Menschen Mitte 20, die gerade in den Beruf starten oder noch am Anfang ihrer Karriere stehen, ist das Thema Rente noch sehr weit weg, sowohl zeitlich als auch gedanklich. Sie haben in der Regel noch nicht so viel Geld übrig – und mit dem Geld, das sie haben, möchten viele zunächst mal einfach ihr Leben genießen. Dabei wäre genau für diese Altersgruppe der Start einer privaten Altersvorsorge besonders lukrativ.

Warum sollte man schon früh in die private Altersvorsorge investieren?

Der Mehrwert eines frühen Starts in die private Altersvorsorge lässt sich ganz einfach in Zahlen ausdrücken. Für unseren Youtube-Kanal „Klartext bAV“ hat unser Vorsorge-Experte Dennis Jörißen drei Beispiele durchgerechnet. Die Grundlage war dabei immer dieselbe: Eine monatliche Einzahlung von 200 Euro in eine private Altersvorsorge mit einer durchschnittlichen Wertentwicklung von 6 Prozent. Das Ergebnis ist eindrucksvoll:

  • Wer mit 25 Jahren beginnt, bekommt nach Ausscheiden aus dem Berufsleben mit 67 Jahren eine zusätzliche monatliche Rente von gut 1230 Euro.
    Wer mit 35 beginnt, in diese private Altersvorsorge einzuzahlen, bekommt am Ende 676 Euro im Monat.
  • Und wer erst mit 45 Jahren beginnt, mit dem selben Modell privat fürs Alter vorzusorgen, bekommt nur noch 342 Euro monatlich zur gesetzlichen Rente.

Private Altersvorsorge: Laufzeit ist Trumpf!

Zwei Effekte sind für die großen Unterschiede beim Renten-Ergebnis wesentlich: der sogenannte Cost-Average-Effekt und der Zinses-Zins-Effekt.
Der Cost-Average-Effekt fasst den relativen Anteil von Fixkosten, die in den ersten fünf Jahren einer Altersvorsorge zu Buche schlagen. Sie werden für den Abschluss und den Vertrieb der privaten Altersvorsorge gezahlt und in der Regel über die ersten fünf Jahre Laufzeit verrechnet. Das bedeutet, dass diese Kosten bei einer insgesamt kürzeren Laufzeit bis zur Rente relativ betrachtet höher ausfallen und sich mit zunehmender Laufzeit verringern.

Cost-Average-Effekt und Zinses-Zins-Effekt

Vom Zinses-Zins-Effekt profitiert man in der privaten Altersvorsorge, weil der jeweilige Zinsertrag (in unserem Rechenbeispiel durch die Wertentwicklung von 6 Prozent) dem neuen, zu verzinsenden Kapital zugeschlagen wird. Der jeweils zu verzinsende Betrag steigt also mit jedem Zinsertrag an und generiert im nächsten Zeitraum einen etwas höheren Zinsertrag als zuvor, der wieder dem Kapital zugeschlagen wird. So entsteht ein exponentieller Kapital-Anstieg, durch den jedes weitere Jahr Laufzeit etwas wertvoller wird als das Jahr zuvor.

Fazit: Private Altersvorsorge so früh beginnen, wie möglich

Die Beispielrechnungen machen deutlich: Auch wenn das Thema für junge Menschen auf den ersten Blick noch weit weg und nicht dringlich erscheint – es lohnt sich am Ende eindeutig, so früh wie möglich mit privater Altersvorsorge zu beginnen. Wer als Berufsanfänger noch nicht viel Geld zur Verfügung hat, um es abseits von alltäglichen Notwendigkeiten zu investieren, sollte lieber mit einer kleinen Summe starten als zu warten, bis er eine größere Summe investieren kann. Die Laufzeit und der Zinseszins-Effekt sind hier die wichtigeren Faktoren. Für eine erste, unverbindliche Beratung zu konkreten Umsetzungswegen einer privaten Altersvorsorge, schreiben Sie Dennis Jörißen gern eine Nachricht. Er findet gemeinsam mit Ihnen die beste Vorsorge-Strategie, die zu Ihnen passt und ein gutes Auskommen im Alter sichert.