Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein Firmenkredit?

Ob für Investitionen, für den Kauf von Immobilien, für die Erschließung von neuen Märkten oder bei finanziellen Engpässen: Immer mal wieder brauchen Firmen für eine gewisse Zeit liquide Mittel, auch wenn sie exzellent wirtschaften. Dann können sie einen Firmenkredit aufnehmen, auch Unternehmensdarlehen, Geschäftskredit oder Gewerbekredit genannt.

Damit sind alle Kredite gemeint, die Unternehmen zur Finanzierung verwenden. Beziehen können sie Selbstständige, Unternehmen, Institutionen oder Vereine. Die Aufnahmekriterien und Konditionen sind dabei anders als bei Privatpersonen. Zudem gibt es unterschiedliche Laufzeiten:

Kurzfristige Kredite

Sie dienen zur schnellen Kapitalbeschaffung, falls Kreditnehmer beispielsweise Rechnungen nicht beglieichen oder eine Auftragsflaute überbrücken müssen. Die Laufzeit kann nur einige Monate betragen.

Mittelfristige Kredite

Die Laufzeit von diesen Krediten beträgt in der Regel wenige Jahre. Firmen beziehen sie zum Beispiel, wenn sie zusätzliche Arbeitsmittel oder eine neue Ausstattung benötigen.

Langfristige Kredite

Mit diesen Darlehen können Kreditnehmer große Investitionen finanzieren, wie zum Beispiel Immobilien. Auch Existenzgründer benötigen oft Kredite mit Laufzeiten von mehreren Jahren, denn in der Anfangsphase ist die künftige Finanzlage noch nicht gesichert.

Welche Formen von Firmenkrediten gibt es?

Investitionskredit

Mit diesen Krediten kann ein Unternehmen eine Investition tätigen. Dazu gehören Mobiliar, Maschinen oder Fahrzeuge.

Immobilienkredit

Damit können Kreditnehmer den Erwerb von Immobilien finanzieren. Die Laufzeit ist in der Regel lang.

Gründerkredit

Wer eine Firma gründet, beschafft sich damit liquide Mittel, um eine Geschäftsidee umzusetzen.

Kontokorrentkredit

Wenn eine Firma kurzfristig liquide sein muss, ist diese Kreditform eine Option. Sie kann damit ihr Konto kurzfristig überziehen, um ihr Umlaufvermögen zu finanzieren.

Unser Service für Sie

Benötigen Sie eine Finanzierung für Ihr Unternehmen, können Sie sich gerne an uns wenden. Unsere Experten helfen Ihnen den passenden Anbieter für einen Firmenkredit zu finden. Gemäß unserem Spezialisten Stefan Kröner haben wir eine große Auswahl an Banken.

“Gemeinsam mit unserem Kunden finden wir den passenden Partner für seine Finanzierung. Denn nicht jedes Unternehmen passt zu jeder Bank.”

Fördermittel ausschöpfen

Weiter schöpfen wir für Ihr Finanzierungsvorhaben alle möglichen Fördermittel aus.

“So können Existenzgründer etwa über die KfW-Bank, über Landes- oder bestimmte Bürgschaftsbanken Darlehen zu günstigen Konditionen erhalten.”

Kredit wirkt sich auf die Steuern aus

Gerne weisen wir Sie auch darauf hin, welche Unterlagen Sie für Ihr Kreditgesuch benötigen. Denn um bei den Banken zu punkten, müssen Firmen vieles offen legen. Damit von Anfang an alles rund läuft, holen unsere Experten nach Möglichkeit Ihren Steuerberater mit ins Boot.

Was sind die Vorteile eines Firmenkredites?

Wie geht eine Firma vor, wenn sie einen Kredit aufnehmen möchte?

Zinsen miteinander vergleichen

Viele Anbieter vergeben Firmenkredite. Wichtig ist es deshalb, die Zinsen sorgfältig miteinander zu vergleichen. Wir helfen Ihnen gerne dabei. Maßgeblich ist dabei der effektive Jahreszins. Diesen ermittelt der Kreditgeber aus dem Nominalzinssatz und den Nebenkosten. Am besten ist es, wenn der Zinssatz während der gesamten Laufzeit stabil bleibt – insbesondere während einer Niedrigzinsphase. Die Höhe des Zinssatzes hängt auch von folgenden Faktoren ab:

  • Darlehenssumme: Je kleiner die Darlehenssumme, desto höher ist in der Regel der Zins – Ausnahme sind Förder-Darlehen.
  • Laufzeit: Bei einer längeren Laufzeit geht die Bank ein höheres Risiko ein, deshalb steigt meistens auch der Zins.
  • Bonität: Erweist sich eine Firma als zahlungsfähig und kreditwürdig, profitiert sie von einem geringeren Zins.
  • Eigenkapital: Bringt ein Unternehmen Eigenkapital oder sonstige Sicherheiten mit ein, verringern sich die Zinsen ebenfalls.

 

Unterlagen einreichen

Sobald die Entscheidung für einen Anbieter gefallen ist, gilt es, verschiedene Unterlagen einzureichen. Dazu gibt es keine einheitlichen Regelungen. Häufig verlangen Banken Nachweise, die die finanzielle Situation des Unternehmens offenlegen.

Häufig verlangte Unterlagen

  • Bilanzen: Häufig interessieren sich Banken für die Einnahmen und Ausgaben einer Firma aus den letzten Jahren.
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA): Die BWA gibt Auskunft über die Ertragslage eines Unternehmens.
  • Auftragslage: Die Chancen für einen Kredit stehen gut, wenn ein Unternehmen eine gute Auftragslage nachweisen kann.
  • Auszüge aus dem Handelsregister: Dieses gibt Auskunft über den Firmeninhaber und die Verteilung von Firmenanteilen.
  • Steuerbescheide: Damit legen Unternehmen ihre konkreten Gewinne offen.
  • Verträge und laufende Kredite: So sehen Banken, ob ein Unternehmen noch weitere Verbindlichkeiten oder Pflichten gegenüber Dritten hat.
  • Businessplan: Ein solider Businessplan ist vor allem für Existenzgründer wichtig. Denn viele der oben genannten Unterlagen können sie nicht einreichen.

 

Finanzierungszweck erläutern

Banken interessieren sich auch dafür, was mit dem Kredit genau finanziert werden soll. Gerne sehen sie Finanzierungen mit einer bestimmten Zweckbindung: Angenommen, eine Firma leistet sich mit dem Kredit eine neue Maschine. Kann sie den Kredit nicht mehr abzahlen, ist ein Verkauf möglich. Die Bank erhält den Erlös der Maschine und reduziert somit ihr Risiko.

Anders sieht es aus, wenn mit einem Kredit laufende Verbindlichkeiten wie offene Rechnungen beglichen werden. Diese können im Notfall nicht so einfach zurückgefordert werden. Deshalb verlangt die Bank in so einem Fall oft, dass ein Unternehmen Eigenkapital einbringt.

Sicherheiten bei Firmenkrediten

  • Aktien und Wertpapiere
  • Lebensversicherungen
  • Immobilien und Grundstücke
  • Maschinen und Fahrzeuge
  • Bürgschaften von Dritten

 

Der persönliche Eindruck zählt

Wichtig sind nicht nur die Unterlagen, die ein Firmeninhaber bei der Bank einreicht. Auch die persönliche Glaubwürdigkeit zählt. Am besten Sie wirken beim Gespräch mit der Bank selbstbewusst, aber nicht überheblich. Es ist auch nicht ratsam, unangenehme Tatsachen zu Ihrer finanziellen Situation zu vertuschen. Diese bleiben selten unentdeckt. Bleiben Sie am besten so offen wie möglich und beantworten Sie auch unbequeme Fragen ehrlich.

Was gilt es, beim Firmenkredit-Vertrag zu beachten?

Investitionssumme, Laufzeit und Konditionen sind wichtige Faktoren bei der Vertragsgestaltung. Allerdings weisen viele Verträge Besonderheiten auf, die es zu beachten gilt. In der Box sind diese aufgelistet.

Besonderheiten von Verträgen

Was gibt es für Alternativen zum Firmenkredit?

Benötigen Firmen Geld, gibt es auch zahlreiche Alternativen zum Firmenkredit bei einer Bank. Möglich sind:

  • Förderorganisationen: Zahlreiche Organisationen gewähren Firmen Kapital zu günstigen Konditionen. Beispielsweise die KfW-Bank oder Initiativen von Ländern, Kommunen oder des Bundes. Auch private Organisationen unterstützen Firmeninhaber oder Existenzgründer.
  • Existenzgründerzuschuss: Erhalten Sie Arbeitslosengeld, können Sie bei Neugründungen einen Existenzgründerzuschuss beziehen. Diesen beantragen Sie beim zuständigen Arbeitsamt.
  • Bekannte und Verwandte: Auch Freunde, Verwandte oder Bekannte können Firmeninhabern Geld leihen. Schließen Sie jedoch unbedingt einen Vertrag ab.
  • Investoren: Auch Investoren vergeben Geld an Firmen.
  • Crowdfunding: Über Crowdfunding-Plattformen im Internet können Firmen Privatpersonen suchen, die ihnen Geld für Ihre Finanzierung geben. Im Gegenzug dazu erhalten diese Anteile an der Firma oder das finanzierte Produkt.
  • Wertpapiere: Um Kapital zu bekommen, können Firmen auch Anleihen oder Wertpapiere ausgeben.

Fazit und Hinweise zum Vergleich

Benötigen Sie für Ihre Firma einen Kredit, machen Sie sich am besten über folgende Punkte Gedanken:

  • Welche Kreditsumme will ich aufnehmen?
  • Was will ich damit finanzieren?
  • Wie lange soll die Laufzeit sein?
  • Wie viel kann ich monatlich zurückzahlen?
  • Wie viel Eigenkapital und sonstige Sicherheiten kann ich einbringen?
  • Welche Förderangebote könnte ich ausschöpfen?

 

Dann gilt es, die verschiedenen Angebote zu vergleichen. Die Zinsen sind ein wichtiges Vergleichskriterium, aber nicht das einzige. Es gilt auch, die Vertragsbedingungen und die Gebühren genau zu studieren. Denn was nützen niedrige Zinsen, wenn eine Bank hohe Gebühren verlangt? Wir helfen Ihnen gerne dabei, den optimalen Partner zu finden.

Wann haben Sie das letzte Mal gemeinsam mit Ihrem Finanzexperten, Banker, Steuerberater und vielleicht auch Rechtsberater gemeinsam an einem Tisch gesessen, um Ihre unternehmerische oder private Finanzstrategie abzustimmen? Vermutlich noch nie. Dabei ist kein Finanzthema eine Insellösung. Es besteht immer eine direkte Wechselwirkung zu anderen Themengebieten aus den Bereichen Finanzen, Recht und Steuern. Diese Art von Beratung nennen wir Kontextberatung. Sprechen Sie uns an.

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